Auf Tour lernt man Equipment schnell richtig gut kennen – und genau das erlebte die österreichische Band So Much More letztes Jahr.
Die fünfköpfige Formation, die sich aus Musikern aus Wien, Niederösterreich und Tirol zusammensetzt, kombiniert Punk, Ska, Pop und 80er-Jahre-Keyboards zu einem eigenwilligen Stil, den sie selbst als „Suburban Synth Punk“ bezeichnen. Ihre Texte bewegen sich zwischen Gesellschaftskritik, popkulturellem Witz und persönlichen Momenten – ein musikalischer Spagat zwischen Punks und Spießern, wie auch der Titel ihres 2022 erschienenen Debütalbums „Von Punks & Spießern“ andeutet.
Zwischen Soundchecks, engen Clubbühnen und langen Nächten kam aus Neugierde bei einem Auftritt auf einem Biker-Festival ein neues Mikrofon zum Einsatz: das Shure Nexadyne. Vor allem für den Sound im In-Ear-Monitoring wollten die Musiker herausfinden, was mit dem damals neuen Mikrofon möglich ist.
Einsatz auf der Bühne
Für ihre aktuelle Tour setzten So Much More in erster Linie auf bewährtes Equipment – mit einer Ausnahme: Sie entschieden sich, das Shure Nexadyne live zu testen. Ziel war es, herauszufinden, wie sich das Mikrofon im Vergleich zu den bisherigen Lösungen auf den In-Ear-Sound auswirkt.
Erste Eindrücke beim Soundcheck
Schon beim Soundcheck zeigte sich ein spürbarer Unterschied. Die Stimmen wirkten bei gleichem bzw. angepasstem Pegel im In-Ear-Mix präsenter und klarer, ohne dass umfangreiche EQ-Anpassungen notwendig waren. Besonders in der oft schlechten Akustik kleiner Clubs ein Vorteil, der den Musikern half, sich im eigenen Mix besser zurechtzufinden.
Weniger Rückkopplungen, mehr Stabilität
Auch unter Live-Bedingungen erwies sich das Nexadyne als zuverlässig. Rückkopplungen blieben auf der PA (der Main-Vocalist Benji rennt gerne vor der Bühne rum) aus, selbst bei enger Bühnensituation und erhöhtem Lautstärkepegel. Für die Band bedeutete das einen entspannteren Auftritt – sie konnten einfach ihre Performance ausleben. Und das bedeutet bei So Much More: mitreißende Energie, ein direkter Draht zum Publikum und jede Menge Bewegung.
Obwohl das Shure Nexadyne nur bei einem einzigen Konzert eingesetzt wurde, wirkte es positiv in puncto Robustheit und Handhabung. Auf Tour zählen schließlich nicht nur Klang und Technik, sondern auch, wie gut ein Mikrofon den Belastungen von Transport und schnellen Umbauten standhält – vor allem, wenn man wie So Much More regelmäßig zwischen kleinen Clubs, Festivals und DIY-Bühnen unterwegs ist.
Was bleibt übrig?
Auch wenn So Much More das Shure Nexadyne bisher nur einmal live genutzt hat, hinterließ das Mikrofon einen positiven Eindruck. Klarere Vocals im In-Ear, weniger EQ-Kurbelei beim Soundcheck und eine stabile Performance auf der Bühne sprechen für sich. Ob es dauerhaft Teil des Setups wird, bleibt offen – der erste Test jedenfalls verlief erfolgreich.
Die Band selbst bleibt derweil nicht stehen: Neue Songs sind in Arbeit, weitere Shows geplant. Wer Punk-Energie mit Synth-Charme, Ironie und einem Hauch Gesellschaftsanalyse live erleben will, sollte sich So Much More vormerken – vielleicht schon beim nächsten Festival in deiner Nähe.







