Christina Rupp: Wie ein Musikfestival ihren Weg ins Lichtdesign veränderte

Ein Besuch beim Moonrise Music Festival brachte Christina Rupp auf einen neuen beruflichen Weg. Heute arbeitet sie als selbstständige Lichtdesignerin und Production Electrician und entwickelt Lichtkonzepte für Veranstaltungen unterschiedlicher Größen und Formate.

Eigentlich hatte Christina Rupp einen anderen Berufsweg eingeschlagen. In Fallston, Maryland, aufgewachsen, begann sie ein Studium der Biomedizin am Elizabethtown College. Eine Karriere im medizinischen Bereich galt für sie lange als sicherer und verlässlicher Weg. Mit der Veranstaltungsbranche hatte sie bis dahin kaum Berührungspunkte. Das änderte sich mit einem Besuch beim Moonrise Music Festival während ihrer College-Zeit.

Die Wirkung der Veranstaltung und das Zusammenspiel von Licht, Farben und Produktion hinterließen einen bleibenden Eindruck. Rupp erkannte, wie stark Lichtdesign die Wahrnehmung eines Publikums beeinflussen und gemeinschaftliche Erlebnisse prägen kann. Noch während des Festivals stand für sie fest, dass sie beruflich in diese Richtung gehen wollte.

Zurück am College wechselte sie in die Fächer Theater und Bildende Kunst, die sie 2018 mit einem Doppelabschluss beendete. Es folgten ein Praktikum bei EventEQ und eine Festanstellung, bevor sie sich für die freiberufliche Arbeit entschied.

Selbstständig als Lichtdesignerin und Production Electrician

Heute betreibt Rupp ihr eigenes Unternehmen PDX Productions und arbeitet als unabhängige Lighting Designerin und Production Electrician. Neue Aufträge entstehen häufig über persönliche Kontakte und Empfehlungen aus früheren Produktionen. Gleichzeitig präsentiert sie ihre Arbeit weiterhin potenziellen Auftraggebern über ihr Portfolio.

Bei der Entwicklung eines Lichtkonzepts steht für sie zunächst die Frage im Mittelpunkt, für wen eine Veranstaltung gedacht ist und welche Botschaft sie vermitteln soll. Entscheidend sei, die Vorstellungen des Kunden möglichst genau zu verstehen. Eine enge Kommunikation bilde dafür die Grundlage.

Ob ein Lichtdesign gelungen ist, bemisst Rupp vor allem an der Wirkung auf das Publikum: Werden die Menschen erreicht, und löst die Umgebung eine Reaktion aus? Daneben spielen für sie auch technische und gestalterische Aspekte eine Rolle. Ein funktionierendes Setup, neue Lösungsansätze und die Weiterentwicklung des Teams gehören ebenso zu einer erfolgreichen Produktion wie das Ergebnis selbst. Auch Rückschläge betrachtet sie als Gelegenheit, aus Erfahrungen zu lernen und Arbeitsweisen zu verbessern.

Besonders schätzt Rupp die Aufbauphase einer Produktion. Wenn aus Entwürfen und Visualisierungen eine reale Installation wird, entstehen häufig neue Herausforderungen, die Lernprozesse im gesamten Team anstoßen können.

Technologische Entwicklung im Entertainment Lighting

Neben Kreativität nennt Rupp Führungskompetenz, Empathie und Verständnis als wichtige Voraussetzungen für die Arbeit im Lichtdesign. Ein respektvoller Umgang mit den Crews sei ebenso wichtig wie die Bereitschaft, unterschiedliche Lösungswege in Betracht zu ziehen.

Gleichzeitig beschäftigt sie sich intensiv mit neuen Technologien. Die schnelle Entwicklung der Branche mache es notwendig, sich kontinuierlich weiterzubilden. Bevor neue Produkte oder Softwarelösungen in ihren Arbeitsablauf einfließen, recherchiert und testet sie diese möglichst selbst.

Eine Entwicklung, die sie besonders hervorhebt, ist die Weiterentwicklung der LED-Technologie. Leistungsfähige LED-Scheinwerfer mit Schutzart IP65 eröffnen aus ihrer Sicht zusätzliche Möglichkeiten für den Einsatz unter unterschiedlichen Umgebungsbedingungen. Neben der erweiterten Farbdarstellung sei vor allem die Witterungsbeständigkeit für Outdoor-Produktionen relevant. Zugleich verändert der Übergang von konventionellen Leuchtmitteln zu LED-Systemen die technischen und gestalterischen Möglichkeiten im Veranstaltungsbereich.

Bei der Army-Navy Gala im Dezember 2025 setzte Rupp unter anderem Scheinwerfer der Serie Elation Paragon ein. Auch 2026 war sie an unterschiedlichen Produktionen beteiligt – unter anderem für Kunden aus der Pharmaindustrie, dem Hochschulbereich und dem E-Sport sowie für verschiedene Musik-Acts. Dabei arbeitete sie in den Bereichen Lichtdesign, Produktionsstrom und LED-Technik.

Aktuell beschäftigt sie sich mit neuen Ansätzen für ihren Designprozess, der Überarbeitung ihrer MA3-Showdatei und der Optimierung ihrer Planungs- und Konstruktionsabläufe mit Vectorworks.

Mehr Möglichkeiten für Nachwuchskräfte

Für ihre weitere berufliche Entwicklung möchte Rupp verstärkt im Musikbereich arbeiten. Darüber hinaus sieht sie Bedarf an besseren Einstiegsmöglichkeiten und mehr Bildungsangeboten für Menschen, die in der Live-Event-Branche Fuß fassen möchten.

Sie möchte dazu beitragen, Vorurteile gegenüber der Veranstaltungsbranche abzubauen und neue kreative Ansätze zu fördern. Langfristig geht es ihr darum, Erlebnisse zu gestalten, die beim Publikum nachhaltig wirken, und zugleich die gestalterischen Möglichkeiten des Live-Entertainments weiter auszuloten.

Auch abseits der Arbeit sucht Rupp neue Erfahrungen. Sie besucht regelmäßig Konzerte und Festivals, geht mit ihrem Hund wandern und campen und unternimmt Outdoor-Aktivitäten mit Freunden. 2026 stellte sie sich zudem bewusst persönlichen Ängsten: Unter anderem absolvierte sie die Via Ferrata in Ouray und einen Rope Swing in Moab. Obwohl sie beruflich regelmäßig auf Hubarbeitsbühnen und Traversen arbeitet, hatte sie lange mit Höhenangst zu kämpfen.

Ihre Haltung dazu fasst sie mit einer einfachen Aufforderung zusammen: Man müsse Dinge nicht ohne Angst angehen – entscheidend sei, es trotzdem zu versuchen.

Mehr zum Paragon erfahrt ihr unter: www.elationlighting.eu

(Quelle: Pressemitteilung)

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