Lighting Designer Paul „Pauly“ Owen steuert die Lichtshow der australischen Hip-Hop-Gruppe Hilltop Hoods mit einer Avolites D7-215 Konsole.
Lighting Designer Paul „Pauly“ Owen begleitet die australische Hip-Hop-Gruppe Hilltop Hoods derzeit auf ihrer aktuellen Welttournee und setzt dabei auf eine Avolites D7-215 Lichtkonsole. Über die Konsole steuert er die Lichtgestaltung der Shows, die sich durch rhythmusorientierte Effekte und eine stark auf die Musik abgestimmte Programmierung auszeichnet.
Die Hilltop Hoods gehören zu den bekannten Hip-Hop-Acts aus Australien. Die Gruppe stammt aus Adelaide und besteht aus den MCs Suffa (Matthew Lambert) und Pressure (Daniel Smith) sowie DJ Debris (Barry Francis) an den Turntables und in der Produktion. Die Band gründete sich Anfang der 1990er-Jahre, nachdem sich die Mitglieder während ihrer Schulzeit kennengelernt hatten.
Paul Owen arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten mit der Band zusammen. In dieser Zeit entwickelte er eine eigene Arbeitsweise für die Lichtgestaltung, die stark auf Improvisation basiert und sich eng an Rhythmus und Dynamik der Musik orientiert. Seine Konzepte verbinden Elemente aus verschiedenen Disziplinen der Lichtgestaltung – von theaterorientierten Ansätzen bis hin zu klassischen Rock-’n’-Roll-Inszenierungen – und schaffen visuelle Akzente, die zum Charakter von Rap- und Hip-Hop-Performances passen.
Innerhalb der Branche hat Owen sich mit diesem Ansatz einen Ruf als spezialisierter Lighting Designer für Hip-Hop-Produktionen erarbeitet.
Die aktuelle Tour
Die aktuelle Tour startete mit der Veröffentlichung des Albums „Fall from the Light“. Zunächst spielte die Band Festivalshows in Australien und Neuseeland, anschließend folgten Termine in Europa. In diesem Frühjahr wird die Produktion in großen Arenen in Australien und Neuseeland fortgesetzt.
Zu Beginn der Tour setzte Owen in Australien eine Avolites D7 ein. Das Licht-Equipment wurde dort vom Rental-Unternehmen Harry the Hirer bereitgestellt. Für die Europatour arbeitete er mit einem Avolites T3 System, bevor bei den jüngsten Shows in Australien wieder eine D7-Konsole zum Einsatz kam.

Busking
Owen nutzt Lichtsteuerungen von Avolites seit Beginn seiner professionellen Laufbahn Anfang der 1990er-Jahre. Ein wesentlicher Grund dafür ist für ihn die Möglichkeit des sogenannten „Busking“, also das flexible Steuern von Lichtstimmungen in Echtzeit – eine Arbeitsweise, die gut zu seinem improvisationsorientierten Ansatz bei den Shows der Hilltop Hoods passt.
Sein Workflow kombiniert spontane Entscheidungen mit präzise gesetzten Lichtmomenten, die sich eng an Musik und Atmosphäre im Raum orientieren. Obwohl die Shows nicht vollständig zeitcodiert sind, wirken viele Übergänge und Effekte sehr exakt abgestimmt.
Die aktuelle Tour ist Owens erste Produktion mit der Avolites D7. Zuvor nutzte er bereits eine Avolites D9 bei der „Red Hot Summer“-Tour des australischen Rockmusikers Jimmy Barnes, mit dem er ebenfalls regelmäßig zusammenarbeitet.
Transportfähigkeit als Vorteil
Ein Vorteil der D7-Konsole liegt für Owen in der kompakten Bauweise und der damit verbundenen Transportfähigkeit. Bei Tourproduktionen in Australien, wo viele Spielorte nur per Flug erreichbar sind und große Entfernungen zwischen Städten liegen, spielt dies eine wichtige Rolle.
In seinem Workflow nutzt Owen unter anderem intensiv den Key Frame Shapes Generator der D7, mit dem sich Effekte in Echtzeit erzeugen lassen. Da viele seiner Lichtdesigns auf pixelbasierten Scheinwerfern basieren, setzt er häufig auf Mapping-Techniken, bei denen Effekte über mehrere Geräte hinweg verteilt werden.
„Mit der D7 und etwas kreativem Denken lassen sich visuelle Effekte erzeugen, ohne zwingend einen Media Server einsetzen zu müssen“, erklärt Owen.
Auch die Programmierstruktur der Konsole bewertet er als übersichtlich. Ein komplettes Setup lasse sich innerhalb kurzer Zeit einrichten, was insbesondere bei Tourproduktionen mit wechselnden Bühnenlayouts hilfreich sei.
Owen beschreibt sich selbst eher als visuellen als als technischen Designer. Für ihn ist die Lichtkonsole ein Werkzeug, das Ideen schnell in eine Bühneninszenierung übersetzen muss.
„Die Konsole ist die Schnittstelle zwischen dem, was ich mir vorstelle, und dem, was das Publikum auf der Bühne sieht“, sagt er. „Mit Avolites gelingt mir diese Umsetzung sehr direkt.“
Typisches Festival-Setup
Ein typisches Festival-Setup für die Hilltop Hoods umfasst Front- und Backtruss mit rund 60 Scheinwerfern, darunter Spot-, Wash- und Blinder-Systeme sowie zusätzliche Bodenelemente. In diesem Jahr bestand das Floor-Package aus fünf Rollwagen mit jeweils mehreren Vanish LED Panels, MagicBlade Fixtures und LED Mole Lights. Ergänzt wurde das Setup durch weitere Mole-Leuchten rund um die Bühne, Martin MAC Aura XB für seitliche Wash-Effekte sowie Klus LED-Strips für Beschriftungen und visuelle Akzente.
Für die anstehende Arena-Tour der „Fall from the Light“-Produktion wird das System deutlich erweitert. Die Lichtanlage umfasst dann rund 260 bis 270 Scheinwerfer, ergänzt durch Videoelemente, Spezialeffekte und unter anderem Robe iFORTE Moving Lights.
Owens Arbeitsweise am FOH ist stark live-orientiert. Er programmiert eine Vielzahl von Looks im Voraus und steuert die Show anschließend spontan während des Konzerts. Dabei reagiert er auf Musik, Publikum und Atmosphäre und gestaltet die Lichtstimmungen direkt über die Fader der Konsole.
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(Quelle: Pressemitteilung)







