L-Acoustics stellt mit dem neuen L1 Line-Array-System und dem kardioiden Subwoofer CS1 die jüngsten Erweiterungen der L Series vor.
Beide Systeme basieren auf der patentierten Progressive Ultra-Dense Line Source (PULS)-Technologie und wurden bereits bei internationalen Tourneen und Festivals eingesetzt. L1 kam unter anderem bei den Tourneen von Bruno Mars und Joker Xue zum Einsatz. Weitere Produktionen umfassen die Brit Awards in London sowie Festivalbühnen des Coachella Valley Music and Arts Festival und des Ultra Music Festival.
Die erste feste Installation von L1 und CS1 erfolgte in der Hollywood Bowl. Dort präsentierte das Unternehmen die Systeme gemeinsam mit der neuen Audio-Processing-Plattform L-Acoustics Source Intelligence im Rahmen der Keynote 2026. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von The War on Drugs.
Hohe Leistungsdichte für große Beschallungssysteme
Jedes L1-Element kombiniert zwei seitlich montierte 18-Zoll-Low-Cardioid-Treiber, vier 15-Zoll-Tieftöner, acht 8-Zoll-Mitteltöner sowie sechs koaxiale Hochton-Kompressionstreiber. Die neue HF-Koaxialkonfiguration erweitert, laut Hersteller, Reichweite und Schalldruckpegel.
L1 erreicht laut Hersteller einen maximalen Schalldruck von 160 dB pro Gehäuse bei einem Frequenzbereich von 35 Hz bis 20 kHz. Das ergänzende L1D-Modul für Nahfeldanwendungen bietet eine progressive vertikale Abdeckung von 60 Grad und bis zu 155 dB SPL.
„L1 steht für eine neue Entwicklungsstufe bei Leistung, Bandbreite und Richtwirkung von Line-Array-Systemen“, erklärt Germain Simon, Director of Product Management Loudspeakers bei L-Acoustics.
Integrierte Kardioid-Technologie
Die seitlich montierten 18-Zoll-Treiber ermöglichen eine kardioide Tieftonarchitektur mit bis zu 18 dB Rückwärtsdämpfung zwischen 20 und 250 Hz sowie mehr als 26 dB unterhalb von 80 Hz. Dadurch wird die Tieftonenergie gezielt auf das Publikum gerichtet und Schallabstrahlung hinter dem System reduziert.
Der CS1 erweitert dieses Konzept auf den Subbassbereich. Vier 21-Zoll-Treiber liefern einen maximalen Schalldruck von bis zu 150 dB und erweitern den Frequenzbereich bis 25 Hz.
Zusätzlich optimiert der neue Autofilter-Algorithmus innerhalb der Soundvision-Software die dreidimensionale Steuerung der Tieftonabstrahlung. Laut Hersteller verbessert dies die Klangbalance im Zuschauerbereich und reduziert unerwünschte Bassverteilung über das Veranstaltungsgelände.
Schnellere Installation und geringerer Aufwand
Nach Angaben von L-Acoustics erreicht ein Setup aus zwei CS1, vier L1 und einem L1D die Leistung eines klassischen 21-Element-K1-Systems – bei deutlich geringerem Rigging-Aufwand, weniger Verkabelung und kleinerem Platzbedarf.
Ein Haupt-Array aus vier L1 und einem L1D wiegt 1.263 Kilogramm. Ein vergleichbares K1-System würde laut Hersteller 15 Elemente und ein Gesamtgewicht von 1.590 Kilogramm benötigen.
Das Rigging-System arbeitet ohne externe Pins. Die Signalübertragung erfolgt über ein einzelnes SC32-Kabel pro Lautsprecher. Jedes L1-System wird von einem dedizierten LA7.16 Amplified Controller mit 16 separaten DSP- und Verstärkerkanälen betrieben.
Erste Rückmeldungen aus der Praxis
Sean „Sully“ Sullivan, FOH-Toningenieur von Bruno Mars, beschreibt insbesondere die kontrollierte Tieftonwiedergabe in großen Stadien als Vorteil des Systems.
Auch Jun Zhang, Toningenieur von Joker Xue, hebt die hohe Transparenz und Dynamik des Systems hervor, insbesondere bei Gesangssignalen unter hohen Pegeln.
L1 und CS1 befinden sich derzeit in einer Pilotphase mit ausgewählten zertifizierten Partnern von L-Acoustics. Die Verfügbarkeit für qualifizierte Partner ist für Anfang 2027 geplant.
Weitere Informationen erhaltet ihr unter: l-acoustics.com
(Quelle: Pressemitteilung)







