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Robe beleuchtet „Allesandro Nell’Indie“ bei den Bayreuther Barockopernfestspielen

Die Vorgabe lautete: Farbwechselnde Follow-Spots. Die veranlasste Kai Fischer dazu nach flexiblen LED-Follow-Spot-Lösungen zu suchen – was ihn auf das RoboSpot Remote Follow-Spot-System und Robe gebracht hat.

Bayreuth war in diesem Jahr Gastgeber der dritten Barockopernfestspiele (Bayreuth Baroque Opera Festival). Das lebhafte Programm beinhaltete auch die Oper „Allesandro Nell’Indie“, das vom französischen LD David Debrinay von dem in Lyon ansässigen Designbüro LJOMA Studio mit über 50 Robe Moving Lights, darunter T1 und T2 Profile und LEDBeam 350, beleuchtet wurde.

Zu den zahlreichen kreativen Ausgangspunkten für Davids Lichtdesign gehörten die Gesamtregie des Stücks von Max, Dominico Franchis kompliziertes Bühnenbild mit seiner rollenden B-Stage und die aufwändigen Kostüme von Giuseppe Palella. Kai Fischer von Kai Fischer Licht und Bühnendesign, der in der Region ansässig ist und als freiberuflicher technischer Produktionsleiter und Manager für eine Reihe von Produktionen und Veranstaltungen arbeitet, koordinierte die Beleuchtungsanforderungen und -beschaffung für das Festival. Er hat von Anfang an bei den Bayreuther Barockopern-Festspielen für den Full Service Dienstleister TC Promotion gearbeitet, die alle Produktionsanforderungen der Festspiele koordiniert, und hat 2 Jahre bei den Bayreuther Wagner-Festspielen gearbeitet. Er kennt also die Stadt und den Veranstaltungsort sehr gut!

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Nur 30 Aufführungen pro Jahr dürfen stattfinden. Foto: © Lousie Stickland

Da im Markgräflichen Opernhaus nur 30 Aufführungen pro Jahr stattfinden können, gibt es keine ausreichende, hauseigene Beleuchtungsanlage und die gesamte Produktion muss extern vergeben werden. Kai hat den Lichtplan erarbeitet, ihn ausführlich mit David besprochen und dann die beste Ausrüstung herausgesucht, um seine Show optimal zu beleuchten. Im Jahr 2021 hatte es einige Probleme mit der Farbmischung der ausgewählten Moving Lights gegeben. Dieses Jahr sollte daher die Marke gewechselt und sichergestellt werden, dass der Lichtdesigner David sein visuelles Gespür vollständig entfalten konnte.

Vorgabe: Farbwechselnde Follow-Spots

Eine von Davids Vorgaben waren farbwechselnde Follow-Spots, was Kai dazu veranlasste, nach flexiblen LED-Follow-Spot-Lösungen zu suchen – was ihn auf das RoboSpot Remote Follow-Spot-System und Robe gebracht hat. Da im Zuschauerraum des Markgräflichen Opernhauses aus Gründen der Wärmereduzierung, des Umweltschutzes, des Denkmalschutzes und der Nachhaltigkeit nur LED-Scheinwerfer eingesetzt werden dürfen, suchte er nach hellen und leistungsstarken LED-Scheinwerfern, die auch als Follow-Spots funktionieren würden.

Michael Herrmann von Robe Deutschland hat ihm ein RoboSpot-System in Verbindung mit T2 Profile empfohlen. Sie erfüllten auch die Anforderung von über das Pult einstellbaren Farben und die Scheinwerfer konnten auch – wenn sie gerade nicht als Verfolgerspots verwendet wurden – für andere Aufgaben in der Show eingesetzt werden.

Dass der T2 Profile nahezu geräuschlos sein kann, hat noch ein anderes Problem gelöst: vier weitere Geräte waren an wichtigen Positionen am Rande des dritten Rangs nur 30 cm von den nächsten Zuschauern entfernt positioniert. Aufgrund der Bauweise des Gebäudes und des Denkmalschutzes können dort keine Traversen aufgehängt werden, also saßen die Zuschauer direkt neben den Scheinwerfern.

Beeindruckt von den Eigenschaften der T2 Profile, spezifizierten David und Kai weitere 20 dieser Scheinwerfer für die Produktion, die auf den die Beleuchtungszüg verteilt wurden – insgesamt 24 x T2 Profile. Diese wurden noch mit 12 x T1 Profile und 24 x LEDBeam 350 ergänzt. Vier T1 wurden auf zwei Gassentürmen pro Bühnenseite platziert, also je einer pro Turm. Weitere sechs waren auf dem zweiten Bühnenzug, und die übrigen zwei vor dem Hauptvorhang in den Trompeterlogen direkt seitlich vor dem Portal auf Totemplates platziert. Aus den spitzwinkligen 0-Gassen-Positionen rechts und links der Bühne lieferte je ein LEDBeam 350 sehr steiles Frontallicht, während die übrigen auf den Beleuchtungszügen 1, 3, 4 und 5 über der Bühne verteilt waren, wo sie als allgemeines Flächenlicht und für Highlights eingesetzt wurden.

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Farbenfroh, leuchtend, mit vielen Diamanten und Kristallen besetze Kostüme galt es in Szene zu setzen. Foto: © Lousie Stickland

TC Promotion hatte im Sommer acht eigene LEDBeam 350 angeschafft, die weiteren 16 Geräten aufgestockt wurden, die zusammen mit dem restlichen Robe-Material von der Verleihfirma Motion Group kamen. „Alle waren von der Wahl der Scheinwerfer begeistert“, schwärmte Kai, darunter auch der Produktionsleiter der TV-Produktionsfirma Ozango, welche die Auftritte von Alessandro Nell’Indie für Arte gestreamt hat. Die T2 Profile, die in den Verfolgerkabinen als Follow-Spots eingesetzt waren, wurden mit nur 20 % Leistung betrieben – was völlig ausreichte, um die Essenz und den Stil der Produktion einzufangen und sie live und vor der Kamera großartig aussehen zu lassen.

RoboSpot-Operatoren zeigen sich zufrieden

Für Stefan Schmidt war es der erste Einsatz des RoboSpot Systems. Er hatte sich zuvor im Münchner Volkstheater informiert, das ebenfalls über ein System verfügt, und befand es für sehr einfach zu erlernen. Peter Schaarschuh hat das System bereits bei The Voice of Germany eingesetzt und war froh, dass er es auch hier wieder verwenden konnte. Er schätzt die Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, mit den sich schnell bewegenden Darstellern Schritt halten zu können.

Bevor das endgültige Beleuchtungskonzept feststand, führten Michael von Robe Deutschland und Kai ein umfangreiches Probeleuchten am Veranstaltungsort durch, um sicherzustellen, dass alle Scheinwerfer wie geplant funktionieren würden. Als David die Beleuchtung der Show konzipierte, hatte er zwei grundlegende Dinge im Kopf: Erstens wusste er, dass die Kostüme farbenfroh, leuchtend und mit vielen Diamanten und Kristallen versehen sein würden, so dass eine gute Qualität des Personen- und Weißlichts von entscheidender Bedeutung war, um diese Details für das Publikum richtig zur Geltung zu bringen. Zweitens waren Farben auch ein entscheidendes Kriterium, um die Vitalität, den Look und den Stil, den jeder für diese Produktion wollte, zu unterstreichen.

David musste die Farben exakt mischen können, um authentische Hauttöne zu erzielen und mit dem Bühnen-Make-up richtig umzugehen. Der Boden und die Wände des Bühnenbilds waren dunkelrot, und er musste die Farben dieser großen Flächen über die Dauer der Aufführung dynamisch verändern – mit elektrisierenden Rot- und Blautönen, leuchtenden Gelbtönen und spritzigen Grüntönen – um allen szenischen Elementen Tiefe zu verleihen.

Viele Anforderungen an einen einzigen Scheinwerfertyp

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David musste die Farben exakt mischen können, um authentische Hauttöne zu erzielen und mit dem Bühnen-Make-up richtig umzugehen. Foto: © Lousie Stickland

David gab zu, dass er bei der Verwendung eines „konventionellen“ Verfolger-Spots typischerweise etwa 4 bis 5 Farbtöne von der Leuchte erwarten würde. Mit den T2 Profile in dieser Funktion konnte er etwa 15 bis 16 oder mehr passende Farbtöne aus den Scheinwerfern herausholen, und diese konnten sich sogar innerhalb eines Cues überblenden. Er war äußerst zufrieden damit, wie die Ausleuchtung der T2 auf den Gesichtern und Kostümen wirkte.

Er beschreibt die Qualität der multispektralen Licht-Engine des T2 als „erstaunlich“, insbesondere bei der Vielzahl an Farben und justierbaren Weißtönen, die durch additive Farbmischung erzeugt werden, und die Stärke und Helligkeit der gesättigten Farben. Durch die gleichmäßige Verteilung des emittierten Lichts über die Planck-Kurve bietet der T2 die größtmögliche Farbskala, während er gleichzeitig eine stufenlose Steuerung des Farbtemperaturbereichs der Weißtöne ermöglicht. Es war auch das erste Mal, dass David T1 Profile eingesetzt hat, es wird „definitiv nicht das letzte Mal sein „, und er war auch sehr zufrieden mit den kompakten LEDBeam 350 und ihren Farben.

Die Vorstellung wurde von Matthias Schäflein auf einer ETC ION Xe-Konsole programmiert – er arbeitet seit anfang an bei den Bayreuther Barockopernfestspiele und ist seither ein fester bestandteil des Teams. Die 18 Künstler – 6 Sänger, 2 Schauspieler und 10 Tänzer – wurden von Sumon Rudra choreografiert, und das Werk wurde im traditionellen italienischen Barockstil aufgeführt – womit alle Frauenrollen von Männern gespielt wurden. Das {oh!} Orkiestra aus Polen sorgte unter der Leitung von Martyna Pashuszka, der Hauptgeigerin, für eine hervorragende musikalische Begleitung.

Mehr Informationen zu den Robe-Scheinwerfern findet ihr bei www.robelighting.de. Zur verwendeten Konsole findet ihr alle Infos unter: www.etcconnect.com

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