„Light of Creation“ inszeniert die Schöpfungsgeschichte

Die Produktion „Light of Creation“ verwandelt die Wiener Votivkirche in eine immersive Licht- und Klangwelt.

Die etwa 30-minütige Show erzählt in sechs Akten die Schöpfungsgeschichte – von der Lichtwerdung über die Trennung der Elemente bis zur Entstehung des Lebens. Produzent und Opernsänger Max Emanuel Cenčić hat dafür ein internationales Kreativteam um sich versammelt: Der EMMY-prämierte Komponist Adam Lukas zeichnet für die Musik verantwortlich, MP-STUDIO unter der Leitung von Marin Petkov für den Videopart, das Lichtdesign stammt von Georg Fuchs. Gemeinsam schufen sie ein Erlebnis, das sakrale Architektur und moderne Showtechnik zu einer schlüssigen und bewegenden Erzählung verbindet.

Der Kirchenraum als gestalterische Bedingung

Die neugotische Votivkirche ist dabei weit mehr als bloße Kulisse. Architektur, Proportionen und Material bestimmen maßgeblich, wie Licht, Projektion und Technik eingesetzt werden können. Für die Macher war schnell klar, dass sich die Show respektvoll in die vorhandene Substanz einfügen muss. Sichtbare technische Elemente wurden deshalb gezielt zurückgenommen: Scheinwerfer im Publikumsbereich erhielten maßgefertigte Verkleidungen, Traversenkonstruktionen wurden als Sonderanfertigungen gestaltet und formal an die Linien und Ornamente des Kirchenraums angelehnt.

Vor diesem Hintergrund ergab sich das Anforderungsprofil an das eingesetzte Equipment beinahe von selbst: kompakte Bauformen, leiser Betrieb, hohe Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb und eine Lichtqualität, die den Raum modelliert, ohne ihn zu überzeichnen.

Lichtgestaltung im Altarraum

Der Großteil des Lichtdesigns in der Kirche basiert auf statischen Scheinwerfern. Im Zentrum der Gestaltung steht der Altarraum, der dramaturgisch den Kern der Schöpfungserzählung bildet. Hier ergänzt Lichtdesigner Georg Fuchs das Setup gezielt um sechs Martin MAC Aura XIP sowie sechs Prolights Astra Hybrid330 für zusätzliche Flexibilität. Diese Geräte übernehmen sowohl die differenzierte Ausleuchtung des Altars als auch die Anbindung an die großformatigen Projektionen, die sich über den gesamten Kirchenraum erstrecken.

Martin MAC Aura XIP

Die Martin MAC Aura XIP Washlights sind in erster Linie für die atmosphärische Modellierung des Altars verantwortlich. „Mit den MAC Aura XIP variiere ich die Wahrnehmung des Altars über Winkel, Intensitäten und Farbstimmungen. Die Farbmischung der Geräte ist so sauber, dass Licht und Videocontent vollkommen verschmelzen – die Looks wirken wie aus einem Guss“, sagt Fuchs.

Der MAC Aura XIP erweitert Martins Aura-Serie um ein wettergeschütztes Washlight mit IP54-Klassifizierung, Mit einem Gewicht von nur 8,95 Kilogramm, sieben einzeln ansteuerbaren 60 Watt RGBW-LEDs und dem charakteristischen Aura-Filament-Effekt bietet das Gerät eine breite Palette kreativer Möglichkeiten – von Direct-View-Anwendungen über subtile Flächenbeleuchtung bis hin zu kräftigen Mid-Air-Effekten. Der Zoombereich von 6,3 bis 50,4 Grad erlaubt eine Anpassung an unterschiedliche Distanzen und Bildausschnitte, was im komplexen Raumgefüge einer Kirche ein großer Vorteil ist.

Prolights Astra Hybrid330

Für markante Akzente, vertikale Raumzeichnung und die Betonung architektonischer Details setzt der Lichtdesigner auf das Moving Light Astra Hybrid330 von Prolights. Ein ausschlaggebender Grund für diese Wahl sei die Performance des Geräts auch ohne Haze – ein entscheidender Faktor in einem sakralen Umfeld, in dem Nebel nicht immer gewünscht oder möglich ist. „Die Astra Hybrid330 Moving Lights liefern auch ohne Haze einen klaren Beam. Im Spotmodus hebe ich damit Fresken an der Kirchendecke hervor oder erzeuge während des Einlasses subtile Texturen im Raum“, erläutert Georg Fuchs. „Die Geräte schaffen damit bereits vor Beginn der eigentlichen Show eine stimmige Atmosphäre.“

Der Astra Hybrid330 ist ein kompaktes Hybrid-Moving-Light, das Beam-, Spot- und Wash-Funktionen in einem Gerät vereint. Eine leistungsstarke LED-Engine, ein lineares optisches System mit Zoombereich von 3 bis 50 Grad und eine 140 Millimeter große Frontlinse ermöglichen sowohl enge Beams als auch weite, flächige Looks. Hinzu kommen eine CMY-Farbmischung, drei Farbräder, rotierbare und feste Gobos, ein Animationsrad sowie zwei gleichzeitig nutzbare Prismen, die eine große Effektvielfalt eröffnen. Das Gerät ist auch in akustisch sensiblen Umgebungen wie Kirchen hervorragend einsetzbar.

Showsteuerung mit grandMA3 und Medienservern

Gesteuert wird das gesamte Lichtsystem über ein grandMA3 System. Programmiert wurde die Show auf einer grandMA3 light, das Playback läuft auf einer grandMA3 compact. Das Videosystem basiert auf mehreren Medienservern, die alle Video- und Audiosignale ausgeben und zugleich den Timecode liefern, der die grandMA3-Steuerung synchronisiert. Auf diese Weise laufen Licht, Projektion und Ton exakt zusammen. Für den Betreiber ist die Bedienung bewusst schlank gehalten: Ein Stream Deck ermöglicht es, die Show mit einem Tastendruck zu starten und zu stoppen, ohne sich in der Tiefe mit der Komplexität der Steuerung auseinandersetzen zu müssen.

Fuchs beschreibt den Vorteil der grandMA3-Software: „Selection Grid, MAtricks und Recast Preset haben die Programmierung enorm beschleunigt.“ Da im Vorfeld für die Planung und Visualisierung mit einem dreidimensionalen Modell der Kirche in Vectorworks gearbeitet wurde, spielte auch der MVR-Workflow eine wichtige Rolle. Fuchs erklärt: „Der Import und Export der Daten zwischen Vectorworks und grandMA3 hat den Übergang von der Planung in die Programmierung extrem erleichtert.“

Unterstützung durch Lightpower

Die Entscheidung für die Martin MAC Aura XIP und Prolights Astra Hybrid330 Scheinwerfer fiel nicht zufällig. Gemeinsam mit Max Emanuel Cenčić führte Fuchs mehrere Shootouts durch, bei denen verschiedene Geräte hinsichtlich Lichtqualität, Flexibilität, Baugröße und Wirkung im Raum gegeneinander abgewogen wurden. Neben Leistungsfähigkeit und Farbtauglichkeit war vor allem wichtig, dass die Scheinwerfer im Kirchenraum nicht zu voluminös wirken und sich optisch zurücknehmen. Die MAC Aura XIP und Astra Hybrid330 erfüllten diese Anforderungen und passten zugleich zum gewünschten dramaturgischen Konzept.

Das Lightpower Team in Österreich begleitete das Projekt von Anfang an und beantwortete alle technischen Fragen schnell und kompetent. Für Fuchs war insbesondere die verlässliche Erreichbarkeit der Lightpower-Mitarbeitenden in Ansfelden wichtig, die das Projekt betreuten.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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