Das historische Lobero Theatre in Santa Barbara, Kalifornien, hat seine Beleuchtungsanlage mit 20 Elation Fuze Max Profile erweitert.
Das Lobero Theatre in Santa Barbara blickt auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück. Um die technische Ausstattung des Hauses an die Anforderungen heutiger Produktionen anzupassen, wurde die bestehende Beleuchtungsanlage grundlegend erweitert. Zum Einsatz kommen nun 20 Fuze Max Profile von Elation. Vier weitere Geräte hält das Theater als Reserve vor.
Das 1873 vom italienischen Einwanderer José Lobero als Opernhaus gegründete Theater verfügt über 604 Sitzplätze. Es gilt als das älteste durchgehend betriebene Theater Kaliforniens und als das viertälteste Theater der USA. Neben seiner Architektur ist das Haus für ein vielseitiges Programm bekannt, das lokale und internationale Musikproduktionen, Tanz, Ballett und Oper umfasst. Allein Opera Santa Barbara zeigt dort jährlich drei aufwendige Opernproduktionen.
Für Lichtdesigner Brad Spaulding, der seit 2019 zum technischen Team des Hauses gehört, war die Modernisierung der Beleuchtungstechnik ein längerer Prozess. Bislang bestand die Anlage überwiegend aus konventionellen Stufenlinsen- und PAR-Scheinwerfern. Spaulding brachte zunächst eigene Erfahrungen mit Moving Lights ein und konnte schließlich den technischen Direktor Todd Jared sowie den Vorstand des Theaters von einer umfassenderen Modernisierung überzeugen.
Bei der Auswahl der neuen Geräte wurden Scheinwerfer verschiedener Hersteller in Vergleichstests untersucht. Die Entscheidung fiel auf den Fuze Max Profile von Elation.
Gewicht und Lichtleistung als Auswahlkriterien
Eine besondere Herausforderung stellte die vorhandene Bühneninfrastruktur dar. Das Theater arbeitet mit einer klassischen Theaterkontergewichtszuganlage, bei der die zulässige Belastung der Zugstangen begrenzt ist.
„Ich brauchte einen Scheinwerfer, der hell genug, aber gleichzeitig leicht genug ist“, erklärt Spaulding. „Wir verwenden eine herkömmliche Kontergewichtszuganlage, die das Gewicht begrenzt, das wir auf die Gegengewichte bringen können. Die Fuze Max waren definitiv hell genug und lagen gleichzeitig im benötigten Gewichtsbereich.“
Die 20 installierten Geräte sind auf die verschiedenen Beleuchtungszüge verteilt und bilden eine gemeinsame Grundlage für unterschiedliche Veranstaltungsformate. Die vier Reservegeräte ergänzen den Bestand.
Farbwiedergabe für Theater und Konzert
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl war die Farbwiedergabe. Gerade bei Opern- und Ballettproduktionen müssen Kostüme, Bühnenbilder und Hauttöne möglichst natürlich erscheinen. Der Fuze Max Profile arbeitet mit Elations FullSpectrum-LED-Plattform und einer RGBMA-Farbmischung. Der Hersteller gibt einen CRI von 92 sowie einen variablen Farbtemperaturbereich von 2.400 bis 8.500 Kelvin an. Die Lichtleistung beträgt 21.000 Lumen.
„Mit dem Fünf-Farben-System wird das Spektrum gut abgedeckt. Dadurch werden Farben so wiedergegeben, wie sie aussehen sollen“, sagt Spaulding.
Besonders wichtig ist ihm dabei, dass die Farbwiedergabe nicht zulasten der Lichtleistung geht. „Für Theaterproduktionen brauche ich eine sehr gute Farbwiedergabe. Das bieten die Fuze Max Profile. Bei vielen neueren Scheinwerfern mit zusätzlichem Weißlicht-Chip wird ein Filter eingesetzt, um den CRI zu verbessern. Dabei geht allerdings Lichtleistung verloren. Diese Geräte haben dagegen von Haus aus einen hohen CRI und liefern 21.000 Lumen.“
Auch die additive RGBMA-Farbmischung spielt für den Lichtdesigner eine Rolle. Sie ermöglicht gesättigte Farben bei vergleichsweise hoher Lichtleistung. „Mit dem additiven Farbmischsystem lassen sich auch tiefe, satte Farben erzeugen. Bei einem CMY-System würde man dabei einen Teil der Lichtleistung verlieren. Hier bleiben die Farben hell und kräftig. Damit können wir alles abdecken – von leicht eingefärbtem Theaterweiß bis zu stark gesättigten Farben.“
Unterschiedliche Produktionen mit einem Scheinwerfertyp
Neben der Farbwiedergabe waren die Funktionen des Framing-Systems sowie die Gobos für die Entscheidung ausschlaggebend. Sie ermöglichen es, Lichtkegel zu begrenzen, Bühnenbereiche gezielt auszuleuchten und Texturen zu erzeugen.
Früher musste Spaulding für verschiedene Beleuchtungsaufgaben zusätzliche Scheinwerfertypen einsetzen. Insbesondere für Gobo-Projektionen und unterschiedliche Farbtemperaturen waren mehrere Gerätekategorien erforderlich.
„Bei Theaterproduktionen mussten wir früher zusätzliche Geräte für Gobos und Texturen installieren. Wenn ich beispielsweise eine warme, eine kalte und eine neutrale Farbe benötigte, brauchten wir dafür bereits drei unterschiedliche Scheinwerfertypen. Jetzt können wir diese Aufgaben mit einem Gerätetyp abdecken“, erklärt Spaulding.
Die Flexibilität ist vor allem angesichts des wechselnden Spielplans relevant. Häufig folgt auf den Abbau einer Opernproduktion bereits am nächsten Tag ein eintägiges Gastspiel einer Tourneeproduktion.
Geräuschentwicklung und variable Lichtleistung
Auch die Betriebslautstärke spielte bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Im Lobero Theatre finden regelmäßig Opern-, Theater- und akustische Konzertveranstaltungen statt, bei denen Lüfter- und Motorengeräusche möglichst wenig wahrnehmbar sein sollen.
„Ich brauchte leise Scheinwerfer für Oper und Theater. Wir veranstalten auch Orchesterkonzerte und unverstärkte Akustikauftritte. Dabei möchten wir die Lüfter und Motoren der Geräte nicht hören“, so Spaulding.
Die neue Anlage bietet zudem ausreichend Leistungsreserven für die Montagehöhe von rund 7,3 Metern. Im regulären Betrieb wird die verfügbare Lichtleistung häufig nur teilweise genutzt. Je nach Produktion arbeitet Spaulding mit unterschiedlichen Dimmwerten: Bei Ballettaufführungen liegen diese häufig zwischen acht und zehn Prozent, um die Wirkung eines klassischen Source-Four-Profilscheinwerfers nachzubilden. Für stimmungsvolle Konzertbeleuchtung kommen etwa 30 bis 40 Prozent zum Einsatz. Bei Bedarf steht die volle Leistung zur Verfügung.
Vorteile für Gastspielproduktionen
Auch externe Lichtdesigner nehmen die neue Anlage laut Spaulding positiv auf. Das Lobero Theatre ist regelmäßig Spielstätte für Tourneeproduktionen und Gastspiele. Zu den dort eingesetzten Produktionen gehörte unter anderem eine Show mit Roger Daltrey, für deren Lichtdesign Tom Kenny verantwortlich war.
Die modernisierte Haustechnik kann dabei auch den logistischen Aufwand für Gastspiele reduzieren. Wenn ein Großteil der benötigten Beleuchtung bereits vor Ort vorhanden ist, müssen Tourneeproduktionen weniger eigenes Equipment transportieren.
„Es war ein großer Schritt für das Theater, aber ich denke, dass uns die neue Anlage dabei hilft, mehr Veranstaltungen anzuziehen. Wenn Tourneeproduktionen unsere technischen Daten sehen, stellen sie fest, dass sie nicht mehr die Hälfte der Beleuchtungstechnik im Lkw mitbringen müssen. Das Theater verfügt bereits über eine gut ausgestattete Lichtanlage.“
Die Lieferung der Fuze Max Profile übernahm Barbizon. Ansprechpartner auf Lieferantenseite war David Smith. Die Installation führte das technische Team des Theaters selbst durch. Für die Datenverteilung wurden zusätzlich Netron EP2-Einheiten von Obsidian Control Systems integriert.
Mit der Modernisierung erweitert das Lobero Theatre seine technischen Möglichkeiten für ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm, ohne die historische Architektur des Hauses zu verändern.
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(Quelle: Pressemitteilung)








