Stark ausbaufähige ifo-Daten zur Veranstaltungswirtschaft

Weniger als 0,1 % der Branchen-Player nehmen an der ifo Umfrage teil. Dabei wären valide Zahlen ein gewichtiger Schritt.

Das Gespür für den eigenen Betrieb? Na klar! Ein umfassender Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation? Selbstverständlich! Den Überblick über die Entwicklung der gesamten Branche? Mmh … Die letzten Jahre haben auch in der Veranstaltungsbranche einiges durcheinandergewirbelt. Liebgewonnene Fixpunkte wie langfristige Planungsmöglichkeiten und ausreichend qualifiziertes Personal am Markt sind keine Selbstverständlichkeiten mehr. Austausch, Networking und der Blick über den eigenen Tellerrand sind daher 2026 wichtiger denn je.

Zahlen, bitte!

Um den Fokus einzelner Unternehmen über die eigene Situation hinaus gezielt zu schärfen, braucht es neben Ehrgeiz und Selbstreflexion auch zwingend eine übergreifende und solide Datenbasis. Die Umfragewerte des durch das ifo Institut herausgegebenen Geschäftsklimaindex bieten hier bereits seit 1991 wertvolle Unterstützung bei der Einordnung des individuellen Blickwinkels. Bezogen auf die deutsche Wirtschaft ist er über die Jahre zum wichtigsten Marker für die langfristige wirtschaftliche Planung von Unternehmen in Deutschland avanciert.

Branchenspezifisch funktionieren diese Auswertungen und Prognosen jedoch nur, wenn sich genug Betriebe durch das Bereitstellen der eigenen Daten an entsprechenden Umfragen beteiligen.

Das Problem

Aktuell beteiligen sich lediglich 220 Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft an den Konjunkturumfragen des ifo Instituts. Bei etwa 243 000 infrage kommenden Unternehmen sprechen wir also von einer aktuellen Beteiligung von nicht einmal 0,1 %. Für einen aussagekräftigen Branchen-Index ist das zurzeit leider alles andere als repräsentativ.

Warum braucht es einen eigenständigen Geschäftsklimaindex für die Veranstaltungsbranche? Bei der Veranstaltungsbranche handelt es sich aufgrund ihrer hohen Diversität sowie gesamtwirtschaftlichen Bedeutung um einen mit anderen Wirtschaftszweigen nur schwer vergleichbaren Spezialfall. Die im Auftrag der IGVW durchgeführte und 2020 veröffentlichte R.I.F.E.L.-Studie identifizierte die Veranstaltungsbranche außerdem als sechstgrößte Wirtschaftsbranche bundesweit mit einem Umsatz von 129 Milliarden Euro, die von knapp 1,5 Millionen Menschen erwirtschaftet werden. Dies erfordert zwingend einen individuellen Blickwinkel.

Macht mit!

Bereits seit Mai 2021 berechnet das ifo Institut auf Basis seiner Konjunkturumfragen auch Konjunkturindikatoren speziell für die deutsche Veranstaltungswirtschaft. Dies ist für die gesamte Branche eine richtungsweisende Chance mit echtem Mehrwert. Durch lediglich 10 Minuten Aufwand pro Monat profitieren registrierte Unternehmen unmittelbar von valide ausgewerteten Zahlen und Fakten zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Branche. Vor allem die daraus hervorgehenden Frühwarnindikatoren, können bei der eigenen Aufstellung im Markt zur wichtigen Entscheidungshilfe werden.

Das Forum Veranstaltungswirtschaft und die angeschlossenen Branchenverbände plädieren daher für eine aktivere Teilnahme an den Umfragen des ifo Instituts. Denn aussagekräftige Zahlen können nur aus einer soliden und repräsentativen Datenbasis hervorgehen.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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