Das Mecklenburgische Staatstheater wird bis Herbst 2026 umfangreich saniert. Um den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können weichen sie auf ein Zelt aus. Für die Beleuchtung setzt das Theater auf ETC Systeme.
Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin gehört nicht nur zu den traditionsreichsten Bühnen Deutschlands – das Sechs-Sparten-Haus erfreut sich auch beim Publikum größter Beliebtheit. Deshalb war es keine Option, die Pforten während der nötigen Baumaßnahmen zu schließen: Ein Theaterzelt in der Schweriner Schlossgartenallee mit einem Fassungsvermögen von 535 Zuschauern dient nunmehr seit Juni letzten Jahres als funktionierende Interimsspielstätte; neu angeschaffte Licht-Systeme von ETC tauchen – ergänzt durch bereits bestehende ETC-Scheinwerfer – die Spielstätte in ansprechendes Theaterlicht. Zum Einsatz kommen u.a. ColorSource PAR Deep Blue-, und Lonestar-Scheinwerfer.
Vor der Anschaffung war klar, dass die im Theaterzelt eingesetzten neuen Geräte einige Anforderungen erfüllen müssen. „Sie sollten flexibel und vielseitig sein, um unseren sechs unterschiedlichen Sparten in Schwerin – von Konzert über Ballett bis zum Schauspiel – gerecht zu werden“, sagt Hannes Ruschbaschan, Beleuchtungs-Chef im Mecklenburgischen Staatstheater. Neben künstlerischen Kriterien nennt Ruschbaschan aber auch pragmatische Aspekte, die bei der Kaufentscheidung mit einflossen. Der möglichst geringe Strombedarf der Lichtanlage gehöre genauso dazu wie ein geringer Zeitaufwand bei szenischen Lichtsetzungen, da man in dem Zelt „mit einer fixen Traversen-Konstruktion ohne verfahrbaren Verhang“ arbeiten müsse.
Vor diesem Hintergrund habe man sich konsequent für LED-Moving Lights entschieden, in Kombination mit einem über die Szenenfläche gleichmäßig verteilten Wash. Letzteres realisieren 18 Stück ETC ColorSource PAR Deep Blue. Zwölf SolaFrame 1000 (Vorgängermodell der aktuellen Halcyon-Reihe) und zehn Lonestars sichern zum einen den Grundverhang; zum anderen bilden sie die „perfekte Ergänzung“ zu dem bereits bestehenden Ensemble aus 18 ColorSource PAR und rund 40 Stück Source Four jr.
Statement
Bei jedem Scheinwerfer-Typen hat der Lichtchef des renommierten Hauses eine persönliche Präferenz ausgemacht: Am ColorSource PAR Deep Blue gefalle ihm die Farbmischung, sowie die kompakte, leichte Bauweise („wichtig für die Traversenkonstruktion im Zelt“), am Lonestar begeisterten ihn die „schönen, geraden Blendenschieber, der Zoombereich, die Farbmischung und der Frost“ und die als Gruppe zusammengefassten SolaFrame 1000 eigneten sich (auf Grund der Farbmischung und stufenlosem Frost) perfekt für die Beleuchtung größerer Flächen. Angesteuert wird das LED-Scheinwerfer-Set von einer, bereits seit Jahren in dem Haus verwendeten ETC Gio @5. „Die Stellwerker schätzen diese Konsole sehr“, sagt er. Es gebe so gut wie nie Probleme damit. Selbst im Zelt, in dem das Pult größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt sei, „macht sie einen guten Job.“
Nach diversen Premieren, darunter „Die lustige Witwe“ (elf ausverkaufte Vorstellungen), „Merlin oder Das wüste Land“ und „Die Fledermaus“ zeigt sich: „Das Publikum nimmt die Interimsspielstätte gut an“, sagt er, „wir sind froh, dass uns unser Publikum treu bleibt und den Weg in diese Zwischenlösung findet.“
Als großen Vorteil sieht Ruschbaschan – auch – bei der Lichtinstallation in der Interimsspielstätte die praktizierte „alles aus einer Hand“-Lösung. „Auch bei der Infrastruktur setzen wir auf ETC“, sagt er und meint damit u.a. Dimmer, Lichtpulte und E-Gates. „Unsere FDX 3000 sollten damals eine Investition in die Zukunft sein”, verrät er. „Dies bewahrheitet sich jetzt, da wir die Dimmer erhalten und aufgrund der Umschaltmöglichkeiten – Dimm-, Schalt- oder Direktleistung – wunderbar in unsere derzeit im Umbau befindliche Anlage im Großen Haus integrieren können.“





