Cameo als Teil des Lichtdesigns in der Arena di Verona

Der Anlass – Olympische Winterspiele. Und mittendrin ein Lichtdesign-Team, das mit 750 Cameo Fixtures arbeitet, die noch gar nicht auf dem Markt sind.

Die Bühne – ein 2.000 Jahre altes römisches Amphitheater und UNESCO Weltkulturerbe. Das Publikum – Millionen Menschen weltweit. Der Anlass, die bedeutendsten Winterspiele der Welt. Und mittendrin ein Lichtdesign-Team, das mit 750 Exemplaren eines Produkts arbeitet, das noch gar nicht auf dem Markt ist.

Die Arena di Verona im Februar 2026: Das berühmte Amphitheater wird zur Kulisse für zwei Zeremonien, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Erst der feierliche Schlusspunkt der bedeutendsten Winterspiele der Welt – ein Moment des Abschieds und Würdigung der besten Athletinnen und Athleten. Wenige Tage später dieselbe Bühne, dieselbe Technik, aber ein völlig neues Gefühl: die Eröffnung der Winterspiele für Para-Athletinnen und Para-Athleten, ein Aufbruch voller Energie und Vorfreude. Beide Male dieselbe Arena, dieselbe Technik und dennoch zwei Ereignisse, die für sich stehen.

Was das Publikum während dieser zwei Ereignisse erlebt, ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit der italienischen Produktionsfirma Filmmaster, direkt beauftragt von den Organisationskomitees, dem Mailänder Designstudio Giò Forma und dem Lichtdesign-Team von Blearred Milano. Alle Beteiligten erschufen eine Inszenierung, die weit über den Sport hinauswirkte. Fabrizio Audagnotto, Executive Producer Ceremonies von Filmmaster sagt dazu: „ ‚Beauty in Action‘ – Schönheit in Bewegung, in allen ihren Formen. Das war unser Versprechen an die Welt. Die Arena di Verona zum ersten Mal in der olympischen Geschichte als immersive Bühne zu verwandeln und dabei Tanz, Musik, Technologie und Italiens kulturelles Erbe zu einem einzigen Moment zu verweben. Das gelingt nur, wenn jeder Partner diese Vision wirklich versteht. Auf der Bühne sieht man das Licht. Was man nicht sieht, ist das Vertrauen, das dahinter steht.“

Licht als Gestaltungselement

Claudio Santucci, Set Designer und Gründer des Mailänder Designstudios Giò Forma, wusste es von Anfang an: „Licht ist ein strukturelles Element des Bühnenbilds – kein nachträglicher Gedanke. In der Arena di Verona standen wir vor der Herausforderung, den Hintergrund entlang der Ränge der Arena zu gestalten – eine besonders heikle Aufgabe, da jeder Eingriff dort zwangsläufig eine Balance erforderte: zwischen der Aufwertung des historischen Ortes und der Integration zeitgenössischer Technologie. Wir haben den Hintergrund daher als leuchtende Leinwand reinterpretiert, die sich über die Ränge der Arena erstreckt, und dabei ein vielseitiges Beleuchtungssystem mit großer visueller Wirkung eingesetzt. Auf diese Weise wird Licht zu einem echten szenografischen Werkzeug, das Raum, Tiefe und Dramaturgie formt – ohne auf zusätzliche physische Strukturen angewiesen zu sein. Um dies zu erreichen, haben wir Cameo in den Prozess eingebunden und damit den entscheidenden Impuls für die Lichtdesigner von Blearred gegeben. Gemeinsam haben wir die Arena in das visuelle Herzstück des Projekts verwandelt: eine immersive Kulisse, in der Licht, Architektur und Design zusammenfließen und jede Aufführung aufwerten und verstärken.“

Neue Blickwinkel

Für Blearred galt es, zwei aufeinanderfolgende Live-Produktionen mit nahezu identischem Bühnen- und Techniksetup einheitlich und doch individuell zu gestalten: „Unsere größte Herausforderung bestand darin, Wiederholungen so weit wie möglich zu vermeiden und jeder Zeremonie eine eigene emotionale Note zu verleihen“, erläutert Ivan Russo, Technical Project Manager und einer der Gründer von Blearred. „Es ging darum, den Blick der Zuschauer neu auszurichten und gleichzeitig eine einheitliche Grundstimmung zu vermitteln.“

Blearred suchte nach Mitteln, die sowohl gestalterisch als auch praktisch funktionieren. Die kreativen Ideen verlangten nach einer Lichtarchitektur, die den Raum inszeniert, nicht nur die Bühne. Nach Licht, das Tiefe schafft und Rhythmus gibt. Und nach Lösungen, die robust genug sind, um den anspruchsvollen Bedingungen einer monumentalen Open-Air-Location standzuhalten, ohne dass der Schutz des historischen Mauerwerks die Produktion unnötig einschränkt.

Eine Frage des Vertrauens

Der Hinweis von Giò Forma führte das Blearred-Team direkt ins hessische Neu-Anspach, an den Hauptsitz der Adam Hall Group: „Als wir die OTOS L16 das erste Mal sahen, war das Produkt noch nicht auf dem Markt“, erinnert sich Jordan Babev, Lighting Designer und Mitgründer von Blearred. Dass sich das Team trotzdem auf die neue IP65 Moving Bar von Cameo festlegte, zeigt, welches Vertrauen das Studio in das Produkt und die Marke setzte. „Das Cameo Team hat nie einen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie die OTOS L16 in solch hohen Stückzahlen für die Shows liefern können. Das war für uns entscheidend.“

Für Nicolò Maffeis, Lighting Programmer bei Blearred, spielen die knapp 750 Cameo OTOS L16, die im Halbrund des Amphitheaters auf den antiken Stufen verteilt wurden, eine entscheidende Rolle in der kreativen Umsetzung: „Die OTOS L16 sind das auffälligste visuelle Element in beiden Zeremonien.“ Blearred setzt die IP65-zertifizierten Moving Bars sowohl für farbige Flächenlooks als auch für symmetrische Effekte und Lichtakzente mit starker Tiefenwirkung ein.

Bleibende Erinnerungen

Am Ende geht es bei Zeremonien dieser Größenordnung nicht um einzelne Effekte, sondern um das, was beim Publikum hängen bleibt. „Ich würde mir wünschen, dass sich das Publikum vor allem an die Emotionen erinnert, die es beim Zuschauen im Fernsehen oder live in der Arena gefühlt hat“, kommentiert Ivan Russo. Jordan Babev blickt bereits weiter nach vorn: „Ich stelle mir vor, wie wir als Team in zehn Jahren an einem Tisch sitzen und mit Stolz auf diese Erfahrung zurückblicken, die wir mit Millionen von Menschen geteilt haben.“

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(Quelle: Pressemitteilung)

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