L-Acoustics beim ukrainischen VYRII Festival

Die Firma Franz Audio setzt L-Acoustics K3, Kara und V-DOSC auf zwei ethno-elektronischen Bühnen bei dem als „Ukraine’s Burning Man“ bekannten Festival ein.

Im August 2025 fand das VYRII Festival statt, das ukrainische Kultur und Mythologie mit moderner elektronischer und traditioneller Musik, Theater und visueller Kunst verband. Das als „Ukraine’s Burning Man“ beschriebene Event griff Ethnofuturismus als Leitmotiv auf und förderte freie künstlerische Ausdrucksformen. Besucherinnen und Besucher jeden Alters erlebten ein vielseitiges Programm mit internationalen Künstlern wie Mercury-Prize-Gewinner Benjamin Clementine sowie den ukrainischen Acts Jamala und DakhaBrakha. Für viele bot das sorgfältig kuratierte Festival eine willkommene Auszeit von den Belastungen des anhaltenden Krieges.

Franz Audio

Für die Audioübertragung beim VYRII Festival waren zuverlässige Technik und fundierte Expertise notwendig. Franz Audio, eines der etablierten technischen Produktionsunternehmen der Ukraine, arbeitet seit über fünf Jahren mit dem VYRII-Team zusammen und war erneut für die Umsetzung der gesamten Audiotechnik verantwortlich.

K3, Kara und V-DOSC erfüllen die Anforderungen des Festivals

Ziel von Franz Audio war eine gleichmäßige Schallverteilung über das gesamte Gelände – sowohl für die druckvollen elektronischen Acts als auch für die feineren akustischen Elemente traditioneller Musik. Da zwei Bühnen parallel betrieben wurden, galt es zudem, Übersprechen zu vermeiden und einen nahtlosen Übergang zwischen beiden Bereichen sicherzustellen.

Die finale Systemwahl orientierte sich an der verfügbaren Technik: Für die elektronische Bühne passten L-Acoustics K3 und Kara optimal zum Bühnenkonzept, während für die Hauptbühne ein V-DOSC-System eingesetzt wurde. Ein Großteil des ukrainischen Audioinventars wurde im Krieg beschädigt oder ins Ausland verlagert. Durch flexible Anpassungen konnte das Festival dennoch planmäßig realisiert werden.

Zwei Bühnen – zwei technische Lösungen

Franz Audio nutzte Soundvision, um beide Bühnen detailliert zu modellieren, Abstrahlverhalten zu prognostizieren und die Lautsprecherpositionierung zu optimieren. Anschließend erfolgte das Feintuning in LA Network Manager. „Soundvision hat unsere Planung deutlich vereinfacht“, erklärt Yurii Danyliuk, Direktor von Franz Audio. „Wir konnten die Abdeckung präzise simulieren und sicherstellen, dass unsere Hauptanforderung – gleichmäßige Schallverteilung – erfüllt wurde.“

Die elektronische Bühne umfasste drei Arrays: zwei Hangs aus je sechs K3 über drei Kara sowie ein Outfill aus vier Kara. Sechs Kiva dienten als Frontfill. Zusammen mit SB18- und KS28-Subwoofern entstand ein Setup, das klare Abbildung und ausreichend Tiefe für elektronische Musik bietet, ohne die Hörenden zu überlasten. Auf der Hauptbühne kamen zwei Arrays aus jeweils elf V-DOSC zum Einsatz, betrieben über LA8-Controller.

Während K3 im Bestand von Franz Audio bereits etabliert war, war V-DOSC neu für das Team. „Unser Hintergrund mit L-Acoustics Systemen, die umfassenden Trainings und die Vorplanung in Soundvision haben den Einstieg in V-DOSC sehr effizient gemacht“, so Danyliuk. Das bewährte System erwies sich als passende Lösung für den großflächigen Outdoor-Betrieb.

Das K3/Kara-System nutzte das AES67-Netzwerkprotokoll für die Signalübertragung, flexible Konfiguration und präzise Synchronisierung per PTPv2. Audio, Video und Licht wurden auf der elektronischen Bühne in ein gemeinsames Kontrollsystem integriert – wichtig für die eng abgestimmten Visuals. Trotz herausfordernder Wetterbedingungen und Luftalarmphasen verlief die Installation planmäßig.

Stabile Performance unter schwierigen Bedingungen

FOH-Engineers, Technikerinnen und Künstler lobten die zuverlässige Klangqualität und die Arbeitsbedingungen vor Ort. Viele Acts betonten den klaren Sound, der ihnen half, ihre Performances gezielt umzusetzen und das Publikum direkt zu erreichen. „Wir sind überzeugt, dass die Wahl des Audiosystems wesentlich zum Gesamterfolg beigetragen hat“, fasst Danyliuk zusammen. „Rückblickend würden wir keine Änderungen vornehmen. Inmitten eines laufenden Krieges ein solches Projekt umzusetzen, verleiht unserer Arbeit zusätzliche Bedeutung.“

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