grandMA3 steuert Lichtdesign zur Eröffnung des Zayed National Museum

Bei der Eröffnung des Zayed National Museum in Abu Dhabi kam das Lichtsteuerungssystem grandMA3 von MA Lighting zum Einsatz.

Die Lichtprogrammierer Max Narula und Aria Hailey realisierten gemeinsam mit Lichtdesigner Bruno Poet die Steuerung der umfangreichen Lichtinstallation für die Eröffnungsveranstaltung.

Eröffnung eines neuen Kulturstandorts

Das von Foster + Partners entworfene Zayed National Museum erinnert an den Staatsgründer der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Zayed. Das Gebäude mit seinen fünf markanten, als Solarkamine konzipierten Türmen bildete die Kulisse für die Eröffnungsfeier.

Die Veranstaltung vereinte mehrere Anlässe: die offizielle Eröffnung des Museums, die Feier zum Nationalfeiertag der Vereinigten Arabischen Emirate sowie den ersten öffentlichen Auftritt des neu gegründeten UAE National Orchestra.

Lichtdesign für Architektur und Inszenierung

Während das Nationalorchester im Zentrum der Aufführung stand, wurden auch die Museumsfassade und weitere Performanceflächen in die Inszenierung einbezogen. Lichtdesigner Bruno Poet entwickelte ein Beleuchtungskonzept, das Architektur, Projektionen und Live-Performance miteinander verband.

„Dieses außergewöhnliche Museum war zugleich unsere Bühne“, erklärt Poet. „Die Beleuchtung sollte die musikalische und erzählerische Dramaturgie unterstützen und gleichzeitig die Architektur des Gebäudes hervorheben.“

Die Lichtanlage wurde so konzipiert, dass sie synchron zu den Projektionen von Moment Factory arbeitet. Neben der Fassadenbeleuchtung mussten die strukturierten Oberflächen des Museums akzentuiert und die Künstler auf der Bühne ausgeleuchtet werden. Aufgrund der architektonischen Anforderungen standen nur begrenzte Positionen für Gegenlicht zur Verfügung, weshalb überwiegend Seiten- und Frontlicht eingesetzt wurde.

grandMA3 ermöglicht paralleles Arbeiten mehrerer Programmierer

Die Lichtsteuerung erfolgte über ein vernetztes grandMA3-System unter der Leitung von Lichtprogrammierer Max Narula. Gemeinsam mit Aria Hailey arbeitete er mit zwei grandMA3 full-size-Konsolen für die Programmierung sowie zwei grandMA3 light-Konsolen für den Betrieb während der Show.

„grandMA3 eignet sich besonders für große Zeremonien und Sonderveranstaltungen, bei denen mehrere Programmierer gleichzeitig innerhalb derselben Session an einer umfangreichen Lichtanlage arbeiten“, sagt Narula.

Dabei nutzen beide Programmierer denselben Datenbestand, ohne Aufgaben strikt voneinander trennen zu müssen. Das ermöglicht flexible Arbeitsabläufe und eine enge Zusammenarbeit während der Programmierung.

MVR und Selection Grid beschleunigen den Workflow

Für die Produktion kamen außerdem die MVR-Importfunktion (My Virtual Rig) sowie die Selection-Grid-Werkzeuge von grandMA3 zum Einsatz. Über MVR konnten räumliche Informationen und Geräteattribute direkt aus dem CAD-Modell übernommen werden. In Verbindung mit den Selection-Grid-Funktionen ließ sich die große Anzahl an Scheinwerfern effizient organisieren und programmieren.

„Gerade bei komplexen Lichtlayouts spart diese Kombination viel Zeit“, erläutert Narula.

Hohe Pixelanzahl effizient verarbeitet

Ein wesentlicher Bestandteil der Installation war LED-Tape, das entlang der dreieckigen Architektursegmente des Museums integriert wurde. Da die Installation dieser LED-Elemente erst spät abgeschlossen werden konnte, stand für deren Programmierung nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung.

Nach Angaben von Narula war grandMA3 aufgrund seiner Fähigkeit, große Mengen an Pixeldaten effizient zu verarbeiten, für diese Aufgabe besonders geeignet.

Bruno Poet ergänzt: „Das LED-Tape wurde in den Fugen zwischen den geraden Fassadenflächen verborgen, sodass lediglich der Lichteffekt sichtbar war. Da die Installation erst sehr spät fertiggestellt wurde, blieb entsprechend wenig Zeit für die Programmierung.“

Verbesserte Bedienung aus Sicht des Lichtdesigns

Auch aus Sicht des Lichtdesigns sieht Bruno Poet Fortschritte bei der aktuellen Softwaregeneration von grandMA3. Insbesondere die Benutzeroberfläche unterstütze Designer heute besser als frühere Versionen.

„Der Workflow entwickelt sich stärker in Richtung der Anforderungen von Lichtdesignern. Das erleichtert die Arbeit für Anwender, die nicht aus der Programmierung kommen“, so Poet.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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