Lichtdesigner Ed Warren setzt bei den Warehouse-Shows von Four Tet auf eine zentrale Linie aus motorisierten LED-Bars. Je nach Veranstaltungsort kamen bis zu 138 COLORado PXL Curve 12 von CHAUVET Professional zum Einsatz.
Eine gerade Linie bildet die Grundlage für das Lichtdesign von Ed Warren auf der jüngsten USA-Warehouse-Tour des britischen Elektronikmusikers Four Tet. Aus einer zentralen Reihe motorisierter Lichtsysteme entwickelt der Lichtdesigner geometrische Formen und dynamische Bewegungen, die den Raum visuell verändern und mit der Musik verbinden.
„Ich habe eine lange, gerade Linie aus Lichtsystemen in der Mitte des Raums – sie ist die Show“, erklärt Warren. „Das gesamte Konzept baut darauf auf. Ich nutze die Linie, um Kurven, Formen und Lichtbewegungen zu erzeugen, die viele Menschen so vielleicht noch nicht gesehen haben, und damit die Musik zu ergänzen.“
Die Lichtinstallation wurde für unterschiedliche Veranstaltungsorte adaptiert. Zum Einsatz kamen dabei COLORado PXL Curve 12 von CHAUVET Professional. Die motorisierten LED-Bars ermöglichen es, Lichtflächen und geometrische Muster durch bewegte Elemente zu formen. Trotz unterschiedlicher Raumgrößen blieb das gestalterische Grundkonzept auf der Tour gleich.
Unterschiedliche Raumgrößen, gleiches Lichtkonzept
Die Anzahl der eingesetzten Geräte richtete sich nach den Abmessungen der jeweiligen Tanzflächen und Veranstaltungsräume. Im Brooklyn Storehouse in New York kamen 65 Geräte zum Einsatz, geliefert von Tag Live. Im Mission Ballroom in Denver waren es 32 Einheiten von Brown Note Productions. Beim Portola Festival in San Francisco umfasste die Installation 138 Geräte, bereitgestellt von Felix Lighting.
„Dieses Design ist eine Weiterentwicklung der Shows im Alexandra Palace, die wir im vergangenen Jahr realisiert haben“, sagt Warren. Die Auswahl der Veranstaltungsorte sei gemeinsam mit Kieran Hebden, bekannt als Four Tet, erfolgt. Die Räume hätten mit ihrer länglichen, vergleichsweise schmalen Form gute Voraussetzungen für das Konzept geboten.
Die Programmierung erfolgte über eine ChamSys MagicQ MQ500M. Nach Angaben von Warren ließ sich dieselbe Showdatei für die unterschiedlichen Veranstaltungsorte verwenden. Angepasst wurde vor allem die Länge der Lichtinstallation an die jeweilige Tanzfläche.
„Eine der unerwarteten Stärken dieses Konzepts war, dass es sowohl in kürzeren als auch in längeren Räumen gut funktionierte“, erklärt Warren. „Entscheidend sind die Abmessungen der Tanzfläche. Im Mission Ballroom hatten wir eine 28 Meter lange Lichtlinie über der Tanzfläche, so lang, wie es uns dort erlaubt war. Im Brooklyn Storehouse waren es 61 Meter und beim Portola Festival 138 Meter. Die Längen orientierten sich jeweils an den Tanzflächen. Im Grunde verwendeten wir für jeden Raum dieselbe Showdatei und Programmierung.“
ChamSys MagicQ Remote erleichtert die Einrichtung
Für die Ausrichtung der langen Lichtlinie nutzte Warren zusätzlich eine ChamSys MagicQ Remote. Damit konnte er die Geräte entlang der Installation kontrollieren, ohne das Steuerpult bewegen zu müssen.
Gemeinsam mit Production Manager Josh Rahalski passte Warren die Ausrichtung und Bewegung der Scheinwerfer an. Durch die gezielten Bewegungen entstanden wechselnde geometrische Strukturen. In einer der markanten Szenen schien das Lichtband den Raum von der Mitte aus optisch zu teilen.
„Es war keine bewusste Entscheidung, diesen Effekt zu erzeugen. Ich habe einfach mit den Scheinwerfern experimentiert, bis etwas Interessantes entstand, und das Ergebnis anschließend in der Programmierung gespeichert“, sagt Warren.
Besonders wichtig war ihm eine Lichtfläche, die zunächst schmal entlang der Raummitte verlief und sich anschließend langsam neigte, während sie zunehmend breiter und schneller wurde. Daraus entwickelte sich eine sinusförmige Bewegung, die schließlich den gesamten Publikumsbereich erfasste.
Das Konzept zeigt, wie sich eine einfache lineare Anordnung durch motorisierte Bewegung und präzise Programmierung in eine dynamische Raumgestaltung überführen lässt. Die Lichttechnik übernimmt dabei nicht nur die Beleuchtung, sondern wird selbst zum zentralen Gestaltungselement der Show.
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(Quelle: Pressemitteilung)





