Moveket im Einstatz bei Dua Lipas „Radical Optimism“-Tour

Das dänische Unternehmen Motor Stage Automation (MSA) stellte für die Tournee „Radical Optimism“ von Dua Lipa ein vollständiges Automationssystem bereit.

Zum Einsatz kamen Moveket VMK-S 500 Vari-Speed-Kettenzüge, Moveket V-Motion 40 E-Antriebe, eine speziell modifizierte Alfasystem M-1020L Bühnenhubanlage sowie eine Moveket-Steuerung. Die Lösung ermöglichte verschiedene szenische, kreative und technische Umsetzungen innerhalb der Produktion.

Bewegt wurden unter anderem zwei LED-„Astrolab“-Ringe mit Durchmessern von acht und fünf Metern, sechs Lichtpods sowie ein „Puck“, mit dem die Künstlerin über die Bühne schwebte. Während die Astrolab-Ringe kaleidoskopartige Effekte über der Spielfläche erzeugten, wurde der Bühnenlift im hinteren Bühnenbereich intensiv für Auf- und Abgänge während der visuell geprägten Live-Performance genutzt.

Das Produktionsdesign entstand in Zusammenarbeit zwischen Tour- und Kreativdirektor Pete Abbott und Showdesigner Matt Pitman, der zugleich das Lichtdesign verantwortete. Sam Jackson fungierte als Head of Automation, Ross Maynard als Production Manager und koordinierte die technischen Gewerke. Gemeinsam entschieden sie sich für MSA als Partner, um eine tourtaugliche Lösung für das komplexe Bühnenkonzept zu realisieren. In Kooperation mit MSA-Projektmanager Jimmy Johnson wurde ein mobiles Automationssystem entwickelt, das auf die Anforderungen einer internationalen Tour ausgelegt war.

Sicherheitsvorgaben

Die Konstruktion erfüllte sämtliche relevanten EU-Sicherheitsvorgaben und wurde auf effiziente Auf- und Abbauprozesse optimiert. Stromversorgungen und zentrale Komponenten wurden in Racks und Rollwagen integriert, um schnelle „Get-ins“ und „Get-outs“ zu ermöglichen. Das System war modular aufgebaut; kein Bauteil überschritt eine Höhe von 1,5 Metern, sodass ein Transport per Luftfracht problemlos möglich war.

Die maßgefertigten Astrolab-Ringe mit integrierter LED-Technik wurden ein- und ausgeflogen, geneigt und drehten sich synchron umeinander. In Kombination mit laufenden LED-Pixeln entstand ein dreidimensionaler Effekt, der den Eindruck schwebender Elemente erzeugte. Zu Beginn performte Dua Lipa auf der B-Stage am Ende eines rund 12 Meter langen Thrusts, bevor sie auf dem Puck in die Mitte der rotierenden Ringe gehoben wurde. Diese Inszenierung kam unter anderem während der Songs „Love Again“ und „Anything for Love“ zum Einsatz. Anschließend wurde die Künstlerin wieder auf Bühnenniveau abgesenkt, während der Puck zurück unter das Hallendach fuhr.

Jeder Astrolab-Ring wurde mit vier Moveket VMK-S 500 Kettenzügen betrieben, der Puck mit drei. Für die sechs Lichtpods – jeweils mit acht Moving Lights, acht Strobes und einem Laser bestückt – kamen pro Pod zwei Motoren zum Einsatz. Insgesamt waren 23 aktive Züge über die gesamte Performancefläche verteilt.

Die Steuerung

Die Steuerung erfolgte durch George Davies an der FOH-Position mittels Moveket Expert-T III Konsole und Moveket KES-Betriebssystem. Positionsdaten wurden via PosiStageNet (PSN) an die grandMA3-Konsole der SFX-Abteilung übertragen. Dort wurden Sicherheitsgrenzen definiert, sodass Laser-Cues nur in vorab festgelegten Positionen aktiviert wurden. Bei Abweichungen außerhalb der Toleranzbereiche griff das Sicherheitssystem automatisch ein.

Eine besondere Herausforderung bestand in der Integration der unterschiedlichen Gewerke – Licht, Video, Laser und Automation – innerhalb der Arena-Infrastruktur. Ziel war es, sämtliche Systeme sauber gebündelt zur FOH-Position zu führen und eine strukturierte Kabelorganisation sicherzustellen.

Der Bühnenlift im hinteren Bühnenzentrum wurde von MSA auf Basis eines modifizierten Alfasystem-Systems entwickelt, gebaut und in Betrieb genommen. Anstelle einer hydraulischen Lösung kam ein motorgetriebener SERAPID-Kettenantrieb zum Einsatz. Der Lift wurde über eine 32A-Stromversorgung betrieben und erfüllte die Anforderungen der EU-Norm EN 17206 für „Maschinen für Bühnen und andere Produktionsbereiche“.

Gesteuert wurde der Lift über eine separate Moveket Basic-Steuerung. Unterschiedliche Benutzerzugänge für Aufbau und Showbetrieb stellten sicher, dass während der Show ausschließlich vorprogrammierte Fahrten ausgeführt werden konnten.

Das Automationsteam bestand neben Sam Jackson und George Davies aus den Technikern Alex Hughes und Joseph Rapson.

Jimmy Johnson betonte die enge Abstimmung zwischen dem Produktionsteam von Dua Lipa und MSA: Entscheidend für einen reibungslosen Tourverlauf sei die frühzeitige Kommunikation im Designprozess sowie die praxisnahe Integration funktionaler Sicherheitsanforderungen gewesen.

Links zum Thema:

(Quelle: Pressemitteilung)


Beiträge aus der Themenwelt

weitere spannende Beiträge

Oh! Sie scheinen einen Werbeblocker zu verwenden.

Unsere Website finanziert sich durch Werbung, um Ihnen kostenlose Inhalte anbieten und den Betrieb aufrechterhalten zu können. Indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren, unterstützen Sie uns und tragen dazu bei, dass wir Ihnen weiterhin wertvolle Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen können.

Wir wissen Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung sehr zu schätzen. Vielen Dank, dass Sie erwägen, Ihren Werbeblocker für diese Website zu deaktivieren.