Robe hat eine umfassende Reihe von Software-Updates für sein RoboSpot Remote-Followspot-System angekündigt.
Die aktuellen Erweiterungen fassen die Versionen v7.3 „Operator’s Picks“ und v7.4 „New Year, New Features“ zusammen und bauen auf jüngsten technischen Neuerungen wie der Integration von sACN- und RDM-Net-Unterstützung auf. Die Weiterentwicklungen basieren auf Rückmeldungen von Lichtdesignern und Operatoren weltweit und zielen darauf ab, Arbeitsabläufe zu optimieren sowie Steuerung und Anpassung weiter zu verfeinern. Damit unterstreicht Robe seinen Ansatz einer kontinuierlichen Plattformentwicklung für RoboSpot.
Nachfolgend ein Überblick über zentrale Funktionen und Neuerungen der aktuellen Software-Updates:
sACN- und RDM-Net-Unterstützung
Produktionen können RoboSpot und unterstützte Geräte nun vollständig über Ethernet-Netzwerke betreiben. Der Einsatz von XLR-basierten DMX-Leitungen zur BaseStation ist nicht mehr zwingend erforderlich. DMX- und sACN-Ausgänge lassen sich innerhalb eines gemeinsamen Adressraums kombinieren, sodass einzelne Scheinwerfer parallel über DMX oder sACN betrieben werden können. Die Geräteerkennung erfolgt über RDM Net und unterstützt skalierbare Setups für unterschiedliche Venue-Größen.
Positions- und Kanal-Fadezeiten
Für Positionsbuttons lassen sich jetzt Fadezeiten von bis zu 10 Sekunden definieren. Dadurch sind gleichmäßige, automatische Übergänge zwischen zwei Positionen möglich. Ein Doppeldruck auf die Taste beendet den Übergang sofort. Zusätzlich ermöglicht die neue Channel-Fade-Control-Funktion Fadezeiten von bis zu 1 Sekunde für Dimmer-, Iris-, Zoom- und Fokuskanäle. Dies reduziert manuelle Unruhe und eröffnet neue Optionen im Standalone-Betrieb ohne Lichtkonsole.
Erweiterter Preset-Speicher
Die Speicherkapazität für Presets wurde erhöht. Für Farben stehen nun vier Seiten mit bis zu 32 Speicherplätzen zur Verfügung, für Positionen bis zu 36 Slots. Dies erleichtert die Strukturierung und Organisation im Arbeitsalltag.
Das Farbsystem wurde funktional erweitert. Über einen langen Tastendruck öffnet sich ein Kontextmenü, in dem Farben manuell gewählt oder exakte Hue- und Sättigungswerte eingegeben werden können. So lassen sich identische Farben über mehrere Geräte hinweg reproduzieren. Farben können gezielt dem Scheinwerfer, dem Pixel Follower oder beiden zugewiesen werden. Zusätzlich steht eine neue „Edit“-Funktion für schnelle Anpassungen während des Betriebs zur Verfügung.
Bei Anschluss kompatibler Geräte wie iFORTE LTX WB, iESPRITE LTL WB oder iPAINTE LTM WB erkennt das System diese automatisch und blendet einen eigenen LT-Button ein. Der Wechsel des Betriebsmodus erfolgt damit direkt, ohne Menü-Navigation.
Fixture- und MAPS-Reset
Unter dem Wrench-Menü steht eine neue Fixture-Reset-Funktion zur Verfügung. Alle verbundenen Geräte werden nach Scheinwerfertyp gruppiert angezeigt. Operatoren können gezielt einzelne Funktionen oder komplette Gerätegruppen gleichzeitig zurücksetzen, etwa alle angeschlossenen iFORTE-Scheinwerfer. Ergänzend ist nun auch das Remote-Aktivieren und Deaktivieren von Static Reset für MAPS-fähige Fixtures möglich.
Überarbeitete MDC-Einrichtung
Der Einrichtungsprozess für Multi Device Control (MDC) wurde vereinfacht. Überarbeitete Texte im Setup-Wizard reduzieren Missverständnisse, und das Referenzgerät wird nicht mehr hervorgehoben. Zudem können während des Setups Farben genutzt werden, um verwendete Fixtures visuell besser zu unterscheiden.
Dynamisches Fadenkreuz
Ein neuer Setup-Wizard ermöglicht die Konfiguration eines dynamischen Fadenkreuzes. Dessen Größe passt sich in Echtzeit an Zoom- oder Iris-Werte an, basierend auf definierten Minimal- und Maximalwerten. Zusätzlich kann die Target-Cross-Sensitivity-Funktion aktiviert werden, die durch Farbwechsel (Grün, Orange, Rot) den aktuellen Sensitivitätsstatus anzeigt.
Verbesserte Übersichtlichkeit
Anwender können die Transparenz der Benutzeroberfläche anpassen, um mehr Bildschirmfläche zu nutzen. Eine zusätzliche Value-Change-Overlay-Anzeige zeigt kurzzeitig an, welcher Kanal geändert wird und welchen Wert er hat, ohne den Fokus vom Hauptbildschirm zu nehmen.
Konnektivität und DMX-Feedback
Ein neues Statussymbol informiert darüber, ob RoboSpot ein Signal von der Lichtkonsole empfängt. Zusätzlich wurde das DMX-Dimmer- und Iris-Fenster überarbeitet. Es reagiert präziser und zeigt nun erweiterte Informationen wie Iris-Werte sowie klare Statusanzeigen in Weiß, Orange oder Rot.
Robe betont, dass die Weiterentwicklung von RoboSpot eng an den Anforderungen der wachsenden Followspot-Community ausgerichtet ist. Ziel ist es, praxisnahe Werkzeuge bereitzustellen und Anwender aktiv in die zukünftige Entwicklung einzubeziehen.
RoboSpot ist ein Remote-Followspot-System, das sichere Arbeitsbedingungen für Operatoren unterstützt und gleichzeitig flexible Einsatzmöglichkeiten für moderne Produktionen bietet. Die aktuellen Software-Updates markieren einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform.
Weitere Informationen erhaltet ihr unter: www.robelighting.de




