Lichtdesigner Fabrice „Tom“ Azoulay setzte bei der Kunstinstallation von JR auf dem Pariser Pont Neuf auf Elation LED-Scheinwerfer. Die Beleuchtung musste sich dabei an eine bewegliche, aufblasbare Architektur, kurze Projektionsdistanzen und die Anforderungen von Augmented-Reality-Anwendungen anpassen.
Für eine Installation des französischen Künstlers JR wurde der Pont Neuf im Juni 2026 temporär in eine begehbare, aufblasbare Höhlenlandschaft verwandelt. Die gemeinsam mit Camille Pajot entwickelte Arbeit entstand zum 40. Jahrestag von „Wrapped Pont Neuf“ von Christo und Jeanne-Claude.
Vom 6. bis 28. Juni konnten Besucher einen rund 120 Meter langen Durchgang unterhalb eines aufblasbaren Berges erkunden. Neben Sound- und Duftelementen waren auch Augmented-Reality-Anwendungen Bestandteil der Installation.
Für Lichtplanung und elektrische Verteilung war CANAL LED verantwortlich. Fabrice „Tom“ Azoulay entwickelte das Konzept gemeinsam mit Lichtprogrammierern und Technikern von Dushow. Vor dem Aufbau auf dem Pont Neuf wurde das Konzept in einer Halle am Flughafen Orly getestet.
Licht für eine bewegliche Architektur
Die aufblasbare Konstruktion von Air Toiles Concept veränderte durch Bewegung kontinuierlich ihre Form. Gleichzeitig standen für die Scheinwerfer teilweise nur 50 Zentimeter bis einen Meter Projektionsabstand zur Verfügung.
Im Inneren kamen Elation Chorus Line 16 zum Einsatz. Die Pixel-Bar-Wash-Scheinwerfer wurden im Zwischenraum zwischen der Stoffhaut und der Bergstruktur positioniert. Ihr motorisierter Zoom von 4° bis 40° und der Tilt-Bereich von 220° ermöglichten die Beleuchtung der rund 120 Meter langen Oberfläche.
Ergänzend wurden Proteus Rayzor 760 eingesetzt. Artiste Picasso Profile übernahmen die konzentrierte Beleuchtung an den drei Bereichen für die Snapchat- und Augmented-Reality-Anwendungen.
Azoulay arbeitete bei der Höhlenbeleuchtung überwiegend mit indirektem Licht. Die weiße Rückseite der Stoffkonstruktion diente als Reflexionsfläche. Dadurch konnten die Formen der Höhle herausgearbeitet werden, ohne dass Scheinwerfer oder Lichtstrahlen deutlich sichtbar waren.
Beleuchtung für Augmented Reality
An den drei Interaktionspunkten musste das Lichtniveau höher sein als im übrigen Innenraum. Gleichzeitig sollte der Kontrast zur Umgebung begrenzt bleiben, damit die Atmosphäre der Installation erhalten blieb und die Augmented-Reality-Anwendungen zuverlässig funktionierten.
Für diese Bereiche kombinierte Azoulay Chorus Line 16, Proteus Rayzor 760 und Artiste Picasso. Die Beleuchtung bestand aus einer Mischung aus Weiß und RGB mit einer leichten Betonung des Rotanteils.
Die geringe Wärmeentwicklung der LED-Technik war angesichts der hohen Temperaturen während des Pariser Sommers ebenfalls ein relevanter Faktor für den Betrieb innerhalb der aufblasbaren Struktur.
Beleuchtung der Außenfläche
Nach Einbruch der Dunkelheit wurde auch die Außenfläche der Installation beleuchtet. Auf zwei zehn Meter hohen Türmen nahe der Seine waren jeweils acht Proteus Maximus installiert. Weitere Proteus Rayzor 760 in zurückgesetzten Bereichen der Brücke ergänzten die Beleuchtung.
Bäume und die umliegende Bebauung schränkten die möglichen Projektionsrichtungen ein. Gleichzeitig musste Streulicht auf die Seine und angrenzende Wohnbereiche begrenzt werden. Die Blendenschieber des Proteus Maximus ermöglichten eine gezielte Begrenzung des Lichtaustritts.
Die Programmierung der Anlage dauerte sechs Tage und zwei Nächte. Nach windbedingten Schäden an der Stoffkonstruktion mussten Teile der Installation demontiert und anschließend erneut aufgebaut und programmiert werden.
Eingesetzte Elation-Scheinwerfer
- 137 × Chorus Line 16
- 24 × Proteus Rayzor 760
- 18 × Proteus Maximus
- 12 × Artiste Picasso
Mehr zu den eingesetzten Fixtures erfahrt ihr unter: www.elationlighting.eu
(Quelle: Pressemitteilung)









