Der in Nashville ansässige Lichtdesigner Chris Lisle setzte im Sommer 2026 bei drei unterschiedlichen Veranstaltungen auf Beleuchtungstechnik von Elation.
Die eingesetzten Systeme kamen auf der Perry’s Stage beim Lollapalooza in Chicago, beim erstmals veranstalteten Daisy Chain Fields Festival in Irvine, Kalifornien, sowie bei der Feier zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag in Nashville zum Einsatz.
Lisle arbeitet seit vielen Jahren als Lichtdesigner und hat sich zunehmend auf Festivals spezialisiert. Unter anderem ist er für Produktionen von C3 Presents tätig. Seine Aufgaben reichen von standardisierten Lichtsystemen für wechselnde Künstlerproduktionen bis hin zu individuell geplanten Bühnenkonstruktionen. Dabei müssen die Rigs sowohl den Anforderungen unterschiedlicher Musikstile als auch den Arbeitsweisen wechselnder Lichtdesigner gerecht werden.
Lollapalooza: Individuelles Lichtdesign für die Perry’s Stage
Das Lollapalooza fand vom 30. Juli bis zum 2. August 2026 im Grant Park in Chicago statt. Für die Perry’s Stage, die dem Programm für elektronische Musik gewidmet ist, entwickelte Lisle ein individuelles Lichtkonzept.
Im Gegensatz zu den beiden Hauptbühnen des Festivals, deren Ausstattung für zahlreiche Headliner und deren Produktionsteams flexibel nutzbar sein muss, bot die Perry’s Stage mehr Spielraum für eine eigenständige Bühnenarchitektur.
„Wenn ich die Möglichkeit habe, etwas Individuelles und Gestalterisches umzusetzen, kann ich über die Architektur des Rigs nachdenken, den Raum gezielt füllen und eine Konstruktion schaffen, die den Künstlern und ihren Lichtdesignern viele Möglichkeiten bietet. Die Perry’s Stage gehört deshalb zu meinen liebsten Projekten, die ich jedes Jahr umsetze“, erklärt Lisle. „Hier kann ich mit dem Budget auch ungewöhnliche Traversenkonstruktionen und Formen realisieren. Gleichzeitig kann ich den Raum gestalten, ohne zusätzliche Produktionsanforderungen der Headliner berücksichtigen zu müssen.“
„Podzilla“ mit Elation Proteus Brutus
Ein prägendes Element des Lichtdesigns 2026 war eine über der Bühne angeordnete Konstruktion, die Lisle „Podzilla“ nannte. Sie bestand aus einem großen zentralen Element mit mehreren kleineren Modulen. An den äußeren Positionen installierte er zwölf Elation Proteus Brutus, die einen zusätzlichen Effektbereich oberhalb der Bühne bildeten.
Der Proteus Brutus ist ein LED-Wash-FX-Scheinwerfer mit einem angegebenen Lichtstrom von 75.000 Lumen. Lisle hatte das Modell bereits bei anderen Produktionen eingesetzt.
„Ich wollte dort oben ein prägnantes Element mit ausreichend Leistungsreserven für markante Effekte haben“, sagt Lisle. „Bei Festival-Rigs ist ein solcher Scheinwerfer nicht selbstverständlich. Häufig beschränkt sich die Ausstattung auf Spot, Wash, Strobe und Blinder. Wenn ich gestalterischen Spielraum habe, setze ich gern auf großflächige Effekte im Luftraum. Dafür ist der Brutus vorgesehen.“
Die von 4Wall bereitgestellten Proteus-Brutus-Scheinwerfer erwiesen sich im Verlauf des Festivals als vielseitig einsetzbar. Einige der gastierenden Lichtdesigner programmierten sie für intensive Beam-Effekte, andere integrierten sie in die Beleuchtung des DJs.
„Das ist das Besondere an meiner Aufgabe: Ich entwerfe das Rig und habe eine Vorstellung davon, wie ich es selbst programmieren und während einer Show einsetzen würde. Am Ende arbeiten aber rund 20 verschiedene Lichtdesigner damit. Jeder bringt seine eigene gestalterische Handschrift ein. Der Brutus hat ihnen dafür ein zusätzliches Werkzeug gegeben“, so Lisle.
Daisy Chain Fields: Lichtarchitektur passend zum Bühnendesign
Beim erstmals veranstalteten Daisy Chain Fields Festival setzte Lisle ebenfalls auf eine individuell entwickelte Lichtkonstruktion. Das von Olivia Rodrigo gegründete und von C3 Presents produzierte eintägige Festival fand am 29. August 2026 im Great Park in Irvine statt. Das Programm auf zwei Bühnen umfasste Künstlerinnen und von Frauen angeführte Musikprojekte, darunter Sarah McLachlan und Stevie Nicks sowie den Überraschungsauftritt von Alanis Morissette. Die Nettoerlöse sollten Organisationen zugutekommen, die Frauen und Mädchen unterstützen.
Die Hauptbühne war mit rosafarbenem Netzgewebe gestaltet. Entlang der Bühnenfront befanden sich Elemente in Knopfoptik; eine große Öffnung im Stoff bildete einen Bogen, den Lisle in die Lichtarchitektur aufnahm.
„Das Bühnendesign prägt diesen Ort entscheidend“, erläutert er. „Entlang der Front befanden sich die knopfartigen Elemente, während das Netzgewebe den vorderen und hinteren Bühnenbereich einrahmte und den charakteristischen Bogen bildete. Daraus ergaben sich interessante Möglichkeiten für die Gestaltung und Ausrichtung der Beleuchtung.“
Lisle verband vordere und hintere Traversen über mehrere Quertraversen miteinander. So entstand ein großformatiger Bogen aus Scheinwerfern. Zum Einsatz kamen 56 Elation Proteus Hybrid Max. Weitere Geräte dieses Typs waren an vertikalen Traversen in den seitlichen Bühnenbereichen montiert. Ergänzt wurde das Setup durch 40 lineare Scheinwerfer vom Typ Elation Rayzor Blade L, die sich über eine Länge von rund 36,6 Metern entlang der Bühnenfront verteilten.
Die Proteus Hybrid Max boten den sechs gastierenden Lichtdesignern unterschiedliche Möglichkeiten für die Programmierung. Das Gerät lässt sich je nach Anwendung als Wash-, Beam- oder Spot-Scheinwerfer einsetzen.
„Der Scheinwerfer kann als Wash, Beam oder Spot genutzt werden. Dadurch kann jeder Lichtdesigner ihn anders einsetzen“, sagt Lisle. „Für mein Konzept bildeten die Geräte einen durchgehenden Lichtbogen. Die Gastdesigner konnten dieselbe Konstruktion übernehmen und ihre eigene Interpretation daraus entwickeln.“
Die Beleuchtungstechnik für Daisy Chain Fields wurde von PRG bereitgestellt.
Nashville: Architekturbeleuchtung für die Feier zum 4. Juli
Eine andere Aufgabenstellung ergab sich für die Feier zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag in Nashville. Bei der Veranstaltung „Let Freedom Sing! Music City July 4th“ übernahm Lisle sowohl das Produktionsmanagement als auch das Lichtdesign für das Veranstaltungsgelände. Die Feierlichkeiten erstreckten sich über die Innenstadt von Nashville, mit Programmpunkten rund um das Nissan Stadium und den Cumberland River.
Statt einer einzelnen Bühne stand die Beleuchtung mehrerer Gebäude und städtischer Strukturen im Mittelpunkt. Am Nissan Stadium sorgten zwölf Elation Proteus Excalibur für Beameffekte im Luftraum. Weitere 52 LED-Wash-Scheinwerfer vom Typ Elation Paladin beleuchteten die Unterseite des Stadions.
Auf der John Seigenthaler Pedestrian Bridge kamen 16 Elation Proteus Maximus zum Einsatz. Zwölf weitere Proteus Maximus und 48 Paladin beleuchteten Gebäude entlang des Broadway.
„Hier ging es darum, Architektur mit Licht zu gestalten“, erklärt Lisle. „Ob die Unterseite des Stadions, die Fußgängerbrücke oder die Gebäude am Broadway – wir wollten die jeweiligen Strukturen mit Licht hervorheben und gleichzeitig mit den Excalibur- und Maximus-Scheinwerfern großflächige Beameffekte in den Himmel projizieren.“
Eine wichtige Rolle spielte dabei die Wirkung aus der Luft. Die Beleuchtung sollte bei Aufnahmen aus Hubschraubern und mit Drohnen die verschiedenen Standorte visuell miteinander verbinden.
„Bei den Aufnahmen aus Hubschraubern und mit Drohnen wollten wir sehen, wie sich die Beams entlang des Broadway, von der Fußgängerbrücke und vom Stadion aus in den Himmel erstrecken“, sagt Lisle. „Die Lichtstrahlen waren rund um die Betrachter sichtbar. Dadurch wurde die gesamte Stadt Teil der Inszenierung.“
Bandit Lites stellte die Elation-Scheinwerfer für die Veranstaltung in Nashville bereit.
IP-Schutz und flexible Einsatzmöglichkeiten
Bei allen drei Produktionen spielte die IP-Schutzart der eingesetzten Scheinwerfer eine Rolle. Gerade bei Open-Air-Veranstaltungen sind die Geräte wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt. Gleichzeitig müssen sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen können – von der Beleuchtung einzelner Künstler über großflächige Bühneneffekte bis zur Inszenierung städtischer Architektur.
Lisle setzt deshalb auf die Proteus-Serie und weitere wettergeschützte Scheinwerfer von Elation. Für ihn ist neben der technischen Ausstattung auch die Zusammenarbeit mit den beteiligten Dienstleistern und Crews entscheidend.
„Jedes dieser Projekte bietet mir eine andere gestalterische Ausgangslage. Die Technik eröffnet mir unterschiedliche Möglichkeiten, mit Licht ein Bild zu entwickeln. Das macht die Arbeit bei Festivals interessant“, fasst Lisle zusammen. „Ich bin den Verleihern und Crews bei allen drei Produktionen dankbar. Gute Teams, zuverlässiger Service und passende Technik machen einen wesentlichen Unterschied.“
Mehr zu den eingesetzen Fixtures erfahrt ihr unter: www.elationlighting.com
(Quelle: Pressemitteilung)





