128 Robe iFORTE, 12 iFORTE LTX und 96 iESPRITE LTL bildeten das zentrale Lichtsystem der europäischen Stadiontour von System of a Down. Das Design von Rob Sinclair wurde von Matt Arthur als Lighting und Show Director umgesetzt und weiterentwickelt.
Die Stadiontour 2026 von System of a Down wurde mit einem umfangreichen Moving-Light-Rig von Robe umgesetzt. Das ursprüngliche Lichtdesign und Konzept entwickelte Rob Sinclair Anfang 2025. Für die aktuelle Tour übernahm Matt Arthur als Lighting und Show Director die weitere Ausarbeitung und Umsetzung des Designs. Während der Europa-Termine war Arthur zudem selbst als Operator für die Lichtsteuerung im Einsatz.
Die Grundlage für das aktuelle Showfile entstand bereits bei der vorherigen Tour. Programmer Andre Petrus entwickelte sie gemeinsam mit Meg Sinclair und Daniel Richardson. Matt Arthur ergänzte das Setup während der Tour um weitere Elemente.
Robe iFORTE und iESPRITE LTL im Stadion-Rig
Das Lichtsystem bestand aus 128 Robe iFORTE, zwölf iFORTE LTX und 96 iESPRITE LTL. Die iESPRITE LTL wurden in Europa als Alternative zu den regulären iESPRITE eingesetzt. Nach einem Vergleichstest im Londoner Lager des Lichtdienstleisters Neg Earth Lights fiel die Entscheidung zugunsten der LTL-Version.
Die Scheinwerfer wurden unter anderem aufgrund ihrer Lichtleistung und ihrer Einsatzmöglichkeiten ausgewählt. Für Matt Arthur spielt zudem die Qualität des Lichtoutputs eine Rolle. „Diese Robe-Produkte der neuesten Generation sind einfach beeindruckend“, sagt er. Gleichzeitig betont er, dass er erst seit Kurzem die Möglichkeit habe, die Funktionen der Robe-Scheinwerfer umfassend einzusetzen.
Das visuelle Konzept der Tour verband Licht und Video eng miteinander. Über der Bühne befanden sich vier gerade 18 Meter lange Traversen mit LED-Bordüren. Sie waren an einem Automationssystem aufgehängt und konnten während der Show unterschiedliche architektonische Anordnungen erzeugen. Jede der vier Traversen war mit 18 iFORTE bestückt.
Diese Scheinwerfer übernahmen wesentliche Aufgaben bei der Ausleuchtung der Band und bei den Lichteffekten. Zusätzlich waren an den beiden Bühnenseiten jeweils acht iFORTE auf dem Bühnenboden positioniert. Weitere 25 iFORTE befanden sich auf kurzen Pre-Rig-Traversen rund um die Band. 15 weitere Geräte waren auf der vorderen Traverse installiert.
Vier der zwölf iFORTE LTX wurden auf einer fünften Traverse hinter den automatisierten Traversen positioniert. Die übrigen acht Scheinwerfer befanden sich auf beiden Seiten der Bühne an Downstage-Leitern. Von dort aus rahmten sie den vorderen Bühnenbereich.
RoboSpot für die Verfolgung der Musiker
Neun der zwölf iFORTE LTX wurden über Robe RoboSpot gesteuert. Sie dienten dazu, die drei vorderen Bandmitglieder gezielt hervorzuheben. Der Schlagzeuger wurde mit den drei fest positionierten LTX beleuchtet. Für die unterschiedlichen Bühnenbilder wurden außerdem verschiedene Positionen programmiert, die mit den Bewegungen der automatisierten Traversen korrespondierten.
Arthur arbeitet bei der Produktion intensiv mit RoboSpot und sieht darin vor allem Vorteile bei der Vorbereitung und Durchführung der Show: „Die Möglichkeit, im Voraus festzulegen, wann Followspots ihre Farbe wechseln, ein- oder ausgeschaltet werden oder stroben, ist ein großer Fortschritt, von dem alle profitieren. Ich muss nicht mehr neun Followspots koordinieren und kann mich dadurch vollständig auf die Show und darauf konzentrieren, dass jede Cue jeden Abend exakt sitzt.“
Als weiteren praktischen Vorteil nennt Arthur den geringeren Bedarf an Arbeiten in großer Höhe während der Show. Auch bei Problemen mit der Kommunikation könne der Operator das Ziel weiter verfolgen. „Keine Fade-ins und Fade-outs, keine Blackouts und Wiederherstellungen und keine Farbwechsel während der Show. RoboSpot macht unsere beiden Aufgaben einfacher und kommt letztlich der Show zugute.“
Neben der Lichtleistung und den Funktionen der iFORTE-Serie waren auch die Farbwiedergabe und die Darstellung von Hauttönen Kriterien für die Auswahl der Scheinwerfer. Arthur hebt außerdem die Weiterentwicklung der Farbmischung hervor, die er als „sehr gut und gleichmäßig“ beschreibt. Hinzu kämen ein umfangreiches Goboset und ein gleichmäßiges Lichtfeld der LED-Engine.
96 iESPRITE LTL hinter der LED-Wand
Im hinteren Bühnenbereich waren 96 iESPRITE LTL hinter einer rund 18 Meter breiten und neun Meter hohen Blow-Through-LED-Wand angeordnet. Die Scheinwerfer bildeten auf zwölf Leitertraversen eine Matrix aus zwölf Reihen mit jeweils acht Geräten.
Die Anordnung ermöglichte sowohl intensive Lichtbilder als auch subtilere, bewegte Effekte. Das Lichtdesign kombinierte dabei harte, kontrastreiche Looks mit fließenden Bewegungen und stellte eine visuelle Verbindung zum Videodesign her.
Ergänzt wurde das Rig durch 104 Strobes und zwölf Blinder, die unterhalb der Ego-Riser positioniert waren. Die drei Robe-Scheinwerfertypen iFORTE, iFORTE LTX und iESPRITE LTL bildeten jedoch die zentrale technische Basis des Lichtsystems.
Einheitliches Fixture-Setup für internationale Tourneen
Matt Arthur arbeitet seit 2017 mit System of a Down zusammen. Für internationale Tourneen setzt er nach eigenen Angaben bevorzugt auf größere Stückzahlen weniger Scheinwerfertypen, statt viele unterschiedliche Geräte zu kombinieren. Gerade bei Produktionen, die in verschiedenen Ländern mit lokalen Technikdienstleistern umgesetzt werden, erleichtere ein möglichst einheitliches Setup die technische Umsetzung.
Die FORTE-Serie bezeichnet Arthur als wichtigen Entwicklungsschritt für Robe. „Sie sind äußerst robust und so hell wie die Sonne“, sagt er. „Im Ernst: Sie haben viel Leistung und haben sich als sehr zuverlässig erwiesen. Außerdem gefällt mir die große, vollflächige Spot-Ästhetik. Ich werde sie definitiv auch künftig spezifizieren.“
Die hohe Lichtleistung war insbesondere angesichts der großen LED-Flächen in der Produktion relevant. Sowohl die iFORTE als auch die iESPRITE LTL konnten sich in diesem Umfeld behaupten. Die Abmessungen der iESPRITE LTL waren zudem für die großflächige Anordnung im hinteren Bühnenbereich geeignet.
Europa-Tour mit ausverkauften Stadion-Shows
Die Europatour startete in Stockholm und lief über einen Monat. Vorausgegangen waren Produktionsproben bei Fly by Nite im britischen Redditch. Zu den Terminen gehörten zwei ausverkaufte Konzerte im Londoner Tottenham Hotspur Stadium und im Stade de France in Paris.
Im Oktober 2026 ist ein weiterer Auftritt in den USA geplant. Im Januar und Februar 2027 soll die Produktion anschließend Australien und Neuseeland besuchen.
Bereits 2025 war System of a Down in den USA und Lateinamerika mit demselben Lichtsystem unterwegs. Das Licht- und Videoequipment wurde dabei von Gateway Production Services bereitgestellt.
Produktionsteam und technische Partner
Lighting Crew Chief Dan Arnold begleitete die Produktion auf der Europatour. Hinzu kam ein sechsköpfiges Team von Neg Earth Lights: Distro-/Dimmer-Techniker Mark „Ethnic“ Cooper, FOH- und Lichttechniker Graham Feast, die Lichttechniker Martin Strods, James Butler und Chloe Boucher sowie RoboSpot- und Netzwerkarchitekt George Pitt. Harry Smith übernahm die Leitung des Teams.
„Sie waren alle großartig“, sagt Matt Arthur über die Crew.
Das Videoequipment für den europäischen Tourabschnitt wurde von 4Wall bereitgestellt. Matisse Desmedt arbeitete als Disguise-Programmer für System of a Down, James Duer übernahm die Live-Kameraregie. Für die Koordination der Produktion auf Tour war Production Manager Paul Binder verantwortlich.
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(Quelle: Pressemitteilung)







