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Allgemeinvor 1 Monat

Remote Operated Events: Interview mit Peter Brandt, Roland Greil, Carsten Voßkühler

Die grandMA3 full-size von Marc Brunkhardt, der als Lichtprogrammierer und Regisseur beteiligt war, stand in Frankfurt am Main. © M. Brunkhardt

Unter der Federführung von Peter Brandt, Produzent und CEO von Remote Recording Network (RRN), wurde am 22. und 23.11. in einer internationalen Kooperation ein revolutionäres Live-Event produziert, bei dem sämtliche Gewerke remote über Kontinente hinweg vernetzt arbeiteten.

Während Purple Schulz am ersten Tag für ein intimes Konzert auf der Bühne im One2One Studio Bottrop stand, begeisterten Stephan Ullrich und Daniel Klein am Tag danach die Zuschauer im Livestream mit einer Lesung. Ein besonders immersives Erlebnis boten in Sitzplatzperspektive um die Bühne platzierte iPads, die Interaktion zwischen Zuschauern und Künstlern ermöglichten und das Event für beide Seiten gleichermaßen erlebbarer machten.

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Das Produktionsteam vor Ort kam in Minimalbesetzung zusammen, während der Regisseur in Wien, der Lichtdesigner in München und der Lichtoperator in Frankfurt remote und in Echtzeit arbeiteten. Der FOH- und Broadcast-Ton wurde in Köln gemischt und die parallele Tonaufzeichnung in 5.1.4 aus den Valhalla Studios in New York gesteuert. Das TV-Skyline Skycenter in Mainz fungierte als Knotenpunkt für die Kamerasteuerung, Bildmischung und Stream-Einspeisung, während die Qualitätskontrolle sowie Remote Audience Management von Berlin aus erfolgte.

Technisches Herzstück: Riedels Remote Operations Center (ROC)

Technisches Herzstück der Produktion war das Remote Operations Center (ROC) im Riedel HQ in Wuppertal. In dieser Kommunikations- und Signalzentrale liefen alle „Remote-Fäden“ zusammen; hier wurden Intercomsignale, Datenströme, sowie Audio- und CCTV-Feeds gemanaged, programmiert und überwacht.

“Das vor fünf Jahren entstandene RemoteShowProductions-Konzept entwickelt aktuell eine besondere Dynamik, ist aber auch und speziell für die Anwendung zu normalen Zeiten gedacht”, so Brandt. “Die Produktion zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit der beteiligten Gewerke, eine komplette Show in allen Disziplinen fernzusteuern – sie liefert auch direkt die Blaupause für zukünftige Anwendungen in den verschiedensten Genres. Diese revolutionäre Form der Remoteproduktion ermöglicht ein gänzlich neues Konzert-, Event, oder Theatererlebnis, ist wesentlich nachhaltiger, schont die Budgets, und schafft dadurch Arbeitsplätze sowie finanzielle und kreative Spielräume.”

Weitere Projektpartner waren  neben Riedel Communications: The Black Project, Syncronorm, Just 24/7, DirectOut, Neumann.Berlin, Sennheiser, Solotech, SPL, Studio Boecker, TDA-Rental, Imagion, Lumen Solution, MA und Lightpower.

Dazu Markus Wilmsmann im Gespräch mit:

# Peter Brandt – Remote Recording Network
# Roland Greil – The Black Project
# Carsten Voßkühler – Riedel Communications


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