Robe auf Tour mit Billy Strings

Die 2025er Tour des Bluegrass-Musikers Billy Strings, basierend auf dem erfolgreichen Album Highway Prayers aus dem Jahr 2024, umfasste Headliner-Termine in Arenen und Amphitheatern sowie Festivalauftritte und internationale Shows.

Das Lichtdesign stammt von dem in Colorado ansässigen Lichtdesigner Saxton Waller, der 37 Robe iFORTES und 26 MegaPointes als zentrales Element des Lichtkonzepts einsetzte. Für den US-Herbstabschnitt der Tour wurde das Lighting Rig von Bandit Lites aus Nashville geliefert.

Da auf der Bühne bewusst auf Videoelemente verzichtet wurde, lag der visuelle Fokus vollständig auf dem Licht, das die Musik und die Performance der Band unterstützen und strukturieren sollte.

Saxton Waller war vor dieser Tour mehrere Jahre nicht unterwegs, arbeitete jedoch weiterhin in den Bereichen Lichtdesign, Programmierung, Engineering und CAD. Er wurde dem Management von Billy Strings von mehreren Seiten empfohlen, das gezielt nach einem neuen Lichtansatz suchte, der Präsenz schafft und gleichzeitig die Musik in den Mittelpunkt stellt.

„Gewünscht war eine klassische Rock-’n’-Roll-Lichtshow mit Dynamik, Kontrasten und Energie“, erklärt Waller. „Dabei war es wichtig, die musikalische Qualität auf der Bühne zu unterstreichen und gleichzeitig Spannung und visuelle Abwechslung zu schaffen.“

Für diesen direkten Ansatz waren leistungsstarke und vielseitige Scheinwerfer gefragt. Die Wahl fiel auf Robe iFORTE und MegaPointe, nachdem Waller zuvor verschiedene Alternativen geprüft hatte.

Rautenförmige Pods

Zur Strukturierung der Bühne entwickelte er ein architektonisches Konzept mit neun rautenförmigen Pods aus Sondertraversen von Tyler Truss. Vier dieser Elemente waren mittig und hoch geflogen, fünf weitere weiter hinten in niedrigerer Position. Die Pod-Zentren waren mit einer Projektionsfläche bespannt und mit linearen Pixelprodukten eingefasst.

Ergänzt wurde das Setup durch vier geflogene Lichttraversen aus Standardtrussing, wobei auf den vorderen drei Traversen iFORTES und MegaPointes gleichmäßig verteilt waren. Zusätzlich kamen eine Bodentraverse im hinteren Bühnenbereich sowie neun weitere iFORTES direkt hinter der Band zum Einsatz. Diese dienten sowohl der Projektion von Gobos, Farben und Texturen auf die Pod-Flächen als auch der Hintergrundbeleuchtung der Musiker.

Improvisierte Passagen

Da jede Show improvisierte Passagen und längere Jams enthält, setzte Waller auf eine busking-orientierte Lichtsteuerung mit hoher Flexibilität. Er erstellte Cue-Stacks, die jederzeit abrufbar sind, darunter rund 130 verschiedene Looks, viele davon speziell mit iFORTES und MegaPointes. Bestimmte Szenen nutzten alle iFORTES für großflächige Effekte mit Gobos in Richtung Bühnenhintergrund, während MegaPointes mit Frostfilter die Band in diesen Momenten hervorhoben.

Waller bedient das Lichtpult dabei ähnlich wie ein Musikinstrument und reagiert spontan auf Rhythmus und Stimmung der Musik. Dieser Arbeitsstil unterscheidet sich deutlich von streng timecode-basierten Shows und erfordert permanente Aufmerksamkeit.

Vergleichstest vor Tourbeginn

Vor Tourbeginn führte er bei Bandit Lites in Nashville einen Vergleichstest mit rund 16 Beam- und Long-Throw-Scheinwerfern durch. Am Ende bestätigten iFORTE und MegaPointe seine Anforderungen. Besonders schätzt er das Farbmischsystem von Robe sowie die rotierenden und indexierbaren Gobopakete beider Scheinwerfertypen.

Die Showdauer von rund drei Stunden, inklusive einer Pause, stellt hohe Anforderungen an Konzentration und Flexibilität. Mit einem Repertoire von mehreren hundert Songs, wechselnden Setlists und spontanen Soli entwickelt sich das Lichtdesign kontinuierlich weiter und passt sich jeder Show neu an.

Die Arbeit mit Musikern dieses Niveaus beschreibt Waller als inspirierend. Die Qualität der Tour blieb auch in der Branche nicht unbeachtet: Bandit Lites wurde für seine Arbeit an der Billy-Strings-Tour für einen Parnelli Award 2025 nominiert.

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