Der italienischer Popstar Tiziano Ferro ist 2026 mit seiner Stadiontour „Stadi 26“ in Italien unterwegs. Robe ist dabei stark vertreten.
Das Lichtdesign von Giovanni Pinna kombiniert rund 150 Movinglights von Robe mit drei RoboSpot-Systemen. Für die Umsetzung der Show ist Lighting Director Marco Zucchinali verantwortlich.
Die Produktion setzt stark auf die Verbindung von Licht, Video und Kamera. Die Playback-Videoinhalte stammen vom Londoner Studio Comix, das von Harry Bird gegründet wurde. Die IMAG-Regie übernimmt der italienische TV- und Multikamera-Regisseur Cristian Biondani, der unter anderem für MTV, RAI und Eurovision gearbeitet hat. Als Creative Director zeichnet Claudio Santucci vom Mailänder Design- und Architekturstudio Giò Forma verantwortlich. Das Studio entwickelte auch das Bühnen- und Setdesign.
Die Bühne verfügt über eine 60 Meter breite und zwölf Meter hohe LED-Fläche im hinteren Bühnenbereich. In deren Mitte befinden sich verschiebbare Türen für Auf- und Abgänge. Ein 20 Meter langer Bühnensteg führt vom Hauptpodium in den Zuschauerraum.
Robe als Basis des Lichtsystems
Für das Lichtdesign setzte Giovanni Pinna auf 80 Robe iESPRITE LTL, 40 iFORTE Fresnel und 24 iFORTE LTX. Die Lichttechnik wird von Agorà bereitgestellt, die Automation übernimmt PRG.
„Ich brauchte für dieses Design sehr helle und zugleich qualitativ hochwertige Lichtquellen“, erklärt Pinna. „Deshalb bilden die iESPRITE LTL und iFORTE Fresnel zusammen mit den iFORTE LTX das Rückgrat des Rigs.“
Das zentrale Overhead-Lichtsystem besteht aus zehn jeweils zehn Meter langen Traversen. Fünf davon sind automatisiert, werden während der Show jedoch überwiegend in statischen Positionen eingesetzt. Durch die Automation können die Traversen bei Bedarf in unterschiedliche Positionen bewegt und damit die Geometrie des Bühnenraums verändert werden.
Die zehn Traversen sind in zwei übereinanderliegenden Reihen angeordnet und jeweils um zwei Meter zueinander versetzt. Die unteren Traversen können bewegt werden.
Auf den Traversen sind ausschließlich iESPRITE LTL eingesetzt. Insgesamt kommen dort 80 Geräte zum Einsatz, jeweils acht pro Traverse. Der Abstand zwischen den Scheinwerfern beträgt 1,25 Meter. Pinna entschied sich bewusst für die enge Anordnung, um eine stark gebündelte Lichtästhetik zu erzeugen. Ergänzend befinden sich auf jeder Traverse vier iFORTE Fresnel.
Erste Tourproduktion mit iFORTE Fresnel
Für Giovanni Pinna ist die Produktion von Tiziano Ferro die erste Tour, bei der die iFORTE Fresnel in einem solchen Setup eingesetzt werden. Parallel zur ersten Phase der Ferro-Tour war Pinna auch an der Stadiontour von Vasco Rossi beteiligt.
Für die Vasco-Rossi-Produktion 2026 spezifizierte Pinna insgesamt 32 iFORTE Profile und vier iFORTE LTX. „Die Geräte haben mich überzeugt“, sagt der Lichtdesigner.
Das Lichtbild der Ferro-Produktion ist geometrisch und symmetrisch angelegt. Pinna setzt dabei auf eine vergleichsweise reduzierte Grundstruktur, die mit den Videoelementen auf der LED-Wand zusammenspielt.
„Ich mag einfache Strukturen“, erklärt er. „Mit den iESPRITE und iFORTE Fresnel habe ich gleichzeitig genügend Möglichkeiten für Dynamik und unterschiedliche Lichtbilder.“
Die großflächigen Lichtpositionen über der Bühne bilden dabei einen visuellen Gegenpol zu den zahlreichen Videoelementen. Auf der Bühnenfläche ergänzen seitlich positionierte Scheinwerfer das System. Diese dienen unter anderem dazu, Band, Tänzer und weitere Performer mit definiertem, niedrig angesetztem Kreuzlicht auszuleuchten.
Frontlicht mit iFORTE LTX
Ein weiterer Schwerpunkt des Lichtsystems liegt im Frontlicht. Die 24 iFORTE LTX übernehmen diese Aufgabe nahezu vollständig und werden lediglich durch zusätzliche Followspots ergänzt.
Die Geräte sind auf zwei jeweils zwölf Meter hohen FOH-Türmen montiert. Die Türme stehen rund 55 Meter von der vorderen Bühnenkante entfernt. Aufgrund dieser Entfernung müssen die Scheinwerfer entsprechend große Distanzen überbrücken.
„Diese Distanz passt gut zur Reichweite und zum Lichtaustritt des iFORTE LTX“, sagt Pinna. Auch bei der zeitgleich stattfindenden Vasco-Rossi-Tour setzte er die LTX-Version des iFORTE für Keylight-Aufgaben ein.
Die 24 LTX sind auf den beiden FOH-Türmen jeweils in zwei Reihen auf einem speziell angefertigten Rahmen montiert. Auf der gegenüberliegenden Seite der Konstruktion befindet sich ein Array aus PA-Delay-Lautsprechern zur Beschallung der hinteren Tribünenbereiche. Die Positionierung der Licht- und Audiotechnik wurde entsprechend gemeinsam geplant.
RoboSpot für Künstler-Tracking
Für das Followlight-System kommen drei Robe RoboSpot BaseStations zum Einsatz. Zwei iFORTE LTX sind ausschließlich für das Verfolgen der Künstler während der Show vorgesehen. Ein dritter Scheinwerfer wird für Gastkünstler eingesetzt.
Die Position der RoboSpot BaseStations richtet sich nach dem jeweiligen FOH-Aufbau. Bei einer zentralen FOH-Position befinden sich die Stationen hinter dem Lichtpult. Bei einem geteilten FOH-Setup werden zwei Stationen links auf der FOH-Soundplattform und eine rechts an der Position der Lichtregie platziert.
Damit sind die LTX-Scheinwerfer sowohl in das statische Frontlicht als auch in das automatisierte Followlight-Konzept der Produktion eingebunden.
Zusammenspiel von Licht, Video und Kamera
Die Show umfasst mehr als 30 Songs und zeichnet die musikalische Entwicklung Tiziano Ferros über 25 Jahre nach. Dabei werden unterschiedliche Phasen seiner Karriere zwischen R’n’B, Pop und Urban-Musik aufgegriffen. Sein Ende 2025 veröffentlichtes Album Sono un grande bildet einen weiteren Bezugspunkt der Tour.
Bei der Entwicklung des Lichtdesigns arbeitete Giovanni Pinna eng mit Lighting Director Marco Zucchinali sowie den beteiligten Video- und Kamerateams zusammen. Die verschiedenen Gewerke wurden bereits in der Previsualisierung und während der Proben aufeinander abgestimmt.
Eine besondere Rolle spielt dabei die Verbindung von Playback-Content, Live-Kamera, Notch-Effekten und der Lichtsteuerung. Ziel war es, die Beleuchtung so präzise zu programmieren, dass sie die Videoebenen unterstützt, ohne deren Bildwirkung zu beeinträchtigen.
„Damit die Videoelemente in dieser Live-Umgebung funktionieren, muss das Licht sehr spezifisch und präzise sein“, erklärt Pinna. „Das war von Beginn an ein zentraler Punkt des Designs.“
Während der Proben und der ersten Shows unterstützte Marco „Made“ De Nardi, ein erfahrener Lighting Designer, das Team. Pinna war zu diesem Zeitpunkt teilweise parallel bei der Vasco-Rossi-Produktion eingebunden.
Die Abstimmung zwischen Licht, Video, Kamera, Automation und Audio war entsprechend ein wesentlicher Bestandteil der Produktionsplanung. Gerade die beweglichen Traversen, die LED-Wand und die Lichtpositionen mussten so aufeinander abgestimmt werden, dass die verschiedenen Elemente während der Show gemeinsam funktionieren.
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(Quelle: Pressemitteilung)







