Stage Tec am FoH von „The World of Hans Zimmer“ – Interview mit Carsten Kümmel

Auf der Tour „The World of Hans Zimmer – A Symphonic Celebration“ werden Soundtracks von Hans Zimmer für bekannte Blockbuster-Produktionen aufgeführt, die er für Orchester neu arrangiert hat.

Für diese Weltpremiere hat sich der Filmkomponist Deutschland ausgesucht, für den FoH-Sound ist Tonmeister Carsten Kümmel zuständig – Ebenfalls mit an Bord ist Technik des Berliner Herstellers Stage Tec.

Am FOH kommt eine Stage Tec AURUS platinum mit 48 Fadern zum Einsatz. Eingebettet ist die Konsole in ein NEXUS-System mit sechs Basisgräten – drei für das FOH-Siderack und drei für I/O. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch zwei NEXUS STAR-Router – einer für das AURUS-Processing am FOH-Platz und einer für das Monitoring mit MADI-Anbindung und für die restlichen drei NEXUS-Basisgeräte.

Virtuelle Konsole

Zum Einsatz kommt auch eine sogenannte virtuelle Konsole, die für die Einrichtung der spektralen Delta-Stereofonie der Frontfills verwendet wird. Virtuelle Konsole heißt, dass AURUS bei der Einrichtung auf einen zweiten DSP-Core wechseln kann. Später wird die virtuelle Konsole über einen externen PC bedient.

Die Herausforderung bei dieser Produktion ist laut Carsten Kümmel die große Kanal- und Busanzahl, die für Orchester, Chor und eine 15-köpfige Band benötigt wird. Zusätzlich macht der häufige Wechsel von Instrumenten diese Produktion sehr anspruchsvoll. Perkussion-Instrumente spielen bei der Musik von Hans Zimmer immer eine wichtige Rolle, so gibt es beispielsweise allein 50 Perkussion-Kanäle.

230 Kanäle mischt man nicht mehr einzeln

Insgesamt werden bis zu 250 Mischkanäle auf 128 Bussen genutzt. In der virtuellen Konsole sind noch einmal 193 Eingänge in einer Matrix auf acht Ausgänge für die Nearfills vorhanden. Für diese große Anzahl an Audiokanälen wurde das NEXUS-Netz mit sieben DSP-Einheiten RMDQ bestückt. Für die zahlreichen Mikrofonierungen stehen 23 Mikrofon-Baugruppen XMIC mit jeweils acht Kanälen zur Verfügung.

Speziell für dieses Projekt wurde das brandneue Feature „Hierarchie der VCA-Gruppen“ für AURUS entwickelt, das der verantwortliche Tonmeister Carsten Kümmel für diese Produktion braucht. „Die neue VCA-Hierarchie benutze ich, um die große Kanalanzahl zu bewältigen. Ich kann einen Kanal mehreren Gruppen zuordnen und Gruppierungen vornehmen, woraus sich dann eine VCA-Pyramide ergibt. Wir mischen bei diesem Projekt keine Einzelkanäle mehr, sondern es wird über VCAs gemischt.“

Und Carsten Kümmel ergänzt: „Ich benutze zum ersten Mal die Szenenautomation und lege vor der Show Snapshots an, die ich durch einen externen Timecode triggern lasse. Wir haben hier eine Timecode-Show, sodass ich alle Solisten und Effekte immer über Timecode gesteuert getriggert habe. Dann muss ich während der Show nicht mehr an alles denken, sondern kann mich auf die Musik konzentrieren.“

Für das Beschallungssystem wurde Material von L-Acoustics verwendet, bereitgestellt von Soundhouse. Die Proben fanden bei Black Box Music in Berlin statt.

Links:

Stage Tec
Soundhouse

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