„Eine eigene Welt zu erschaffen erfordert Mut.“ Dieses Zitat von Georgia O’Keeffe bildet einen passenden Bezugspunkt für die künstlerische Entwicklung von Arthur Hill.
Der 26-jährige Künstler hat sich vom Musik-Comedy-Podcaster zu einem international tourenden Act entwickelt und greift dabei konsequent auf persönliche Inspirationsquellen zurück.
Creative Director Liam Griffiths und das Team von Vision Factory setzten diese kreative Handschrift im März bei einem ausverkauften Konzert in der OVO Arena Wembley um. Die Produktion schuf eine immersive Umgebung, die trotz der Größe der Location eine intime Atmosphäre vermittelte.
Szenografie zwischen Intimität und Raumwirkung
Gemeinsam mit Scenic Designer Flora Harvey, dem Content Creator Midnight Movement Studio sowie Tour- und Produktionsleiter Joseph Carter entwickelte das Team ein Bühnenbild mit klarer gestalterischer Linie. Elemente wie eine üppig gestaltete Gartenlandschaft und eine isoliert platzierte rote Tür prägten die visuelle Erzählung und erzeugten eine bewusst reduzierte, beinahe surreale Umgebung.
„Anstatt die Größe der Arena in den Vordergrund zu stellen, richtete sich der Fokus nach innen und konzentrierte sich auf eine abstrahierte Landschaft“, erklärt Griffiths. „Die erhöhte Gartenplattform und einzelne architektonische Elemente wie die Tür erzeugten ein Gefühl von Abgeschiedenheit. So konnte die Performance persönlich wirken, ohne von der Dimension des Raumes dominiert zu werden.“
Lichtdesign als zentrales Gestaltungselement
Die Lichtgestaltung spielte eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Konzepts. Verantwortlich dafür waren LD Desk Job, Lighting Programmer und Video-Spezialist Louis Choisy sowie das Lichtteam bestehend aus James Hind, Ben Beverly, Rob Kovacs und Ellis Canwel. Insgesamt kamen 86 Scheinwerfer von Chauvet Professional zum Einsatz, bereitgestellt von Colour Sound Experiment.
Zum Setup gehörten 37 Maverick Storm 4 Profile sowie 49 Color STRIKE M motorisierte Strobe-Wash-Geräte. Die Maverick-Scheinwerfer wurden oberhalb der Videowand sowie spiegelbildlich am Boden und im vorderen Bühnenbereich positioniert. Sie dienten sowohl als Hauptlichtquelle als auch für Effekte, strukturierten die Szene und setzten gezielte Akzente bis in den Zuschauerraum.
Die Color STRIKE M Geräte wurden in einer diamantförmigen Traversenkonstruktion angeordnet, die das zentrale Bühnenpodest visuell aufgriff. Je nach Showmoment kamen sie als gestalterisches Element oder zur Rahmung des Bühnenraums zum Einsatz.
Visuelle Dramaturgie durch Licht und Kontrast
„Licht war entscheidend, um die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen“, so Griffiths. „Wir haben gezielt mit Kontrasten, Lichtführung und Negativraum gearbeitet, um die Bühne zu definieren.“
Starke Gegenlichtsituationen und seitliche Beleuchtung erzeugten Silhouetten und isolierten einzelne Momente, während weichere Lichtflächen eine filmische Wirkung unterstützten. Das Zusammenspiel von Licht und Schatten lenkte gezielt die Aufmerksamkeit des Publikums, ohne alle visuellen Ebenen gleichzeitig offenzulegen.
Zusätzlich verstärkten monochrome Farbflächen die narrative Wirkung. In bestimmten Passagen wurde der Hintergrund bewusst reduziert, sodass der Fokus auf den Darstellenden lag. „Durch den Einsatz tiefer monochromer Lichtstimmungen konnten wir die Umgebung visuell zurücknehmen“, erklärt Griffiths. „Das schafft Klarheit und Nähe, insbesondere in großen Venues. Gleichzeitig entsteht ein Kontrast zu dynamischeren Szenen, wenn sich der Raum wieder öffnet.“
Teamarbeit hinter der Produktion
Die Umsetzung der Produktion erforderte die Zusammenarbeit zahlreicher Gewerke. Zum Team gehörten unter anderem FOH Engineer Simeon Clark, Monitor Engineer Nat Hopking, Rigger James Box, die Systemtechniker Mark Pantlin und Matt Benton sowie Flanagan Camera Director Jonathan Chard. Ergänzt wurde das Team durch Video Crew Chief Ian Lidstone und die Kameraoperatoren Sam Osbourne, Ashley Harris, Pete Wilms und Paul Barry.
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(Quelle: Pressemitteilung)





