The BossHoss touren mit GLP

Für die Sommertour 2026 der deutschen Band The BossHoss setzt Lichtdesigner und Operator Pascal Wagner auf ein maßgefertigtes Floorset aus 24 GLP impression X5 Compact.

Die Movinglights sind in vier speziell angefertigten SixBars mit jeweils sechs Geräten zusammengefasst. Das Design greift die Optik klassischer ACL-Gruppen auf, erweitert diese jedoch um die Bewegungs- und Steuerungsmöglichkeiten moderner Movinglights. Ergänzt wird das Floorset durch vier GLP JDC Burst 1, die als Backdrop-Beleuchtung und für Strobe-Effekte eingesetzt werden.

Die Sommertour umfasst rund 35 Termine zwischen Mitte Mai und Mitte September 2026, überwiegend eigenständige Open-Air-Konzerte. Als technischer Dienstleister für Licht sowie Sonder- und Dekobau ist erstmals die hell begeistert. GmbH aus Ötigheim bei Karlsruhe an der Produktion beteiligt.

Rock’n’Roll-Look mit beweglichen Lichtquellen

Wagner stieß im Herbst zur Clubtour zur Band. Das aktuelle Lichtdesign steht unter dem Motto „Back To The R(B)oots“ und orientiert sich an der Rock’n’Roll-Ästhetik von The BossHoss.

„Ich bin im Herbst zur Clubtour zur Band gekommen. Das Design der aktuellen Tour steht unter dem Motto ‚Back To The R(B)oots‘, also Rock’n’Roll pur. Ich wollte den typischen Rock’n’Roll-Look mit moderner Funktionsvielfalt und hoher Flexibilität verbinden, um bei jeder Show größtmögliche gestalterische Freiheit zu haben“, erklärt Wagner.

Für die SixBars werden jeweils sechs impression X5 Compact vertikal miteinander verbunden. Der als Washlight konzipierte Scheinwerfer kann bei engem Zoom einen gebündelten Beam erzeugen. Wagner nutzt die sechs Geräte deshalb über weite Teile der Show als zusammenhängende Beam-Gruppe.

Anders als bei klassischen ACL-Gruppen lassen sich die einzelnen Movinglights unabhängig voneinander bewegen. Die Beams können parallel ausgerichtet, aufgefächert oder aus der Formation herausgeführt werden. Dadurch verändert sich die charakteristische Form der SixBar während der Show.

In zwei bis drei Songs kommt zusätzlich die Einzelpixelansteuerung der X5 Compact zum Einsatz. Damit werden innerhalb der SixBars weitere grafische Effekte erzeugt.

Sonderbau für den Tourbetrieb

Die hell begeistert. GmbH übernimmt erstmals bei der Sommertour die technische Umsetzung des Floorsets. Das Unternehmen ist auf Lichttechnik, Rigging sowie Sonderkonstruktionen für Liveproduktionen und Veranstaltungen spezialisiert.

Die Idee für die SixBars entstand nach Angaben der Beteiligten bei einem Gespräch auf der LEaT X in München. Nikolai Stefansky von hell begeistert. erinnert sich: „Die Idee entstand in einem spontanen Gespräch mit GLP-Geschäftsführer Udo Künzler, der uns von der FR2 4er-Bar erzählte. Dabei kam uns direkt die Adaption als Sechser-Bar mit X5 Compact in den Sinn, bei denen glücklicherweise derselbe Camlock wie beim FR2 verbaut ist.“

GLP realisierte die verlängerte Bar für das Projekt. Die hell begeistert. GmbH entwickelte und fertigte die für den Tourbetrieb erforderlichen Komponenten nach den Designvorgaben von Pascal Wagner. Dazu gehören unter anderem fahrbare Dollys, Gelenke und Liftkonstruktionen.

Die Konstruktionen wurden statisch berechnet und anschließend von einem Metallbaubetrieb gefertigt. Das Ergebnis ist ein für den täglichen Auf- und Abbau ausgelegtes Floorset.

Höhenverstellbare SixBars für unterschiedliche Bühnen

Die vier SixBars stehen auf fahrbaren Dollys und können über schlanke Liftkonstruktionen auf eine Höhe von bis zu 3,60 Metern ausgefahren werden. Ein speziell entwickeltes Zahnscheiben-Gelenk ermöglicht es, jede Bar individuell zu neigen.

Damit lassen sich die vier Elemente unabhängig voneinander in Höhe und Winkel positionieren. Das Floorset kann so an die unterschiedlichen Abmessungen und Gegebenheiten der Open-Air-Bühnen angepasst werden.

Die asymmetrische Anordnung ist damit nicht statisch vorgegeben, sondern kann für die jeweilige Show neu eingerichtet werden.

X5 Compact als Basis der SixBars

Für die Konstruktion war ein kompakter und vergleichsweise leichter Scheinwerfer erforderlich, der gleichzeitig einen engen Beam und ausreichende Lichtleistung für den Einsatz im Floorset bietet.

„Für diesen Anwendungsfall passt der impression X5 Compact hervorragend: Er ist klein und leicht, liefert aber einen sehr hohen Output. Besonders überzeugen mich die gelungene Tungsten-Simulation im Dimm- und Farbverhalten sowie der enge Beam. Deshalb habe ich das Gerät von Anfang an gezielt ausgeschrieben“, sagt Wagner.

Der GLP impression X5 Compact wiegt 7,5 Kilogramm und verfügt über sieben RGBL-LEDs mit jeweils 40 Watt. Der iQ.Gamut-Farbalgorithmus dient der Farbmischung und ermöglicht eine stufenlose Dimmung. Der Zoom reicht von 3,6 bis 66 Grad und erlaubt sowohl enge Beams als auch Wash-Anwendungen.

Die einzeln ansteuerbaren LEDs ermöglichen Pixel-Mapping und grafische Effekte. Damit wird der Scheinwerfer neben der Beam-Anwendung innerhalb der SixBars auch für zusätzliche Gestaltungsebenen eingesetzt.

Auch für hell begeistert. ist die X-Serie kein neues Produkt im Portfolio. Nikolai Stefansky erklärt: „Die X5 Series bietet große Flexibilität für viele Anwendungen – dank der guten Farbwiedergabe sogar als Kameralicht. Wir setzen seit den Vorgängermodellen impression 90 und X4 auf die impression-Serie und sind auch mit der neuesten Generation sehr zufrieden.“

JDC Burst 1 ergänzt das Floorset

Vier GLP JDC Burst 1 vervollständigen das Lichtsetup der Sommertour. Die IP65-zertifizierten Geräte werden als Backdrop-Beleuchtung und für Strobe-Akzente eingesetzt.

Der JDC Burst 1 kombiniert eine segmentierbare Weißlicht-Strobe-Line mit zwei RGBW-LED-Flächen. Insgesamt stehen 1.200 einzeln steuerbare Pixel zur Verfügung. Ein motorisierter Tilt-Bereich von 185 Grad ermöglicht zusätzliche Bewegungen.

„Die JDC Burst 1 nutze ich als Backdrop-Beleuchtung und Strobe-Kicker. Eine tolle Lampe und an dieser Stelle definitiv die erste Wahl“, sagt Wagner.

Mit der Kombination aus den maßgefertigten SixBars und den JDC Burst 1 verbindet das Lichtdesign der The-BossHoss-Sommertour 2026 eine an klassische ACL-Optik angelehnte Form mit beweglichen Lichtquellen, Pixelsteuerung und variabler Positionierung. Das Floorset lässt sich damit an die unterschiedlichen Open-Air-Bühnen der Tour anpassen und während der Show für verschiedene Lichtbilder nutzen.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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