An der Bayerischen Staatsoper werden künstlerische Entwürfe unter hohen technischen und zeitlichen Anforderungen in die Praxis umgesetzt.
Bühnenbilder entstehen projektbezogen, häufig unter engen Fristen und mit individuell gefertigten Bauteilen. Gerade bei Metallteilen kommt es deshalb auf präzise Abläufe und verlässliche Lieferzeiten an.
Für diese Beschaffung nutzt die Bayerische Staatsoper Laserhub. Das Stuttgarter Unternehmen betreibt eine digitale Plattform für individuell gefertigte Metallteile. Nutzer laden ihre CAD-Daten hoch, konfigurieren Material und Bearbeitung und erhalten direkt ein Angebot. Die Fertigung erfolgt über ein Netzwerk externer Partnerunternehmen. Laserhub steuert die digitale Abwicklung von der Anfrage bis zur Lieferung. Für die Bayerische Staatsoper ist das vor allem bei gelaserten und gekanteten Blechteilen relevant, die kurzfristig für den Bühnenbetrieb benötigt werden.
Die Arbeit hinter den Kulissen
Max Kupfer ist Konstrukteur an der Bayerischen Staatsoper. Er überführt die Entwürfe der Bühnenbildner in technisch realisierbare Lösungen. Zu seinen Aufgaben gehören Konstruktion und Berechnung ebenso wie die Begleitung der Fertigung in den Werkstätten und der Montage auf der Bühne. Sein Arbeitsalltag ist entsprechend vielseitig: Konstruktionsarbeit im CAD, Besprechungen mit Gewerken, Ortstermine, Fertigung und Aufbau.
Seit rund sechs Jahren sind Blechteile fester Bestandteil fast jeder Produktion. Extern gefertigte Metallteile werden dabei vor allem in der Schlosserei genutzt. Sie kommen aber auch in anderen Bereichen wie der Tischlerei zum Einsatz, etwa in Form von Beschlägen.
Wenn Kreativität auf kurze Vorlaufzeiten trifft
Bei der Bayerischen Staatsoper unterscheiden sich die Anforderungen deutlich von industriellen Serienprozessen. Im Bühnenbetrieb werden Bauteile in der Regel projektbezogen gefertigt, oft als Einzelteile oder in kleinen Stückzahlen. Neue Inszenierungen stehen dabei unter engen Zeitvorgaben. Änderungen sind auch in späten Projektphasen möglich. Zudem laufen häufig mehrere Produktionen parallel. Für die technische Planung sind deshalb nicht nur Qualität und Passgenauigkeit entscheidend, sondern auch verlässliche Lieferzeiten und belastbare Abläufe.
Bisher war die Beschaffung von Metallteilen mit hohem manuellem Aufwand verbunden. Stücklisten mussten erstellt, Dateien exportiert und Angebote per E-Mail angefragt werden. „Was am meisten Zeit und Nerven gekostet hat, war das Warten auf Rückmeldungen“, erinnert sich Max Kupfer.
Warum die Bayerische Staatsoper mit Laserhub arbeitet
Heute wickelt die Bayerische Staatsoper ihre Metallbeschaffung digital über Laserhub ab, insbesondere für gelaserte und gekantete Blechteile aus Baustahl und Aluminium. Der Bestellprozess ist klar aufgebaut: Konstruktionsdaten werden hochgeladen, Material und Bearbeitung ausgewählt und die Bestellung direkt digital ausgelöst.
Für die Bayerische Staatsoper ist vor allem wichtig, kleine Stückzahlen schnell und präzise zu erhalten. Neue Inszenierungen erfordern flexible Lösungen, oft auch kurzfristige Anpassungen. Hinzu kommt, dass Bestellungen unabhängig von üblichen Geschäftszeiten ausgelöst werden können. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Entscheidungen erst spät am Tag oder am Wochenende fallen. „Ich habe schon öfter Bestellungen am Sonntag um 22 Uhr aufgegeben. Diese Freiheit ist für uns ein echter Vorteil“, sagt Kupfer.
Im Arbeitsalltag zeigt sich der Nutzen der Laserhub-Plattform vor allem in verlässlicheren Abläufen. Wenn externe Metallteile schneller verfügbar sind, bleibt mehr Zeit für die hausinterne Konstruktion, für Abstimmungen und für die Umsetzung. Nach Einschätzung von Max Kupfer hat die Zeitersparnis in der Fertigung die Möglichkeiten in der Bühnenbildgestaltung deutlich erweitert.
Die Ergebnisse
Durch die Zusammenarbeit mit Laserhub haben sich vor allem die Durchlaufzeiten bei der Fertigung von Einzelteilen verkürzt. Gleichzeitig ist die Planung trotz kurzer Vorlaufzeiten verlässlicher geworden. Dass Bestellungen auch außerhalb üblicher Betriebszeiten ausgelöst werden können, schafft zusätzlichen Spielraum und erleichtert den Umgang mit kurzfristigen Anforderungen. So entsteht mehr Freiraum für kreative und technische Lösungen.
Max Kupfer verbindet mit Laserhub „digitales, zukunftsorientiertes Arbeiten“. Für die Bayerische Staatsoper bleibt die Plattform ein wichtiger Baustein bei der Beschaffung von Metallteilen – sowohl für neue Produktionen als auch für künftige Anforderungen.
Links zum Thema:
(Quelle Pressemitteilung)





