Robe-Scheinwerfer auf Nick-Cave-Tour

Grant Hickey setzt bei der Europatournee von Nick Cave & The Bad Seeds auf Robe iESPRITE LTL und iFORTE LTX.

Die australische Band Nick Cave & The Bad Seeds hat den letzten Europaabschnitt ihrer Welttournee abgeschlossen. Die Konzertreihe knüpfte an die Kampagne zum Album Wild God aus den Jahren 2024 und 2025 an. Für das Lichtdesign zeichnete der in Sydney ansässige Lighting Designer Grant Hickey verantwortlich. Im Zentrum seines Setups standen 22 Robe iESPRITE LTL WashBeam Moving Lights und neun iFORTE LTX. Die Touring-Fixtures wurden von PRG Belgium bereitgestellt.

Die iESPRITE LTL waren auf 20 Wahlberg-Liftsäulen rund um die Bühne verteilt. Zwei weitere Geräte wurden an den Publikumsbarrieren im vorderen Bühnenbereich montiert und dienten dort als Front- und Seitenlicht. Die iFORTE LTX kamen als Backlight für die Band zum Einsatz und wurden auf den jeweils vor Ort verfügbaren Traversen und Bühnenriggs installiert.

Zusätzlich sah der technische Rider für die 32 Termine vor, dass Veranstalter und Festivals sechs weitere iFORTE LTX als FOH-Spots sowie zwei Geräte für seitliches Bühnenlicht beziehungsweise Kicker bereitstellten.

Lichtdesign mit Fokus auf den Künstler

Grant Hickey übernahm Ende des vergangenen Jahres die Position des Lighting Designers. Bereits zwischen 2010 und 2017 hatte er mit der Produktion gearbeitet, damals als Programmierer und enger Mitarbeiter des vorherigen Lichtdesigners. Für die aktuelle Tournee verantwortete er erstmals das Lichtdesign vollständig und entwickelte eine eigene gestalterische Linie.

Bei der Auswahl der Scheinwerfer standen für ihn vor allem Lichtleistung, Flexibilität und die Eignung für unterschiedliche Umgebungsbedingungen im Vordergrund. Die iFORTE LTX überzeugten ihn durch ihre Lichtleistung und die große Frontlinse. Gerade bei Open-Air-Konzerten, die häufig in der Dämmerung begannen und erst bei vollständiger Dunkelheit endeten, sei das relevant gewesen.

„Es gibt kaum andere Geräte, die mit diesen unterschiedlichen natürlichen Lichtbedingungen so gut zurechtkommen“, erklärt Hickey.

Die iESPRITE LTL wählte er aufgrund ihrer Lichtleistung bei vergleichsweise geringem Gewicht. 20 der 22 Geräte waren auf den mobilen Liftsäulen positioniert. Die Anforderungen an diese Positionen waren entsprechend hoch: Die Scheinwerfer mussten weniger als 45 Kilogramm wiegen, eine gleichmäßige Lichtqualität liefern und für den Einsatz unter wechselnden Wetterbedingungen geeignet sein.

Die Geräte auf der Bühne befanden sich auf vier Lifttürmen an den beiden Bühnenseiten sowie auf zwölf Positionen hinter der Band. Die übrigen beiden iESPRITE LTL waren am vorderen Bühnensteg installiert.

Hickey hatte bereits zuvor mit iFORTE LTX gearbeitet. Die iESPRITE LTL lernte er im Rahmen einer Produktdemonstration in Sydney kennen, die Darren McLanders von Robe ANZ organisiert hatte.

Reduziertes Setup mit gezielten Akzenten

Neben den Robe-Scheinwerfern bestand das Lichtsetup lediglich aus einigen Stroboskopen, beweglichen LED-Bars und einem 24K-Fresnel als Spezialgerät. Im Mittelpunkt stand kein auf maximale Effekte ausgelegtes Lichtdesign, sondern eine Gestaltung, die Nick Cave und seine Band auf der Bühne unterstützt.

„Die Menschen kommen, um Nick und The Bad Seeds zu sehen, und nicht wegen der Live-Produktion“, erklärt Hickey. Seine Aufgabe sei es deshalb, die Bühnenpräsenz des Künstlers mit einer zurückhaltenden und passenden Lichtgestaltung zu unterstützen und zu ergänzen.

Gleichzeitig bot das musikalische Programm ausreichend Raum für dynamische Szenen, kräftige Farben, Strobe-Effekte und ausgeprägte Kontraste.

Besondere Bedeutung hatten für Hickey die beiden Scheinwerfer an den vorderen Publikumsbarrieren sowie drei Spotpositionen auf Nick Cave – zwei von hinten und eine von vorne. Die Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit der Lichtleistung waren an diesen Positionen besonders wichtig.

Auch die Kamerabilder spielten bei der Lichtplanung eine Rolle. Das IMAG-System war ein wichtiger Bestandteil der Produktion. Die Beleuchtung sollte die Künstler für die Übertragung auf die Videowände gut erfassbar machen, ohne dabei zu dominant zu wirken.

Zusätzliche Scheinwerfer für das Brighton-Konzert

Für das als exklusives Heimspiel angekündigte Konzert im Preston Park in Brighton, zugleich der einzige Tourtermin in Großbritannien, wurde das Lichtsetup erweitert. Weitere 40 iFORTE LTX kamen hinzu. Die Geräte stellte der britische Produktionsdienstleister Colour Sound Experiment bereit.

Eine der zentralen gestalterischen Aufgaben bestand für Hickey darin, die spezifische Bühnenästhetik zu entwickeln, die Nick Cave für seine Auftritte erwartet.

„Nick ist sich sehr bewusst, wie er auf der Bühne wirkt und sich fühlt. Das ist ein wichtiger Teil des Briefings. Er gibt zu bestimmten Zeitpunkten durchaus Feedback zum Licht, vertraut uns aber auch darauf, dass wir unsere Arbeit machen“, so Hickey.

Neben der Performance der Scheinwerfer hob der Lighting Designer auch die Verfügbarkeit der Geräte hervor. Insbesondere die iFORTE-LTX-Followspot-Pakete seien an den verschiedenen Tourstationen zuverlässig verfügbar gewesen – auch in weniger häufig bespielten Regionen Europas. Für zusätzliche Sicherheit hatte die Produktion dennoch zwei eigene iFORTE LTX als Reserve dabei.

Pula Arena als besonderer Tourstopp

Zu den Höhepunkten der Tournee zählten für Hickey die beiden Konzerte in der Pula Arena in Kroatien. Das antike römische Amphitheater gehört zu den am besten erhaltenen Bauwerken seiner Art. Die lokale Veranstaltungstechnik wurde von Ivas Grupa d.o.o. bereitgestellt.

Die Produktion zeigt, wie ein vergleichsweise reduziertes Lichtsetup mit gezielt positionierten Moving Lights unterschiedliche Anforderungen einer internationalen Tournee abdecken kann – von wechselnden natürlichen Lichtbedingungen bei Open-Air-Konzerten bis zur präzisen Ausleuchtung des Künstlers für Kameras und Publikum.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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