Bei einer studentischen Produktion von William Shakespeares As You Like It an der Guildhall School of Music & Drama (GSMD) kam ein Performer-Tracking-System von Follow-Me zum Einsatz.
Die Technik unterstützte das Lichtdesign von Catja Hamilton und ermöglichte den Einsatz von Moving Lights als Follow-Spots aus unterschiedlichen Positionen. Die Produktion wurde vollständig von einem studentischen Team umgesetzt. Hamilton arbeitete mit dem Drittsemester-Studenten Rohan Green als Assistant Lighting Designer und Programmer zusammen. Das Follow-Me-System wurde von Jazz Weekes, Student im zweiten Studienjahr, bedient.
Green schlug den Einsatz von Follow-Me vor, da Hamilton Spotlicht aus mehreren Winkeln einsetzen wollte. Die vorhandene Follow-Spot-Position des Veranstaltungsorts ist vergleichsweise flach. Zudem sollte wenig Licht in den hinteren Bühnenbereich fallen, um den Raum tiefer wirken zu lassen. Bei konventionellen Verfolgern hätte dies zu unerwünschten Schatten auf dem schwarzen Bühnenhintergrund führen können.
Weitere Anforderungen ergaben sich aus dem Bühnenbild: Die ersten 20 Minuten spielten weit vorne unter einem überdachten Truck, während eine große Treppe und eine Plattform auf dem Truck unterschiedliche Spielhöhen erzeugten.
„Bei meiner Recherche hat mir das Konzept gefallen, den Darsteller zu verfolgen und nicht die Leuchte zu steuern, wie es andere Systeme tun“, erklärt Green. „Durch die große Treppe und die Plattform auf dem Truck brauchten wir etwas, das gut mit den Veränderungen in der Z-Höhe umgehen konnte.“
Vier Robe T1 Profile
Das Follow-Me-3D-System basierte auf vier Robe T1 Profile und wurde über eine ETC Eos Ti gesteuert. Zwei T1 wurden auf den Front-of-House-Brücken montiert und erzeugten einen eher klassischen Follow-Spot-Winkel. Die beiden anderen Geräte wurden im vorderen Bereich der Seitenemporen installiert und dienten als seitliche Spots.
Alle vier Moving Lights liefen während der Vorstellung weiterhin mit konventionellen Presets und konnten bei Bedarf für Follow-Spot-Aufgaben dem Follow-Me-System zugewiesen werden. Die Integration in das Netzwerk erfolgte über sACN-Prioritäten, um zwischen Pult- und Follow-Me-Steuerung zu wechseln.
Performer-Tracking im Lichtdesign
Das Tracking ermöglichte es dem Team, einzelne Darsteller hervorzuheben, ohne die gesamte Bühne großflächig auszuleuchten. So konnte Hamilton mit dunkleren und atmosphärischen Bühnenflächen arbeiten.
„Das Performer-Tracking ermöglichte es uns, die Schauspieler gezielt zu erfassen und ihnen zu folgen, ohne die gesamte Bühne während ihrer Bewegungen großflächig ausleuchten zu müssen.“, sagt Hamilton. Dadurch habe sich die Beleuchtung stärker geschlossen und atmosphärisch gestalten lassen. Gleichzeitig konnten Moving Lights als Spots eingesetzt werden, ohne den für klassische Follow-Spots typischen sichtbaren Lichtstrahl über dem Publikum.
In mehreren Szenen wurde das System gezielt eingesetzt. Während einer Partyszene zu Beginn des zweiten Akts diente ein Follow-Me-Spot als einziges Gesichtslicht für die hervorgehobenen Figuren, während der übrige Cast als Silhouette sichtbar blieb.
In der Suchszene, in der Celia und Rosalind in den Forest of Arden fliehen, war ein einzelnes T1 Profile unter Follow-Me-Steuerung die einzige Lichtquelle auf der Bühne. Der Spot bewegte sich zwischen verschiedenen Spielsituationen und reagierte dabei auf die Darsteller. Derselbe Übergang wurde als Suchscheinwerfer-Effekt eingesetzt. Eine Traumszene im zweiten Akt nutzte das System, um eine Darstellerin klar hervorzuheben, während sich um sie herum verschiedene Bilder über die Bühne bewegten.
„Follow-Me ermöglichte es uns, die Spots gezielt und dezent einzusetzen, um einzelne Darsteller leicht hervorzuheben.“, erklärt Hamilton. Die Möglichkeit, unterschiedliche Moving Lights einzusetzen, habe dabei eine gezielte und zurückhaltende Führung des Publikumsblicks ermöglicht. Ohne das System hätte sie nach eigener Aussage deutlich weniger Spots verwendet.
Schnelle Einrichtung
Für Green war neben den gestalterischen Möglichkeiten auch die Geschwindigkeit bei Einrichtung und Kalibrierung relevant. „Die Geschwindigkeit von Einrichtung und Kalibrierung ist erstaunlich. Wenn wir feststellten, dass eine Leuchte leicht vom Ziel abwich, konnten wir sie in weniger als fünf Minuten neu kalibrieren“, sagt er.
Im Verlauf der technischen Proben griff das Team zudem häufiger auf Follow-Spot-Effekte zurück als ursprünglich geplant. Green sieht darin sowohl eine gestalterische Möglichkeit als auch eine praktische Lernerfahrung für die beteiligten Studenten.
„Follow-Me bei dieser Produktion bot große künstlerische Möglichkeiten für das Lichtdesign und gleichzeitig eine gute Lernmöglichkeit für Studenten, die in die Branche gehen“, so Green. Hamilton ergänzt: „Follow-Me ermöglichte es uns, über die gesamte Produktion hinweg eine eigene Sprache für den subtilen Einsatz von Follow-Spots zu entwickeln.“
Luke Edwards, Designer Relations UK bei Follow-Me, sieht die Produktion als Beispiel für den Einsatz von Performer-Tracking auch außerhalb großer Tourproduktionen. As You Like It zeige, welche Möglichkeiten das System bei Produktionen unterschiedlicher Größen bieten könne. Gleichzeitig hätten Green und Hamilton den Studenten einen praktischen Zugang zur Technologie ermöglicht.
Mehr zum eingesetzten System erfahrt ihr unter: follow-me.com
(Quelle: Pressemitteilung)





