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vor 3 Monaten

KISS auf „End of the road“ Tour – Bühne, Licht, Video

Man würde es dem fast 70-jährigen Mann, der gemächlich über die gewaltige Bühne am Königsplatz schlendert, nicht zutrauen, dass er wenige Stunden später als blutspuckende Horror-Fledermaus verkleidet durch die Luft fliegt: Gene Simmons, Bassist von KISS. Der nur unwesentlich jüngere Paul Stanley an der Rhythmusgitarre lässt sich auch von seinem Alter nicht davon abbringen, bei jedem Konzert an einer Seilkonstruktion über die Menge zu fliegen – Er weiß, was das Publikum von KISS erwartet und die Band liefert – seit mehr als 45 Jahren.

„You wanted the best and you got the best – the hardest band in the world: KISS!“, tönt es traditionell seit Jahrzehnten zu Beginn jeder KISS-Show aus den Lautsprechern und was dann folgt, ist schlichtweg eine der brillantesten Shows dieser Größenordnung, die momentan um den Globus reist.

Schaustellerei auf allerhöchstem Niveau

Und gleichzeitig ein gelungener Bogen von den Taschenspielertrick-Effekten der Anfangsjahre hin zu Laser, LED-Wand und gigantomanischer DGUV17-Anlage über den Köpfen der Band (gemeinhin noch als C1 bekannt): riesige verfahrbare LED-Screens, doch auch sie an den Rändern mit überdimensionalen Nieten aus der Setbau-Trickkiste garniert.

Im Verlauf des Konzerts dürfen all die Showelemente nicht fehlen, mit denen KISS groß geworden sind: Die eingangs erwähnten Flüge von Gene und Paul, Gitarrist Tommy Thayer, der mit seiner Gitarre die schwebenden LED-Screens „abschießt“, der nach oben fahrende Drumriser und der feuerspuckende Gene Simmons sowie Drummer Eric Singer, der am Paillettenbesetzen Flügel die Ballade „Beth“ schmachtet, bevor Paul Stanley traditionell eine Gitarre zerdrischt auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

 

Sowas packt einen zum ersten Mal im Alter zwischen sechs und sechzehn und mit etwas Glück nochmal kurz vor der Midlife-Crisis, wenn man begreift, das all der neumodische Kram, der auf den Bühnen der Welt aufgefahren wird, am Ende auch nichts anderes ist als ein Showeffekt, den man spätestens beim dritten Mal durchschaut.

Die Auswahl an Scheinwerfern ist überschaubar: Rund 380 Dartz von Elation Professional, eine Reihe Vari-Lite VL6000, die sich auch durch den hartnäckigsten Pyro-Nebel kämpfen, sowie einige MAC Viper AirFX von Martin by Harman und JDC1 von GLP sind die tragenden Säulen des Lichtsetups, das von Sean Hackett per grandMA2 von MA Lighting gesteuert wurde. Die Bühne selbst stammt von Megaforce. Als Headrigger ist Thorsten Klein von Malecon mit von der Partie. Für die imposanten pyrotechnischen Spezialeffekte sorgte ffp Spezialeffekte aus Hamburg

Im Video: Robert Long und Ashley Zapar über Produktion und Design

Wie aber transportiert man Showelemente aus den 70er Jahren des letzten Jahrtausends ins Jetzt, ohne diverse ästhetische Brüche zu riskieren? Und wie setzt man immer wieder einen drauf, bei einer Band, die Maßstäbe gesetzt hat beim Rock’n’Roll-Showdesign? Darüber haben wir uns mit Production Designer Robert Long (sRae Productions) und Ashley Zapar unterhalten, ihres Zeichens Associate Designer und Show Director.

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