Die schwedische Hip-Hop-Gruppe Hov1 verabschiedete sich im Spätsommer 2025 mit einem Konzert auf dem Gärdet in Stockholm von der Bühne.
Mit 52.236 Besucherinnen und Besuchern stellte die Produktion einen neuen Rekord für Open-Air-Konzerte in der schwedischen Hauptstadt auf und übertraf damit die bisherige Bestmarke von Metallica aus dem Jahr 2014.
Zum Lichtdesign der Produktion gehörte die manuelle Performer-Tracking-Lösung von Follow-Me. Eingesetzt wurde das System von Lichtdesigner Jonathan Rikner gemeinsam mit Systemtechniker Edvard Hansson und Keylight-Operator Fredrik Jönsson.
Follow-Me bei Hov1
Seit der Gründung im Jahr 2015 veröffentlichte Hov1 sieben Studioalben, die jeweils Platz eins der schwedischen Albumcharts erreichten. Die Abschiedstournee im Sommer 2025 endete mit dem Konzert in Stockholm als Höhepunkt der Bandgeschichte.
Für Rikner war die Wahl von Follow-Me eine bewusste kreative Entscheidung. Ausschlaggebend seien vor allem die flexible Arbeitsweise und die Anpassungsmöglichkeiten des Systems gewesen.
Besonders hervor hebt Rikner die Kombination aus kalten Silhouetten-Effekten und warmer Frontbeleuchtung, die während der Show visuelle Kontraste erzeugte und zentrale Momente des Konzerts prägte.
Drohne im Einsatz
Die technische Integration des Follow-Me 3D SIX Systems übernahm Edvard Hansson. Das System wurde von Creative Technology Sweden bereitgestellt und von Topstage vertrieben.
Die offene Veranstaltungsfläche mit unebenem Untergrund und Scheinwerfern in bis zu 70 Metern Entfernung stellte hohe Anforderungen an die Kalibrierung. Sämtliche Referenzpunkte wurden direkt aus Vectorworks als CSV-Datei exportiert und in das Follow-Me-System übernommen.
Zur zusätzlichen Kontrolle nutzte das Team eine Drohne, um die Ausrichtung der Fixtures zu überprüfen. Laut Hansson ermöglichte dieser Workflow eine präzise Einrichtung ohne kamerabasierte Kalibrierung.
Robe iForte LTX als Follow-Spots
Zum Lighting-Rig gehörten zwölf Robe iForte LTX Moving Lights, darunter vier Backlights und acht Frontscheinwerfer. Aufgrund der großen Distanz zur Bühne ergänzte das Team zusätzliche Kalibrierungspunkte auf dem Bühnendach, um die Tilt-Bereiche zu erweitern und die Ausrichtung zu optimieren.
Die Produktion setzte vollständig auf manuelles Tracking mit fixer Z-Höhe über dem Bühnenboden. Automatisierte Tracking-Funktionen oder Snaplines kamen nicht zum Einsatz. Ziel war ein möglichst klarer Workflow für die Operatoren, von denen einige erstmals mit dem System arbeiteten.
Nach einer kurzen Einweisung konnten die Operatoren das System eigenständig bedienen. Laut Hansson verlief sowohl die Einrichtung als auch die Show ohne technische Probleme.
Fokus auf Skalierbarkeit und Flexibilität
Für Hansson lag ein wesentlicher Vorteil des Systems in der Möglichkeit, nahezu jedes Fixture als Follow-Spot einzusetzen und beliebig viele Scheinwerfer einzubinden. Diese Flexibilität erleichtere insbesondere die Planung großer Open-Air-Produktionen.
Auch Linnea Ljungmark, Inhaberin von Topstage, betont die Bedeutung technischer Weiterentwicklung und enger Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Vertrieb und Kreativteams für moderne Live-Produktionen.
Tim van Dijck, Product Manager bei Follow-Me, sieht in der Produktion ein Beispiel für den Einsatz des Systems bei komplexen Großveranstaltungen mit unterschiedlichen Operator-Erfahrungen und hohen kreativen Anforderungen.
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(Quelle: Pressemitteilung)







