Lichtdesigner und Operator Andreas „Büni“ Bünemann steuerte insgesamt 52 DMX-Universen über eine OBSIDIAN NX3.
Bei der Beatparade in Empfingen wurden nach der Parade die Musiktrucks rund um den Publikumsbereich und die Mainstage positioniert. Ihre vorhandene Lichttechnik wurde anschließend in das zentrale Steuerungssystem eingebunden. Dadurch konnten die räumlich verteilten Lichtquellen als Teil eines gemeinsamen Lichtdesigns eingesetzt werden.
Die technische Umsetzung basierte auf einer OBSIDIAN CONTROL SYSTEMS NX3 mit zusätzlichem Touchscreen sowie NETRON EN-Geräten für die Verteilung der Steuerdaten. Insgesamt wurden 52 DMX-Universen verwaltet.
ELATION auf der Mainstage
Das Lichtdesign der Mainstage basierte zu großen Teilen auf Scheinwerfern von ELATION. Zum Einsatz kamen 34 Proteus Smarty Hybrid, 38 Pulse Bar L und acht SOL II.
Die Pulse Bar L wurden im Full-Control-Modus für Lauf-, Pixel- und Flächeneffekte eingesetzt. Die Proteus Smarty Hybrid übernahmen Beam-, Bewegungs- und Projektionslooks. Die SOL II kamen unter anderem für Publikums- und Akzentlicht zum Einsatz.
Auch auf einzelnen Musiktrucks waren ELATION-Scheinwerfer installiert. Dazu gehörten Fuze PFX. Nach der Positionierung der Trucks wurden diese Geräte in die zentrale Lichtsteuerung integriert.
Für Bünemann stand dabei nicht die Vereinheitlichung der Ausstattung im Vordergrund: „Mir ist nicht wichtig, dass auf jedem Truck exakt das gleiche Fixture hängt. Entscheidend ist, dass ich weiß, was dort vorhanden ist und wie ich es sinnvoll nutzen kann.“
Durch die Einbindung der unterschiedlichen Lichtsysteme konnten Effekte über die gesamte Veranstaltungsfläche geführt werden. Farbwechsel, Bewegungen, Beams sowie Blinder- und Strobe-Effekte ließen sich von der Mainstage auf die Trucks übertragen oder zwischen verschiedenen Positionen kombinieren.
Damit veränderte sich auch die Rolle der Bühne innerhalb des Lichtdesigns. „Die Mainstage ist dann nicht mehr automatisch der einzige Mittelpunkt. Wir können einen Effekt auf der Bühne beginnen lassen und über die Trucks weiterführen“, erklärt Bünemann.
52 DMX-Universen über eine gemeinsame Architektur
Die Steuerung der verschiedenen Bereiche erfolgte zentral über die OBSIDIAN NX3. Für die Verteilung der DMX-Daten kamen NETRON EN-Geräte zum Einsatz.
Die insgesamt 52 DMX-Universen wurden strukturiert auf Bühnenbereiche, Funktionen und einzelne Trucks verteilt. Dadurch konnten die räumlich getrennten Lichtsysteme innerhalb einer gemeinsamen Steuerungsarchitektur organisiert werden.
Für Bünemann war dabei die Übersichtlichkeit der Netzwerkstruktur entscheidend: „52 Universen sind erst einmal nur eine Zahl. Entscheidend ist, dass ich auch während der Show sofort weiß, wo ein Universum herkommt, wo es hin muss und zu welchem Bereich es gehört.“
Innerhalb von ONYX kam außerdem die DYLOS Pixel Engine zum Einsatz. Ein NDI-Feed aus der Videoregie wurde als Eingangssignal genutzt und konnte für lichtbasierte Effekte verarbeitet werden. Bildinformationen, Farben und Bewegungen ließen sich damit auf geeignete Pixelstrukturen übertragen.
Die NX3 diente damit nicht ausschließlich als klassische Lichtsteuerung. „Bei dieser Produktion ist die NX3 für mich nicht einfach nur das Lichtpult. Sie ist die zentrale Oberfläche, an der sehr viele Teile der Show zusammenkommen“, so Bünemann.
Unterschiedliche Lichtsysteme auf den Musiktrucks
Neben ELATION waren auf einzelnen Musiktrucks auch LITECRAFT BX.7 installiert. Die jeweiligen Setups wurden nicht technisch vereinheitlicht. Stattdessen wurden die vorhandenen Scheinwerfer entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten in das Gesamtbild integriert.
Damit konnten die unterschiedlichen Lichtsysteme der Trucks Teil einer gemeinsamen Showarchitektur werden, obwohl sie ursprünglich als voneinander unabhängige Setups konzipiert waren.
Timecode für eine programmierte Sequenz
Der überwiegende Teil der Show wurde live gefahren. Für eine etwa fünfminütige, vollständig synchronisierte Sequenz setzte Bünemann zusätzlich einen VISUAL PRODUCTIONS TimeCore ein.
Der TimeCore übernahm die Timecode-Funktion und ermöglichte die Synchronisation der programmierten Lichtabläufe mit der musikalischen Struktur.
Automatisierung wurde dabei gezielt für einzelne Teile der Produktion eingesetzt. Der Schwerpunkt des Lichtdesigns blieb beim Live-Operating. Bünemann fasst den Ansatz so zusammen: „Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Protokolle miteinander zu verbinden. Es geht darum, dass die Technik im richtigen Moment genau das ermöglicht, was ich gestalterisch machen möchte.“
Bei der Beatparade entstand so aus der Mainstage und mehreren räumlich verteilten Musiktrucks ein gemeinsames Lichtsystem. Die Kombination aus OBSIDIAN ONYX, NETRON-Netzwerkkomponenten und unterschiedlichen ELATION- und LITECRAFT-Scheinwerfern ermöglichte es, die gesamte Veranstaltungsfläche über eine zentrale Lichtsteuerung zu bespielen.
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(Quelle: Pressemitteilung)








