Martin Audio im Metropolitan Museum of Art

Das Metropolitan Museum of Art in New York City hat die Audiotechnik seines historischen Grace Rainey Rogers Auditorium modernisiert.

Mit einer neuen Systemlösung von Martin Audio reagiert die Institution auf veränderte Anforderungen im Veranstaltungsbetrieb und verbessert zugleich die Klangabdeckung in dem traditionsreichen Saal.

Das 1954 eröffnete Auditorium mit rund 700 Sitzplätzen wurde ursprünglich als rein akustischer Raum konzipiert. Ziel war es, Instrumente aus der Sammlung des Museums ohne elektroakustische Verstärkung zu präsentieren. Die architektonische Gestaltung ist bis heute weitgehend erhalten, darunter Holzarbeiten aus Korina sowie ein Flügel von Steinway & Sons. Bereits zur Eröffnung wurde die Raumakustik als ausreichend für unverstärkte Sprache und Musik beschrieben.

Mit der Weiterentwicklung des Programms stiegen jedoch die Anforderungen an die Beschallung. Das zuvor installierte System – bestehend aus frühen aktiven Säulenlautsprechern an den Seiten – führte zu ungleichmäßiger Schallverteilung mit hörbaren Lücken im Parkett und auf dem Balkon. Für Vorträge war dies eingeschränkt nutzbar, für musikalische Darbietungen jedoch nicht ausreichend.

Neues Konzept für vielseitige Nutzung

Seit 2024 verantwortet Sebastian Hurtado als Senior Technical Manager AVMS Production die technische Weiterentwicklung im Haus. Nach einer Analysephase wurde ein Konzept entwickelt, das sowohl Vorträge als auch Live-Performances abdeckt und gleichzeitig die architektonischen Gegebenheiten berücksichtigt.

Nach Abstimmung mit mehreren Herstellern fiel die Entscheidung auf Martin Audio. Ausschlaggebend waren neben den technischen Eigenschaften auch die Zusammenarbeit im Planungsprozess. „Wir haben ein erstes Konzept eingereicht, das gemeinsam weiterentwickelt wurde. Das hat Vertrauen in die Umsetzung geschaffen“, so Hurtado.

Zentrales Arraysystem und ergänzende Lautsprecher

Kern der Installation ist ein zentrales Lautsprecher-Cluster aus Modellen der TORUS-Serie, das über der Bühne installiert wurde. Aufgrund baulicher Einschränkungen war eine klassische Links-Rechts-Konfiguration nicht umsetzbar. Das gewählte Setup sorgt für eine gleichmäßige Abdeckung im Zuschauerraum.

Ergänzt wird das System durch seitlich positionierte Lautsprecher zur Erweiterung der Abdeckung sowie zusätzliche, zeitlich abgestimmte Einheiten für den Bereich unter dem Balkon. Diese Kombination adressiert gezielt akustisch schwierige Zonen im Raum.

Für größere Produktionen steht ein mobiles System zur Verfügung, das aus weiteren Lautsprechern und Subwoofern besteht und flexibel eingesetzt werden kann. Zusätzlich kommen Bühnenmonitore zum Einsatz, die von externen Tontechnikern ebenfalls genutzt werden.

Verbesserte Klangverteilung und Sprachverständlichkeit

Durch die neue Installation konnte eine gleichmäßigere Klangverteilung im gesamten Auditorium erreicht werden. „Es gibt keine Bereiche mehr mit deutlichen Ausfällen, und das gesamte Frequenzspektrum wird klar abgebildet“, erklärt Hurtado. Dies wirkt sich sowohl auf Sprachveranstaltungen als auch auf musikalische Aufführungen aus.

Ein weiterer Fokus lag auf der Modularität des Systems. Teile der Anlage können auch in anderen Bereichen des Museums eingesetzt werden, darunter anspruchsvolle Räume wie der Engelhard Court, der durch seine Glasarchitektur besondere akustische Bedingungen aufweist.

Flexible Nutzung in unterschiedlichen Räumen

Die Möglichkeit, das System je nach Veranstaltung anzupassen, erleichtert den Einsatz in verschiedenen Szenarien. Dabei können sowohl kompakte Setups als auch umfangreichere Konfigurationen realisiert werden. Insbesondere die gerichtete Abstrahlung der Subwoofer trägt dazu bei, unerwünschte Schallreflexionen in großen, halligen Räumen zu reduzieren.

Umsetzung und Installation

Die Beschaffung erfolgte über den Händler ADI Global Distribution, der auch die Systemkonfiguration unterstützte. Die Installation wurde weitgehend durch das interne Team umgesetzt, einschließlich der Verkabelung innerhalb der historischen Gebäudestruktur.

Auswirkungen auf den Veranstaltungsbetrieb

Mit der neuen Audiotechnik erweitert das Museum seine Möglichkeiten für Veranstaltungen im Auditorium. „Das hat dazu geführt, dass dieser Raum wieder stärker genutzt wird“, so Hurtado. „Die technische Ausstattung entspricht nun eher den Anforderungen moderner Produktionen, sodass externe Technik seltener notwendig ist.“

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(Quelle: Pressemitteilung)

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