Haldern Pop mit Zeo-Scheinwerfer und Hog-Konsolen


Das Haldern Pop Festival ist untrennbar mit der deutschen Open-Air-Saison verbunden. Bereits seit 1984 findet alljährlich im August in dem beschaulichen Haldern am Niederrhein dieses gleichermaßen traditionelle wie musikalisch richtungsweisende Event statt.

In diesem Jahr stieg Haldern Pop vom 6. bis 9. August – und bot erneut ein packendes Line-Up aus bekannten Acts und vielversprechenden Newcomern (darunter Zaho de Sagazan, Anika und Heavy Lungs). Für das Lichtdesign sorgte Rolf Wenzel. Seine favorisierten Tools in diesem Jahr: High End Systems Zeo-Scheinwerfer und die neue ETC Stage Hog-Konsole.

Die Anforderungen an das Lichtdesign seien, so Wenzel, „relativ klassisch“ gewesen: „Gefordert war ein Design, das gleichermaßen für alle unterschiedlichen Acts funktioniert.“ Es sollte flexibel und – für die verschiedenen Licht-Designer der verschiedenen Bands – leicht und intuitiv im Handling sein. Umgesetzt hat Wenzel diesen Anspruch, indem er drei verschiedene Layer kreierte. Drei Ebenen, die einerseits individuell, andererseits in Kombination funktionierten. „Ein Layer basierte auf Spots“, sagt Wenzel, „das andere auf Washes und für das dritte waren acht High End Systems Zeo-Scheinwerfer zuständig.“

ZEO

Der neue, Ende 2024 von ETC vorgestellte Scheinwerfer hat in seiner noch jungen Vita bereits bei mehreren großen Produktionen für Furore gesorgt. Beispielsweise im Februar bei der Halftime Show in New Orleans oder kürzlich in Las Vegas bei einem Konzert von Rock-Urgestein Sammy Hagar. Jetzt hat das leistungsstarke (30.000 Lumen), optisch markante und vielseitig verwendbare Moving Light auch beim Haldern Pop visuelle Akzente gesetzt. Rolf Wenzels Plan ging damit auf: „Ich habe mir den Zeo extra ausgesucht, weil er auf Grund seines großen Reflektors eine völlig andere Optik mitbringt und für einen neuen Look sorgt und dazu trotzdem enormen Output liefert.“ Spätestens nach der gelungenen Haldern Pop-Produktion sei Wenzel ein „erklärter Fan“ des Zeo.
Der quadratisch gestaltete Zeo ist als Blinder oder Stroboskop einsetzbar und liefert gleichzeitig scharfe Beams, Washes und Effekte.

Stage Hog

Für kaum weniger Begeisterung beim routinierten Lichtdesigner hat bei der 42. Haldern-Pop-Ausgabe die nagelneue Stage Hog-Konsole gesorgt. Ursprünglich als Backup-Pult für eine Hog 4 vorgesehen, konnte Wenzel der Versuchung nicht widerstehen: „Am letzten Festivaltag haben wir sie als Main-Konsole ausprobiert – und waren alle sehr, sehr zufrieden damit.“ Sie sei stabil und problemlos gelaufen und das Handling sei makellos. „Ein weiterer Vorteil ist“, so Wenzel, „dass man einfach die bestehende Hog 4-Show nehmen und sie mit Software Version 5 in die Stage Hog laden kann. Fertig. Man muss nichts verändern oder importieren.“ Den Datenfluss habe man über ein High Speed Luminex-Netzwerk realisiert, welches Licht, Intercom und teilweise Video und Midi zwischen Bühne und FOH stabil übertragen hat.

Die Stage Hog bietet Lichtschaffenden ein Maximum an Individualität. Sie bietet die gleiche Leistung und die gleichen Handling-Eigenschaften, wie die Tour Hog, zur Hardware gehört allerdings kein Monitor. User können problemlos ihre eigenen vertrauten Bildschirme und weiteres Zubehör in die Hog-Welt integrieren.

Kurz nach den drei August-Tagen im niederrheinischen Haldern zieht Rolf Wenzel ein positives Fazit: „Es war zwar etwas anstrengend“, sagt er, „schließlich mussten wir in den kurzen Umbaupausen für jede Band zusätzliche Setups integrieren. Aber alles lief top.“ So hätten das auch die Lichtdesigner der verschiedenen Acts gesehen: „Die haben sich alle für das Licht-Design und für unseren Service überschwänglich bedankt.“

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Interview mit Rolf Wenzel im Video:

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