CHAUVET Professional bei Mary J. Blige Residency

Die am 1. Mai gestartete Residency „My Life, My Story“ von Mary J. Blige im Dolby Live at Park MGM wurde von einem lokalen Kritiker als „weniger ein Konzert, sondern eher wie eine Einladung in das Wohnzimmer eines Menschen“ beschrieben. Die Produktion verbindet intime Momente mit groß angelegten Showelementen.

Lichtdesigner Ryan Healey von 22 Degrees und Setdesigner Shaun Motley schaffen für die neunfache Grammy-Preisträgerin eine visuell vielschichtige Bühne. Die rund zweistündige Show umfasst 42 Songs aus verschiedenen Phasen ihrer Karriere, darunter Titel wie „Family Affair“, „I Can Love You“ und „Real Love“. Ergänzt wird die Performance durch persönliche Geschichten der Künstlerin und zahlreiche Mitsing-Momente mit dem Publikum.

Die Produktion nutzt einen etwa 70 Fuß breiten zentralen Bühnenbereich innerhalb einer insgesamt 120 Fuß breiten Bühne. Ziel der Gestaltung war es, eine Atmosphäre zu schaffen, die zugleich persönlich, flexibel und visuell markant wirkt, um die unterschiedlichen Facetten der Musik und Persönlichkeit von Mary J. Blige widerzuspiegeln.

„Uns war klar, dass die Show zwischen großen spektakulären Bildern und sehr intimen Momenten wechseln musste“, erklärt Healey. „Deshalb war es wichtig, verschiedene Bereiche des Sets unabhängig voneinander aktivieren oder ausblenden zu können.“

Zur visuellen Verbindung der einzelnen Bühnenelemente setzte das Team unter anderem Pixel-Tape an den seitlichen Treppenanlagen sowie Kantenbeleuchtung entlang der Balkone und Musikerpodeste ein. Zusätzliche Tiefe entstand durch Vanish Screens und sogenannte Blow-Through-Fixtures im hinteren Bühnenbereich.

„Dadurch konnten wir Looks entwickeln, die vollständig lichtbasiert, vollständig contentgetrieben oder eine Mischung aus beidem waren“, so Healey weiter. „Die Größe der Bühne war innerhalb des Budgets eine Herausforderung. Umso wichtiger war es, die eingesetzten Scheinwerfer so zu nutzen, dass die Bühne möglichst groß wirkt.“

Das Setup

Zum Lighting-Setup gehörten unter anderem 110 motorisierte COLORado PXL Bar 16, 54 Color STRIKE M Strobe-Washes sowie 59 Rogue R2X Wash IP Fixtures von CHAUVET Professional. Insgesamt kamen 223 Geräte des Herstellers zum Einsatz. Geliefert wurde das Equipment von Volt Lites, einem langjährigen Partner vieler Produktionen von Healey.

Die COLORado PXL Bar 16 bezeichnet Healey als „zentrales Arbeitstier des Rigs“. Die Geräte wurden auf mehreren Ebenen der Bühne verteilt, unter anderem an den Treppen, vor den Musikerpodesten, entlang der Balkone sowie an den Videowänden. „Sie ermöglichten weiche, flächige Looks mit umfangreicher Pixelkontrolle, konnten aber ebenso fokussierte Beam-Effekte erzeugen“, erklärt Healey. Dadurch ließen sich komplette Gruppen der Fixtures als Lichtvorhänge für einzelne Songs einsetzen.

Im zweiten Teil der Show kamen zusätzlich vertikal angeordnete COLORado PXL Bar 16 zum Einsatz, um eine neue visuelle Sprache einzuführen. Besonders in Kombination mit den Tänzern entstanden dadurch markante Silhouetten- und Schatteneffekte.

Auch die Color STRIKE M Fixtures wurden gezielt dramaturgisch eingesetzt. Während sie im ersten Song vollständig ausgeschaltet blieben, wurden sie beim Beat-Drop des zweiten Songs erstmals aktiviert. „Ein großer Teil der Wirkung entstand durch die Strike Ms“, so Healey. „Wir konnten sie entweder als zusammenhängendes System nutzen, um Struktur und Geometrie hervorzuheben, oder gezielt für kleinere Akzente einsetzen.“

Die Geräte im oberen Rig-Bereich wurden in einem asymmetrischen Muster angeordnet, das einen bewussten Kontrast zu den linearen Elementen der unteren Ebene bildete. In Verbindung mit den seitlichen Lichtleitern entstand so die Wirkung eines großformatigen, kantigen Lichtbogens über der Bühne.

„Es war wichtig, die Bereiche links und rechts oberhalb der Side-Screens im gleichen Winkel wie das Set auszuleuchten“, erklärt Healey. „Dadurch wurde das Gesamtbild vervollständigt. Wenn alle Strobes aktiv sind, erkennt man die Form und Geometrie des gesamten Rigs besonders deutlich.“

Die Crew

Die Rogue Fixtures kamen erst im dritten Akt der Show zum Einsatz. „Es war schwierig, diese Effekte über zwei komplette Akte zurückzuhalten, aber genau dadurch war die Wirkung im Finale deutlich stärker“, sagt Healey. Er bedankte sich außerdem bei Jeff Obrien von Volt Lites, Harrison Lippman, Matt Shimamoto, Scot Roper II sowie Lichtdesignerin Gina Manago.

Besonders hob Healey die Zusammenarbeit mit Programmer Joe Holdman hervor: „Ohne Joe würde die Show nicht so aussehen, wie sie heute aussieht. Er hat ein außergewöhnliches Gespür für Musik und ein sehr gutes Auge für Timing und visuelle Details.“

Auch Regisseur Mark Swanhart spielte laut Healey eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Übergänge zwischen den Songs. Gemeinsam mit Shaun Motley entstanden Sequenzen, die entweder zurückhaltend und atmosphärisch oder unmittelbar mit starken Bass- und Lichteffekten in den nächsten Song überleiten.

„Viele Songs von Mary sind sehr textorientiert und ziehen das Publikum emotional hinein. In diesen Momenten haben wir das Set bewusst reduziert oder mit Lichtvorhang-Effekten gearbeitet“, erklärt Healey. „Auf der anderen Seite gibt es große Hits, die Raum für Strobes und Pixel-Effekte schaffen. Wir wollten vermeiden, denselben Effekt zweimal auf die gleiche Weise einzusetzen.“

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(Quelle: Pressemitteilung)

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