Lichtdesign für Gary Numan mit CHAUVET Professional

Der Lichtdesigner David Howard setzt auf CHAUVET Professional COLORado PXL Curve 5 bei seinem Design für Gary Numan.

Für das Lichtdesign der Tournee von Gary Numan im Jahr 2026 setzt Lichtdesigner David Howard auf Kontraste zwischen Licht und Dunkelheit. Motorisierte LED-Bars vom Typ COLORado PXL Curve 5 von CHAUVET Professional sind dabei ein zentraler Bestandteil des Beleuchtungskonzepts. Die Scheinwerfer wurden von Impact Production Services (IPS) aus Milton Keynes bereitgestellt.

Ausgangspunkt für Howards Gestaltung ist die gezielte Reduktion von Licht. Er orientiert sich dabei an einem Gedanken, der Michelangelo zugeschrieben wird: Die Aufgabe des Künstlers bestehe darin, überflüssiges Material abzutragen, um die bereits im Marmor angelegte Skulptur freizulegen. Ein ähnlicher Ansatz prägt Howards Arbeit mit Licht.

„Wenn ich die Show entwickle, beginne ich häufig mit einem Look für eine bestimmte Strophe oder einen Refrain und reduziere ihn dann, indem ich so viel Licht wie möglich weglasse“, erklärt Howard sein Vorgehen für die Tournee.

Dunkelheit als gestalterisches Element

Numans Musik bildet die Grundlage für das visuelle Konzept. Howard beschreibt sie als dystopisch und düster, mit wenig Raum für positive Emotionen. Das Lichtdesign greift diese Atmosphäre auf und nutzt Dunkelheit als bewussten Bestandteil der Inszenierung.

Zwischen den Traversen installierte Howard flexible schwarze Neon-Elemente, die zugleich als szenografisches und visuelles Gestaltungsmittel dienen. Im eingeschalteten Zustand bilden sie eine Fläche für Videoinhalte. Werden sie ausgeschaltet, erscheinen sie durch rückwärtige Beleuchtung wie die Kabel einer beschädigten Maschine, die die Band umgeben.

Die COLORado PXL Curve 5 kommen je nach Größe der Spielstätte in unterschiedlicher Anzahl zum Einsatz. In größeren Hallen befinden sie sich hinter den Traversen-Türmen und den Neon-Elementen. Dort werden sie unter anderem als Strobe-Blinder sowie für Beam- und Wash-Effekte eingesetzt.

Flexibles Konzept für unterschiedliche Bühnen

Eine zentrale Herausforderung bestand darin, das Design an die unterschiedlichen Bühnenabmessungen der Tournee anzupassen. Die Bühnenbreiten reichten laut Howard von sieben bis 28 Metern. Das Konzept musste daher sowohl auf kleinen als auch auf großen Bühnen funktionieren.

„Die Gestaltung musste sich effizient auf Tournee einsetzen lassen und den unterschiedlichen Bühnen gerecht werden“, sagt Howard. „Unsere Lösung lässt sich tatsächlich wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen. So funktioniert das Design auf kleinen und großen Bühnen. Höhe und Breite verändern sich, während die Anzahl der Säulen und die dreieckige Grundform erhalten bleiben.“

Besondere Aufmerksamkeit erforderte dabei die Anordnung der Neon-Elemente zwischen den Traversen. Ziel war es, eine kontrolliert unregelmäßige Struktur zu schaffen, ohne dass die Installation überladen wirkt.

Auch die Positionierung der Scheinwerfer unterstützt die gewünschte Bildsprache. Vom Bühnenboden aus werden die PXL Curve 5 teilweise mit bewusst unregelmäßigen Pan-Winkeln eingesetzt. Dadurch entstehen asymmetrische Lichtstrahlen, die sich durch den Bühnenraum bewegen und die Band visuell einrahmen.

60 einzeln steuerbare Moving Heads

Howard betrachtet die COLORado PXL Curve 5 nicht primär als zwölf einzelne Lichtleisten, sondern als Ansammlung separat steuerbarer Köpfe. „Ich behandle die PXLs weitgehend wie einzelne Moving Heads. Ich sehe sie nicht als zwölf Lichtleisten, sondern als 60 einzelne bewegliche Köpfe – und steuere sie auch entsprechend“, erklärt er.

Das obere Lichtsystem dient vor allem dazu, die Bühne räumlich einzufassen und die visuelle Fläche der Inszenierung zu begrenzen. Im Vergleich zu anderen Produktionen arbeitet Howard mit steileren Lichtwinkeln. Das Licht bleibt überwiegend auf der Bühne; das Publikum wird nur in ausgewählten Momenten direkt einbezogen.

Ursprünglich hatte Howard für die Lichtlinie einfache Stroboskop-Scheinwerfer vorgesehen. Die PXL Curve 5 boten ihm jedoch zusätzliche Möglichkeiten bei vergleichsweise kompakter und praktikabler Integration in das Tournee-Setup.

„Im Verlauf der Tournee habe ich die Geräte in immer mehr Cues eingesetzt, auch auf Arten, die ich anfangs nicht geplant hatte“, sagt Howard. Besonders die kalten und warmen Weißtöne der Geräte passten seiner Einschätzung nach zur Musik Numans.

Lichtgestaltung zwischen Maschine und Dystopie

Die visuelle Ausrichtung der Produktion orientiert sich an den Motiven von Numans Musik. Howard beschreibt die darin entstehenden Bilder als dystopische, zerstörte Landschaften, in denen Maschinen und mechanische Strukturen eine wichtige Rolle spielen. Diese Vorstellungen bildeten eine wesentliche Grundlage für das Lichtdesign.

Die Umsetzung entstand in Zusammenarbeit mit Tourmanager Dave Dupuis, Lichttechniker James Walton und Operator Rory Lucas. Gemeinsam übertragen sie Howards Konzept Abend für Abend auf die jeweiligen Bühnenbedingungen der Tournee.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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