Follow-Me 3D sorgt bei Train-Tour für durchgängige Bühnenbeleuchtung

Die US-amerikanische Pop-Rock-Band Train hat ihre Nordamerika-Sommertournee „Drops of Jupiter: 25 Years in the Atmosphere“ abgeschlossen.

Anlass der Tour war das 25-jährige Jubiläum des 2001 veröffentlichten Albums „Drops of Jupiter“. Als Support waren Barenaked Ladies und Matt Nathanson mit dabei. Bei insgesamt 40 Konzerten setzte das Produktionsteam auf das Performer-Tracking-System Follow-Me 3D, um die Bandmitglieder unabhängig von ihren jeweiligen Bühnenpositionen gezielt auszuleuchten.

Für das Lichtdesign und die Lichtregie war Joel Wojcik verantwortlich, der seit acht Jahren mit Train zusammenarbeitet. Er entschied sich für ein Follow-Me-System, das von LMG geliefert wurde. Zum Lichtsetup gehörten außerdem 40 Scheinwerfer des Typs Robe iFORTE. Da zu Beginn der Tour noch keine feste Setlist vorlag und der Ablauf der einzelnen Shows variieren konnte, sollten möglichst alle Scheinwerfer flexibel eingesetzt werden. Auf zusätzliche, ausschließlich für die Flächenausleuchtung vorgesehene Washlights verzichtete Wojcik daher.

Flexible Lichtverfolgung bei wechselnden Bühnenpositionen

Wojcik beschreibt die Produktion als Rockshow, bei der das Publikum und das Konzerterlebnis im Mittelpunkt stehen. Die Zuschauer sollen sich auf die Musik konzentrieren können, ohne sich Gedanken über die technische Umsetzung machen zu müssen. Neben Videowänden und IMAG-Kameras kommen verschiedene visuelle Effekte zum Einsatz, die eine präzise Ausleuchtung der Musiker voraussetzen.

Hier zeigte sich laut Wojcik ein wesentlicher Vorteil von Follow-Me 3D: Scheinwerfer lassen sich jederzeit anderen Performern zuweisen oder kurzfristig übernehmen. Bewegen sich Musiker außerhalb ihrer vorgesehenen Positionen, kann die Lichtsteuerung entsprechend angepasst werden.

„Follow-Me hat mir dabei enorm geholfen. Ich kann die Scheinwerfer sofort neu zuweisen, sodass alle wieder vollständig ausgeleuchtet sind“, erklärt Wojcik.

Besonders relevant war diese Flexibilität beim aktuellen Gitarristen der Band. Wojcik bezeichnet ihn als „Überraschungskandidaten“, da er sich während seiner Soli frei auf der Bühne bewegt und dabei auch unerwartete Positionen einnimmt. Mit Follow-Me kann der Lichtdesigner einzelne Scheinwerfer oder ganze Gruppen übernehmen und dem Musiker über die Bühne folgen lassen. Gleichzeitig lassen sich bewegte Lichteffekte um den Gitarristen herum realisieren, ohne die kontinuierliche Verfolgung seiner Position aufzugeben.

Auch die Möglichkeit, größere Scheinwerfergruppen mit unterschiedlichen Bewegungsmustern und Farben zu kombinieren, eröffnete zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Mehr Flexibilität als klassische Verfolgerscheinwerfer

Im Vergleich zu konventionellen Followspots sieht Wojcik vor allem Vorteile bei der Positionierung und Auswahl der Lichtquellen. Während klassische Verfolgersysteme durch die Anzahl der verfügbaren Positionen am FOH und die jeweiligen Lichtwinkel begrenzt sind, können bei Follow-Me mehrere Scheinwerfer übereinander beziehungsweise aus unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden. Ist ein anderer Winkel günstiger, lässt sich kurzfristig auf eine alternative Lichtquelle wechseln.

Durch seine Erfahrung in Theater- und Fernsehproduktionen legt Wojcik besonderen Wert darauf, Künstler aus möglichst vielen Richtungen auszuleuchten. Das soll auch der Bildgestaltung zugutekommen und den Videoinhalten mehr räumliche Tiefe verleihen.

Kalibrierung ohne Probleme im Tourbetrieb

Auch die Einrichtung des Systems verlief laut Produktionsteam weitgehend unkompliziert. Da die meisten Veranstaltungsorte ähnliche Abmessungen hatten, waren nur wenige Anpassungen zwischen den Shows erforderlich. In einigen Hallen musste lediglich die vordere Bühnen-Traverse näher zum Publikum positioniert werden.

Die anschließende Kalibrierung verlief nach Angaben von Wojcik reibungslos. Während der gesamten Tour habe es keine technischen Probleme mit dem Follow-Me-System gegeben.

Positiv bewertet er außerdem die technische Unterstützung während der Tour. Auf Fragen habe das Follow-Me-Team regelmäßig verschiedene Lösungsansätze angeboten. Chris Lose, Designer Relations USA bei Follow-Me, habe ihn dazu ermutigt, sich intensiver mit den Funktionen des Systems auseinanderzusetzen. Für kommende Produktionen plant Wojcik, weitere Funktionen einzusetzen.

Die Tour begleitete Marguerite Laforce als Follow-Me-Technikerin. Wojcik hebt insbesondere ihre sorgfältige Arbeitsweise hervor.

Auch über die Zusammenarbeit mit Train hinaus setzt der Lichtdesigner inzwischen auf das System: „Bei anderen Produktionen plane ich mittlerweile ebenfalls regelmäßig Follow-Me ein. Die einfache Bedienung und die Möglichkeit, unkompliziert weitere Scheinwerfer hinzuzufügen, sind für mich entscheidende Vorteile“, so Wojcik.

Chris Lose sieht den Einsatz bei Train als Beispiel für die Anforderungen an moderne Lichtsteuerung bei tourenden Rockproduktionen: „Die Arbeit von Joel mit Train zeigt, welche Möglichkeiten Follow-Me bei einer dynamischen Rockshow bietet. Entscheidend ist dabei, dass die Band zuverlässig ausgeleuchtet bleibt und das Publikum die Show genießen kann. Scheinwerfer unmittelbar neu zuweisen, für bessere Lichtwinkel kombinieren und Künstler unabhängig von ihrer Position auf der Bühne verfolgen zu können, gibt Lichtdesignern mehr gestalterischen Spielraum. Joel und Marguerite haben hervorragende Arbeit geleistet. Es war eine Freude, sie auf Tour zu unterstützen.“

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(Quelle: Pressemitteilung)

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