Ein umfangreiches zactrack PRO-System mit 32 aktiven Trackern kam bei der immersiven Live-Show „Souk Wonders“ im Mayadeen Venue in Riad, Königreich Saudi-Arabien, zum Einsatz.
Das automatisierte Tracking-System wurde von Lighting Designer Ben M. Rogers von A Loud Minority (ALM) als Follow-Spot-Lösung integriert.
Geliefert wurde die zactrack-Hardware – bestehend aus Server, Trackern und Ankern – vom deutschen Spezialisten TrackingPro an den Lichttechnikdienstleister PRG. Insgesamt wurden 36 zactrack-Anker installiert, um die Beleuchtung im gesamten Performancebereich abzudecken: eine Fläche von 80 x 80 Metern und rund 90.000 Kubikmetern Raumvolumen. Die Konfiguration mit 36 Ankern – teilweise mit Doppel-Tags an Künstlern – wurde möglich, da nicht alle Anker gleichzeitig aktiv waren. So konnte eine hohe Bildwiederholrate beibehalten werden.
„Souk Wonders“ wurde von Dragone konzipiert, mit Filippo Ferraresi als künstlerischem Leiter und Patrick Larsen als Bühnen- und Szenenbildner. Die technische Gesamtproduktion lag bei ALM, die Projektmanagement, Akrobatik-Rigging, Lichtdesign (Ben M. Rogers) und Audiodesign (Calum Robinson) verantworteten. Karl Jenkins, Gründer von ALM, leitete das Team als technischer Direktor von Dragone.
Für das Projekt setzte das Team erstmals ein zactrack-System dieser Größe ein. TrackingPro übernahm die detaillierte Vorplanung, während Jaro Brinkmann und Raphael Doelle vor Ort technischen Support leisteten.
Die Show lief über drei Wochen mit täglich zwei Vorstellungen. Der 6.400 Quadratmeter große Veranstaltungsbereich war inspiriert von traditioneller Diriyah-Architektur und bot Gastronomie, Einzelhandel, Kunstinstallationen sowie interaktive Erlebnisse. Die Live-Performance spielte sich auf vier Bühnen und im gesamten Venue ab – inklusive Luftakrobatik und einem 30 Meter langen Hochseil.
Die zactrack-Tracker wurden vor allem an Künstlern befestigt – meist zwei pro Person – mithilfe von angenähten Taschen, 3D-gedruckten Clips oder speziellen Kostümeinbauten. Auch ein größeres Requisitenstück wurde mit einem Tracker versehen, um präzises Positions-Tracking zu ermöglichen. Insgesamt wurden acht Künstler mit jeweils zwei Trackern ausgestattet. Zusätzlich stand ein zweiter Tracker-Satz sowie 16 Ersatzgeräte zur Verfügung, um bis zu drei Shows pro Tag mit kurzen Pausen zu realisieren.
Für das automatisierte Follow-Spotting wurden 24 Moving Lights eingesetzt (14 x Ayrton Huracán, 10 x Ayrton Eurus). zactrack steuerte diese und hätte bei Bedarf weitere Lichtquellen integrieren können. TrackingPro programmierte rund 300 Automationspunkte, sodass Künstler beim Betreten und Verlassen einzelner Bühnenelemente automatisch korrekt beleuchtet wurden.
Laut Ben M. Rogers war zactrack die praktikabelste Lösung: Klassische Follow-Spots waren ausgeschlossen, und kamerabasierte Systeme hätten aufgrund des Bühnenaufbaus Sichtprobleme gehabt. Zudem mussten Künstler auf Rollschuhen und Fahrrädern präzise verfolgt werden, auch bei variablen Ein- und Ausgängen. Die 2D-Ansicht des zactrack-Systems ermöglichte es dem Technikteam, jederzeit die Position der Künstler zu sehen – selbst wenn diese verdeckt waren.
Die Lichtsteuerung erfolgte über ein grandMA3-Pult (im MA2-Modus). Charlie Hickey, Associate von Ben M. Rogers, koordinierte die Integration von MA und zactrack und programmierte Makros und Layouts für eine schnelle Fixture-Zuordnung.
Mehr über zactrack erfahrt ihr unter: www.zactrack.com






