30 X-Laser-Systeme kommen auf Harry Styles’ „Together Together“-Welttournee zum Einsatz. Einblicke in Laserdesign, Technik und Tourbetrieb.
Wenn Harry Styles mit seiner „Together Together“-Welttournee unterwegs ist, muss die eingesetzte Technik unter wechselnden Bedingungen zuverlässig funktionieren. Mehr als 100 Shows, zahlreiche Stadiontermine und eine 30 Abende umfassende Konzertreihe im Madison Square Garden in New York stellen hohe Anforderungen an die Produktion. Für die Lasereffekte kommen 30 Systeme von X-Laser zum Einsatz. Die Geräte werden von Laser-Programmierer Jack Hooper betreut und über die Tour hinweg an unterschiedliche Spielstätten angepasst.
Die Tour startete im Mai in Amsterdam. Die Produktion umfasst rund 80 Trucks und verbindet ein groß dimensioniertes Bühnen- und Lichtdesign mit Lasereffekten, die über mehrere Songs hinweg eingesetzt werden.
30 Laserprojektoren in drei Leistungsklassen
Das von Planet SFX bereitgestellte Lasersystem besteht aus sechs X-Laser Skywriter mit jeweils 100 W, zwölf Skywriter mit 60 W sowie zwölf Triton-Systemen mit 40 W. Hooper programmiert die Lasercues, die vom Lichtteam ausgelöst werden. Die Systeme kommen in drei Songs zum Einsatz und ergänzen dort das visuelle Konzept der Show.
Die Entscheidung für einen Hersteller vereinfacht nach Angaben Hoopers die Integration und Programmierung. „Es ist praktisch, mit einer Marke zu arbeiten, weil wir so ein einheitliches System haben und uns nicht um die Integration verschiedener Komponenten kümmern müssen“, erklärt er. Bei der Programmierung sei es darum gegangen, dem Kreativteam möglichst viel Spielraum für unterschiedliche Looks zu geben und gleichzeitig ein einfaches, zuverlässiges Setup für den Tourbetrieb zu schaffen.
Laserpositionen entlang der Bühne und im Stadion
Die Laser sind in das gesamte Bühnendesign integriert. Zwei 60-W-Skywriter befinden sich auf großen PA-Türmen und richten ihre Strahlen hinter Harry Styles nach unten. So entsteht eine dichte Anordnung aus Laserstrahlen rund um den Künstler.
Weitere acht 60-W-Skywriter sind an der vorderen Bühnenkante positioniert, jeweils vier auf beiden Seiten. Sie erzeugen einen Großteil der Lasereffekte über dem Publikum. Die 40-W-Triton-Systeme sind in die Lichtposition oberhalb der IMAG-Leinwand sowie im unteren Bereich der Delay-Türme eingebunden. Von dort aus erweitern sie die Effekte in Richtung der hinteren Publikumsbereiche.
Die sechs leistungsstärksten Geräte mit jeweils 100 W stehen auf Publikumsplattformen an beiden Seiten des Stadions. Ihre höhere Ausgangsleistung soll sicherstellen, dass die Strahlen auch in großen Veranstaltungsstätten weit genug reichen.
„Ein wichtiger Teil dieser Show besteht darin, dass sich die Menschen im hinteren Bereich des Stadions genauso eingebunden fühlen wie die im vorderen Bereich“, sagt Hooper. „Die Bühne ist sehr groß, und wir müssen eine entsprechend große Fläche abdecken.“
Anpassungen an unterschiedliche Spielstätten
Die Laserstrahlen verlaufen häufig über das Publikum, um die visuellen Effekte möglichst weit in den Zuschauerraum zu tragen. Die konkrete Anordnung hängt jedoch von den örtlichen Bedingungen ab.
In Brasilien schränkten nahegelegene Flughäfen die verfügbaren Möglichkeiten zur Strahlführung ein. Hooper verlegte deshalb die auf Publikumsplattformen vorgesehenen Geräte weiter nach oben auf die Tribünen hinter der Bühne. Dadurch konnten die Strahlen sicher über das Publikum geführt werden, während die gewünschte Wirkung erhalten blieb.
Auch bei der aktuellen Konzertreihe im Madison Square Garden ist Flexibilität gefragt. Da die Arena parallel für weitere Veranstaltungen genutzt wird, sind während der Residency rund 20 Auf- und Umbauten beziehungsweise Resets vorgesehen. Das erfordert wiederholte Anpassungen des Setups und der Laserpositionen.
Betrieb bei Hitze und Regen
Seit den Proben im April hat die Produktion bereits mehrere Tourabschnitte absolviert: zehn Shows in Amsterdam, zwölf in London, vier in Brasilien und sechs in Mexiko-Stadt. Dabei waren die Lasersysteme unter anderem sommerlicher Hitze in London, hohen Temperaturen in Brasilien und starken Regenfällen während der Regenzeit in Mexiko ausgesetzt.
„Die Bedingungen, unter denen wir die Laser einsetzen, sind anspruchsvoll“, berichtet Hooper. „In London standen einige Geräte während einer Hitzewelle direkt in der Sonne. Danach waren wir in Brasilien bei hohen Temperaturen, und in Mexiko war Regenzeit. An manchen Tagen dachte ich, dass wir heute unmöglich eine Show spielen können. Am Ende hat es trotzdem funktioniert, und die Laser liefen.“
Die Geräte verfügen über eine IP-Schutzart, die sie gegen entsprechende Umwelteinflüsse absichert. Nach Angaben der Produktion konnten sie auch unter diesen Bedingungen eingesetzt werden. Zugleich sei die Leistung für die Anwendung in großen Stadien ausreichend.
Hooper hebt insbesondere die gleichmäßige Darstellung der Effekte hervor: „Insgesamt haben sich die X-Laser-Systeme gut bewährt. Auch in einem Stadion ist die Leistung ausreichend. Einen Song gestalten wir überwiegend in Rot, wobei die Effekte sehr gleichmäßig aussehen. Bei einem anderen Song arbeiten wir mit Weiß. Das war wegen der vielen pulsierenden weißen Effekte anspruchsvoll, sieht aber ebenfalls gut aus.“
Zusätzliche Atmosphärik unterstützt die Sichtbarkeit der Laserstrahlen und sorgt dafür, dass sie auch in den großen Veranstaltungsräumen deutlich wahrnehmbar sind.
Herstellersupport als Teil des Tourbetriebs
Neben der technischen Leistung spielt für Hooper die Unterstützung durch den Hersteller eine wichtige Rolle. Es ist seine erste Zusammenarbeit mit X-Laser. Besonders positiv bewertet er die direkte Kommunikation und die Bereitschaft, auf Rückmeldungen aus dem laufenden Tourbetrieb zu reagieren.
„Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Support und die offene Kommunikation“, sagt Hooper. „Für das kommende Jahr stehen noch viele Termine an. Deshalb ist es beruhigend zu wissen, dass die Kommunikation mit dem Hersteller so unkompliziert ist.“
Die Unterstützung beschränkte sich nicht auf die Fernkommunikation. Während des Tourabschnitts in Brasilien reiste ein Servicetechniker von X-Laser an, um direkt mit dem Produktionsteam zusammenzuarbeiten. „In Brasilien kam jemand aus dem Team zu uns und hat mit uns gearbeitet“, berichtet Hooper. „Es war sehr hilfreich, dass auf Probleme eingegangen wurde und der Hersteller bereit war, sich mit den Anwendern auszutauschen und Lösungen anzupassen.“
Auch die kurzfristige Bereitstellung des kompletten Pakets mit 30 Geräten durch Planet SFX war für die Produktion relevant. „Innerhalb relativ kurzer Zeit 30 Laser für uns verfügbar zu machen, war bemerkenswert“, so Hooper.
Die „Together Together“-Welttournee soll am 28. August 2027 im Londoner Wembley Stadium enden.
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(Quelle: Pressemitteilung)





