Allen & Heath dLive beim Woodstock der Blasmusik

Beim Woodstock der Blasmusik 2026 kamen Allen & Heath dLive Systeme für FOH und Monitor zum Einsatz.

Der Veranstaltungsdienstleister session pro stellte dafür zwei S7000 und zwei S3000 Oberflächen sowie DM64U MixRacks bereit. Ergänzt wurde das Setup durch ein SQ-Rack als Moderationspult.

Rund 110.000 Besucherinnen und Besucher kamen 2026 zum Woodstock der Blasmusik nach Ort im Innkreis in Österreich. Mehr als 150 Bands standen auf den Bühnen des Festivals. session pro begleitet die Veranstaltung bereits seit 2012 technisch und verantwortete auch in diesem Jahr Teile der Ton- und Lichttechnik.

Zwei Bühnen, vier Pulte, ein System

Das Festival-Setup mit zwei Bühnen erforderte eine flexible Signalverteilung zwischen FOH und Monitor. Insgesamt wurden zwei FOH-Positionen und zwei Monitorplätze mit dLive Oberflächen besetzt.

Als zentrale Komponenten kamen zwei DM64U MixRacks zum Einsatz. Dadurch konnten Kanäle und Funkstrecken zwischen den verschiedenen Positionen gemeinsam genutzt werden. Bei Bedarf ließen sich Funkstrecken einer Bühne digital auf die jeweils andere Seite umpatchen, ohne eine physikalische Neuverkabelung vornehmen zu müssen.

Alexander Schad von session pro beschreibt die Anforderungen: „Wir haben eine Doppelbühne. Wir haben also zwei FOH-Plätze, zwei Monitorplätze, aber wir müssen auch Kanäle beziehungsweise Funkstrecken zwischen beiden Plätzen teilen können.“

Neben der Systemarchitektur hebt Schad den Workflow der dLive Oberflächen hervor. Auch Gast-Engineers sollen sich nach einer kurzen Einweisung mit den Pulten zurechtfinden können.

„Wenn du als fremder Engineer auf ein Festival kommst, kennst du die Konsole nicht und musst erstmal schauen, was wie funktioniert. Bei dLive merke ich immer wieder: Gast-Engineers können die Pulte sehr schnell bedienen.“

Nach der Übergabe könnten die jeweiligen Engineers unmittelbar mit dem System arbeiten. Schad berichtet dazu: „Oft höre ich dann: ‚Das war wie heimkommen.‘“

Unterschiedliche Samplingraten im selben Setup

Eine weitere Anforderung ergab sich durch die Anbindung eines Ü-Wagens. Für die FOH-Anwendung arbeitete session pro mit 96 kHz, während der Ü-Wagen mit 48 kHz betrieben werden sollte.

Schad löste die Anbindung über die MADI-Karte: „Meine Slots waren voll und ich musste noch den Ü-Wagen anbinden. Also habe ich die MADI-Karte geteilt: einmal Ü-Wagen, einmal FOH. Beim FOH war ich aber bei 96 kHz, der Ü-Wagen wollte 48 kHz.“

Die dLive Architektur ermöglichte nach seinen Angaben den Betrieb mit den unterschiedlichen Samplingraten. Für das Festival war dies insbesondere aufgrund der vorhandenen Systemkonfiguration relevant.

SQ-Rack als zusätzliches Moderationspult

Neben den beiden FOH- und Monitorbereichen benötigte session pro ein eigenständiges System für Moderations- und Notfallansagen. Das zusätzliche Pult sollte auch während Change-overs oder beim Laden von Projekten unabhängig vom laufenden FOH-System eingesetzt werden können.

Dafür kam ein SQ-Rack von Allen & Heath zum Einsatz. „Wir brauchten ein Moderationspult, das unabhängig von den beiden FOH-Pulten arbeitet, damit wir auch beim Change-over oder beim Laden von Projekten ein laufendes System haben, um beispielsweise Notfall-Ansagen zu machen.“

Das SQ-Rack ließ sich laut Schad in die bestehende Systemumgebung integrieren: „Gar kein Problem, es gibt von Allen & Heath das SQ-Rack. Plug-and-play, funktioniert sofort und fügt sich nahtlos in unser bestehendes System ein.“

Latenz als Faktor für Monitoring und Spielgefühl

Neben Bedienung und Systemflexibilität spielt für session pro auch die Latenz eine Rolle. Schad beobachtet nach eigenen Angaben, dass Musizierende Unterschiede bei der Systemlatenz wahrnehmen können, insbesondere bei empfindlichen Monitoring-Situationen.

Musikerinnen und Musiker hätten bei Veranstaltungen teilweise von einer verbesserten Verständlichkeit beziehungsweise einem aufgeräumteren Eindruck berichtet, wenn ein Allen & Heath System eingesetzt wurde.

Schad sieht dabei insbesondere bei Jazz- und Klassikproduktionen einen Zusammenhang mit der Latenz: „Gerade bei sensiblen Musikern in Jazz oder Klassik läuft es oft auf eines hinaus: Latenz. Das ist etwas, worin sich Pulte unterscheiden. Sound ist eine Empfindungsfrage, aber Latenz ist etwas, das Musizierende deutlich wahrnehmen, weil sich da im Ohr viel ändert.“

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(Quelle: Pressemitteilung)

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