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Lichtdesign für Dendemanns „Da nich für!“ Tour – Spiegel und Aluminiumgrotte

Dendemann auf „Da nich für!“ Tour 2019 – Lichtdesigner Bertil Mark begleitet den wortakrobatischen Musiker aus Hamburg mit riesigen Spiegelflächen und ganz besonderem Stoff von Gerriets.

Auch auf seinem aktuellen Album hat Dendemann nichts von seiner Wortgewalt eingebüßt. Er zeigt allen Emporkömmlingen der deutschen Hip-Hop-Szene, dass es nicht immer nur provokatives Allerlei mit dicken Hosen, Autos und Zigarren sein muss, Insignien einer längst vergessen geglaubten Definition von Männlichkeit. Stattdessen liefert er ein unglaublich vielschichtiges Statement zur aktuellen Lage ab, aber immer gilt: Keine Parolen! – so der Titel des stärksten Tracks auf „Da nich für!“

Bertil Mark, der das Licht- und Bühnendesign der „Da nich für!“ Tour gestaltete, hat einen äußerst gelungenen und sehr minimalistischen Ansatz gewählt, der trotzdem auf der ganzen Bandbreite der zu bespielenden Bühnen funktioniert – vom Club bis zum Festival.

Das Design sollte zwar wegen der Festivalshows auch tagsüber funktioniern, aber ohne LED-Screens auskommen. Bertil entschied sich als Hauptelement des Designs für eine Reihe überdimensionaler Spiegel auf der Bühne, um mit nonverbaler Kommunikation mit dem Publikum experimentieren zu können. Das mitreisende Lichtequipment wird hauptsächlich auf der Bühne aufgestellt, die geflogenen Scheinwerfer kommen lokal dazu.

Ein weiterer ungewöhnlicher Blickfang ist der Backdrop: Dabei handelt es sich um Gaze der Firma Gerriets. Damit können jeden Abend neue Räume und Ebenen erschaffen werden, die Bühne wirkt etwas wie eine Grotte, die die Show von Dendemann beherbergt.

Light & Sound für Dendemann: Bertil Mark und Tilman Hopf (v.l.)
Light & Sound für Dendemann: Bertil Mark und Tilman Hopf (v.l.)

Lichtdesign im Hip-Hop

Bertil Mark beobachtet im Design für aktuelle Hip-Hop-Künstler einen interessanten Stilmix, der oft mit einem Auge über den großen Teich nach Amerika schielt, wo die Produktionen nicht selten immense Materialschlachten sind: Theater, Installationen – er stellt generell einen „radikalen“ Einsatz von Licht fest. Im Unterschied zu den amerikanischen Originalen ist die Show von Dendemann allerdings komplett live gedrückt. Und im Vergleich zum Lichtdesign für die Beginner (Bericht auf mothergrid) hat Bertil sich bei Dendemann noch ein Stück mehr zurückgenommen, wie er im Video berichtet.

Rig Rundown

Lichttechniker Moritz Lorenz präsentiert im Video das Bühnensetup: Sowohl up- als auch downstage sind Ayrton Mistral Spot im Wechsel mit  GLP JDC-1 positioniert, sowie hinter dem Künstler einige GLP impression X4 Bar 20. Der Bühnenaufbau schließt oben mit Astera AX1 Pixeltubes ab, die mit Akkus ausgestattet sind und per Wireless DMX angesteuert werden.

Im verwendeten Modus lassen sich die AX1 mittels  80 DMX-Kanälen sehr detailliert programmieren. Auch an den Rückseiten der drehbaren Spiegelflächen sind die Astera AX1 Pixeltubes verbaut, an den Ständern wurden Eurolite STP-10 montiert, eine Art Sunstrip.

Gesteuert wird die Show mittels einer MA Lighting grandMA2, auf die Bertil Mark seit vielen Jahren vertraut. Als technischer Dienstleister für das Lichtsetup war Black Box Music mit auf Tour.

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