Der dänische Lichtdesigner und Operator Niller Bjerrgaard ist mit zwei Lichtsteuerkonsolen von Avolites auf Tour mit der US-amerikanischen Rock- und Metalband Godsmack.
2026 kaufte er eine D7-330 als Hauptkonsole und eine D7-215 als Backup-System. Nach einer kurzen, intensiven Einarbeitungsphase nahm er die Pulte mit auf Tour. Die Produktion führt die Band durch Nordamerika und Europa und umfasst Festivalauftritte, Support-Shows und eigene Headliner-Konzerte.
Bjerrgaard arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit Avolites-Systemen. Erste Erfahrungen mit der Marke sammelte er Anfang der 2000er-Jahre an den Pearl-Konsolen. Bei Godsmack war er bereits auf der Europatournee 2025 Teil des Teams und entwickelte die Lichtgestaltung für die charakteristische Ästhetik der Band weiter.
Zwei D7-Konsolen für Tourbetrieb und Backup
Die Entscheidung für die D7-Serie fiel rund einen Monat vor Tourbeginn. Bjerrgaard wollte sich in kurzer Zeit in das neue System einarbeiten. Dabei halfen ihm Online-Tutorials, darunter Schulungsvideos von Kade Behn, der bei Avolites für Training und technischen Support in Nordamerika verantwortlich ist. Um sich intensiver mit dem System vertraut zu machen, reiste Bjerrgaard sogar nach Phoenix, Arizona, um dort an einem Workshop von Behn teilzunehmen.
Die D7-330 dient als Hauptpult, während die kompaktere D7-215 als Backup vorgesehen ist. Laut Bjerrgaard verfügen beide Modelle über dieselbe Hardware- und Funktionsbasis, unterscheiden sich jedoch in der Anzahl der Bildschirme. Die D7-215 lässt sich in einem Peli-Case transportieren, wiegt rund 27 Kilogramm und eignet sich damit auch für zusätzliche Einzelproduktionen, etwa in Lateinamerika oder bei TV-Auftritten.
Obwohl er den zusätzlichen Platz und die weiteren Displays der D7-330 schätzt, kann er sich vorstellen, künftig weitere D7-215 anzuschaffen. Für seine Arbeitsweise mit Cue Stacks und Executor-Tasten sei das kompaktere Modell ausreichend.
Rund 400 Scheinwerfer im Einsatz
Die Godsmack-Produktion umfasst vier Licht-Trucks. Über die Konsole steuert Bjerrgaard rund 400 Scheinwerfer und Lichtquellen, darunter Moving Lights, LED-Systeme und Stroboskope. Die Geräte laufen mit unterschiedlichen Funktionsumfängen, von reduzierten bis zu möglichst umfangreichen Betriebsmodi. Die verfügbare Kapazität sei damit auch für größere Tourproduktionen ausreichend, erklärt der Lichtdesigner.
Cue Stacks und Tracking beschleunigen die Programmierung
Bei der Programmierung arbeitet Bjerrgaard überwiegend mit Cue Stacks und unterschiedlichen Tracking-Ansätzen. Nach eigener Einschätzung spart er damit deutlich Zeit. Aufgaben, für die er zuvor etwa vier Stunden benötigte, könne er inzwischen in rund zweieinhalb Stunden erledigen.
Das Tracking ermöglicht es, Parameter aus vorherigen Cues zu übernehmen, sofern sie nicht erneut geändert werden müssen. Werden beispielsweise bestimmte Gobos in einer späteren Cue benötigt, können die entsprechenden Werte weitergeführt werden, anstatt sie erneut zu programmieren.
Bjerrgaard beschreibt seinen früheren Arbeitsstil an den Pearl-Konsolen als stärker improvisationsorientiert. Heute arbeite er anders, vor allem mit Cue Stacks und darübergelegten Effekten. Das grundsätzliche Bedienkonzept von Avolites hält er jedoch weiterhin für geeignet, um Shows spontan zu gestalten.
„Ich habe es geliebt, mit den alten Pearl Rollacues Shows spontan zu gestalten und zu improvisieren“, erinnert er sich. „Heute arbeite ich ganz anders – auf Basis von Cue Stacks und Effekten, die ich darüberlege.“ Das Avolites-Bedienkonzept sei aber nach wie vor sehr gut für alle geeignet, die lieber improvisiert arbeiten.
Paletten, Pixel Mapper und Key Frame Shapes
Zu den Funktionen, die Bjerrgaard besonders häufig nutzt, gehören die Paletten. Richtig eingerichtet, vereinfachen sie aus seiner Sicht die Arbeit und erleichtern das Klonen sowie das Überblenden von Looks.
Auch die Anordnung der Fixtures innerhalb der Paletten spielt eine Rolle. Sie kann bestimmen, wie Pixel- und Chase-Effekte über die Scheinwerfer verteilt werden. Durch eine Veränderung der Reihenfolge lassen sich unterschiedliche Bewegungsmuster entlang der X-, Y- und Z-Achsen erzeugen. Diese Anordnungen können anschließend auf weitere Parameter wie Farbe, Intensität und Gobos angewendet werden.
Den Pixel Mapper hielt Bjerrgaard zunächst vor allem für ein Werkzeug zur Videosteuerung. Im praktischen Einsatz erkannte er jedoch dessen Nutzen für alle pixelbasierten Lichtquellen. Er verwendet die Funktion unter anderem für bewegte Pixel-Effekte und mehrschichtige Looks.
Auch die Key Frame Shapes gehören zu seinen bevorzugten Werkzeugen. Sie bieten für ihn eine Alternative zur klassischen Chase-Funktion: Mehrere Parameter und Abläufe lassen sich kombinieren und anschließend in einer frei festgelegten Reihenfolge abspielen.
Details für den Einsatz auf Tour
Neben den Programmierfunktionen hebt Bjerrgaard einige konstruktive Details der D7-Konsolen hervor. Dazu zählt eine Arbeitsleuchte auf der Rückseite des Pults, die den Anschlussbereich beleuchtet und das Verkabeln bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert.
Auch die ausziehbare Tastaturablage und die beiden Netzwerkanschlüsse auf der Rückseite gehören für ihn zu den praktischen Ausstattungsmerkmalen. Über die getrennten Netzwerkverbindungen lässt sich beispielsweise ein eigenes Netzwerk für das Bühnen-Equipment einrichten, wenn die Produktion bei Festivals in eine bestehende Infrastruktur eingebunden wird.
„Diese kleinen Details sind für mich sehr wichtig. Sie zeigen erneut, dass die Konsolen von Menschen entwickelt wurden, die selbst Shows fahren“, sagt Bjerrgaard.
Schulung und technischer Support
Die beiden Konsolen wurden Ende Februar vom dänischen Avolites-Vertriebspartner Light Partner aus Herning ausgeliefert. Der Vertriebspartner organisierte außerdem zwei Schulungstage am neuen Firmensitz, der über ein Previsualisierungsstudio verfügt. Anschließend setzte Bjerrgaard die Einarbeitung selbstständig fort.
Für die zehn Tage dauernde Probenphase in Nashville und Tampa, Florida, erhielt er zusätzliche Unterstützung von Andre Huff, Programmierexperte und Trainingspartner von Avolites bei Limelight in Knoxville. Roy Hunt von Christie Lites, dem Lichtdienstleister der Godsmack-Produktion, koordinierte die Unterstützung.
Die Netzwerkfunktionen der D7-Konsolen erwiesen sich während der Proben als hilfreich: Huff arbeitete an einer D7-215, während Bjerrgaard die D7-330 nutzte. So konnten beide Funktionen direkt auf ihren jeweiligen Pulten demonstrieren und gleichzeitig unabhängig voneinander weiterarbeiten.
Das Fazit des Lichtdesigners fällt positiv aus. „Avolites hat sich bei der Unterstützung wirklich besonders engagiert“, sagt Bjerrgaard. Er habe sich ernst genommen gefühlt und sei in seiner Entscheidung für die Konsolen bestärkt worden. Abschließend fasst er seine Erfahrungen mit den Worten zusammen: „Nur Liebe und Respekt.“
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(Quelle: Pressemitteilung)





