Yamaha erweitert seine Digitalmischpult-Plattform um die neuen Modelle DM5 und DM5 Compact. Gleichzeitig bringt der Hersteller drei neue I/O-Geräte der R-Serie, eine neue DSP-Karte und zusätzliche Software- und Lizenzoptionen auf den Markt.
Yamaha hat die neue DM5-Serie professioneller Digitalmischpulte vorgestellt. Die beiden Modelle DM5 und DM5 Compact sind für kleinere und mittlere Anwendungen in den Bereichen Live-Sound, Corporate Events, Kirchen, Theater und Broadcast ausgelegt. Die Bedienoberfläche und der Workflow orientieren sich an der DM7-Serie.
Parallel zur DM5-Serie erweitert Yamaha das Angebot an R-Serie-I/O-Geräten um die drei Modelle RUio1608SB-D, RUio0804-D und RUio16FLX-D. Hinzu kommen die neue PY-DSP-Karte sowie eine zusätzliche Lizenz für den Dugan Automixer.
Yamaha DM5 und DM5 Compact
Das Yamaha DM5 verfügt über zwei Fader-Bereiche und zwei Displays. Zur Ausstattung gehören 32 analoge Eingänge, 16 analoge Ausgänge und eine Verarbeitungskapazität von bis zu 60 Eingangskanälen. Das Gehäuse misst 826 × 235 × 441 mm.
Das DM5 Compact besitzt 16 analoge Eingänge und 16 analoge Ausgänge und kann bis zu 48 Eingangskanäle verarbeiten. Das kompaktere Modell verfügt über einen Fader-Bereich und ein Display und ist bei gleicher Höhe und Tiefe 446 mm breit.
Beide Mischpulte bieten bis zu 64 Ein- und Ausgänge über Dante bei 96 kHz. Dazu kommen 24 Mix-Busse, zwölf Matrizen, zwei Stereo-Busse und zwölf DCAs. Für USB stehen 18 Ein-/Ausgangskanäle zur Verfügung. Die Mischpulte verfügen außerdem über einen RJ45-Anschluss zur Steuerung sowie Bluetooth für die Audiowiedergabe.
Signalverarbeitung und Erweiterungen
Für die Kanalbearbeitung stehen verschiedene Dynamikprozessoren und vier EQ-Typen mit Echtzeit-Analyser zur Verfügung. Das interne Effekt-Rack bietet 16 Steckplätze und 43 Effekttypen, darunter acht Delay-Varianten und verschiedene Reverbs.
Beide DM5-Modelle besitzen einen Steckplatz für PY-Serie-Karten. Damit lässt sich die Signalverarbeitung oder die Zahl der Ein- und Ausgänge erweitern.
Neu ist die PY-DSP, die 32 Instanzen der Yamaha Premium Effects ergänzt. Weitere verfügbare Karten sind die PY64-D für 64 zusätzliche Dante-Kanäle, die PY64-MD für 64 MADI-I/O-Kanäle und die PY8-AE für acht AES/EBU-I/O-Kanäle über einen 25-poligen D-Sub-Anschluss. Die Karten verfügen über Sample-Rate-Konverter; bei der PY8-AE gilt dies nur für die Eingänge.
Für MIDI- und GPI-Steuerung steht die PY-MIDI-GPI mit DIN-5-Pol- und D-Sub-15-Pol-Anschlüssen zur Verfügung. Die von Waves Audio entwickelte WSG-PY64 ermöglicht die Anbindung an ein SoundGrid-System.
Glas-Tasten und Bedienoberfläche
Eine Besonderheit der DM5-Serie ist die Bedienoberfläche mit sogenannten Glass Keys. Die 338 mm große Hauptanzeige kombiniert einen Bildschirm mit berührungsempfindlichen Tasten. Die Beschriftungen der Tasten können abhängig vom jeweiligen Betriebszustand des Mischpults angepasst werden.
Zusätzlich gibt es einen 109 mm großen Touchscreen für frei belegbare Funktionen. Vier frei konfigurierbare Drehregler befinden sich neben dem Hauptdisplay. Ein Dynamic Mode passt die verfügbaren Parameter automatisch an die aktuelle Auswahl im Channel View an.
Das Hauptdisplay kann in vier verschiedenen Betrachtungswinkeln positioniert werden. Yamaha integriert außerdem Assist-Funktionen, die verschiedene Schritte bei der Einrichtung und Vorbereitung des Mischpults unterstützen.
Optionale Funktionspakete
Für die DM5- und DM7-Serie bietet Yamaha zusätzliche Funktionspakete an, die über Lizenzen aktiviert werden können.
Das Broadcast Package ergänzt unter anderem Funktionen wie Mix Minus und Audio Follow Video. Das Theatre Package erweitert die Mischpulte um Funktionen für Theater- und Musicalproduktionen, darunter immersive Steuerungsmöglichkeiten, Bank EQ/DYN und eine Actor Library.
Der Dugan Automixer ist bei der DM5-Serie bereits mit zwölf Kanälen integriert. Eine zusätzliche Lizenz erweitert die Kapazität auf 40 Kanäle beim DM5 Compact beziehungsweise 60 Kanäle beim DM5.
In den meisten Regionen werden die Lizenzen über Yamahas PV Portal verwaltet. Eine erworbene Lizenz kann jeweils auf einem kompatiblen Mischpult aktiviert sein und anschließend auf einem anderen Gerät genutzt werden.
Drei neue R-Serie-I/O-Geräte
Zusammen mit der DM5-Serie bringt Yamaha drei neue I/O-Geräte der R-Serie auf den Markt. Die Geräte sind mit den Mischpultserien DM5, DM7 und DM3 sowie mit den RIVAGE-PM-Systemen kompatibel.
Das RUio1608SB-D ist als kompaktes Stagebox-I/O ausgelegt und bietet 16 analoge Eingänge sowie acht analoge Ausgänge. Für Dante stehen primäre und sekundäre Netzwerkanschlüsse zur Verfügung. Gummischutzelemente und ein Tragebügel sind für den Einsatz auf der Bühne vorgesehen. Optional ist ein Rackmount-Kit erhältlich.
Das RUio0804-D ist ein 1-HE-I/O-Gerät mit acht analogen Eingängen und vier analogen Ausgängen. Auch hier stehen primäre und sekundäre Dante-Anschlüsse zur Verfügung.
Das RUio16FLX-D erlaubt eine flexible Konfiguration seiner 16 Kanäle. Diese können paarweise als analoge Mikrofon-/Line-Eingänge, analoge Ausgänge oder AES/EBU-Ausgänge konfiguriert werden. Zusätzlich stehen Dante-I/O zur Verfügung.
Die DM5-Serie bleibt außerdem mit früheren Generationen der Yamaha-R-Serie kompatibel. Damit können vorhandene I/O-Geräte weiterhin in neue Systeme eingebunden werden.
Neue Software für DM5 und DM7
Mit dem DM Editor stellt Yamaha eine neue Anwendung für Windows und Mac bereit. Sie ermöglicht die Offline-Konfiguration und Bearbeitung von Mischpultdaten sowie die Verwaltung von Online-Backups.
DM5- und DM7-Konsolen können mit dem DM Editor bearbeitet werden. Die Konsolendateien beider Serien sind untereinander kompatibel und können damit zwischen den Systemen ausgetauscht werden.
Auch die Remote-Apps werden erweitert. DM StageMix und MonitorMix ermöglichen die Fernsteuerung der Mischpulte innerhalb einer Veranstaltungsumgebung. Mit ProVisionaire Control Plus steht darüber hinaus eine frei konfigurierbare Steuerungsplattform zur Verfügung.
Die bisherige DM7 StageMix-App wird nach dem Update in DM StageMix umbenannt. Die neue Bezeichnung gilt für DM7-Systeme ab Firmware-Version 2.0.
Weitere Infos erhaltet ihr unter: www.yamaha.com
(Quelle: Pressemitteilung)







