Smashing Pumpkins mit CHAUVET Professional Color STRIKE M

Für den Auftritt der Smashing Pumpkins beim Lollapalooza Festival am 31. Juli in Chicago setzte Lichtdesigner Lenny Sasso auf ein vierteiliges Lichtdesign mit 46 motorisierten Strobe-Washlights des Typs CHAUVET Professional Color STRIKE M.

Die Show auf der Bud Light Stage im Grant Park kombinierte Strobe-Effekte, farblich reduzierte Looks, Backlight und die Einbindung der Bühnenarchitektur. Sasso entwickelte das Design als Abfolge von vier Acts, die sich entsprechend der musikalischen Dramaturgie der Show veränderten. Ein wiederkehrendes Element waren schnelle Strobe-Effekte, die er unter anderem auf Snare-Rolls, Gitarrenparts und musikalische Akzente abstimmte.

„Ich arbeite definitiv gerne mit Strobes, wenn die Band musikalisch dorthin geht“, sagt Sasso. „Billy lässt mir dabei viel Freiheit. Außerdem stimme ich viele Effekte auf die Snare-Rolls und die großen Hits von Jimmy ab.“

46 CHAUVET Professional Color STRIKE M im Einsatz

Insgesamt kamen 46 Color STRIKE M zum Einsatz. 16 Geräte stammten aus dem von Fuse Technical Group bereitgestellten Floor Package, die übrigen waren Bestandteil des Festival-Rigs. Sasso betrieb die Geräte durchgehend im 97-Kanal-Modus.

Die Strobe-Washes wurden sowohl über den Shutter der einzelnen Bars als auch in Swipes, Sweeps und Chase-Sequenzen eingesetzt. Besonders bei Gitarrensoli kamen schnelle Bewegungen und Strobe-Effekte zum Einsatz. Für ruhigere Passagen verwendete Sasso langsamere Dimmer-Chases.

Bei „Tonight, Tonight“ bestand der Look in den Versen beispielsweise aus langsamen Dimmer-Chases über die Strobe-Bars. Dazu kamen über die Lichtkonsole erzeugte, punktuelle „Star“-Effekte. Bei härteren Songs wie „War Dreams of Itself“ wurden dagegen schnelle, synchronisierte Strobes eingesetzt.

Die 46 CHAUVET Professional Geräte waren in einer geraden Linie auf einem rund 40 Fuß langen Truss montiert. Die Traverse befand sich hinter drei aufblasbaren Bühnenelementen, die während der Show unterschiedliche Seiten zeigten.

„Die STRIKE M hatten damit zwei Funktionen“, erklärt Sasso. „Sie lieferten Backlight und Strobe-Effekte durch die Band hindurch und dienten gleichzeitig als Uplight, um eine Wand aus Licht hinter den sogenannten Puppets zu erzeugen.“

Reduzierte Farbpalette

Neben den Strobe-Effekten spielte die Farbgestaltung eine zentrale Rolle. Sasso arbeitete dabei bewusst mit einer reduzierten Farbpalette und näherte sich die einzelnen Songs möglichst monochrom an.

Zum Auftakt mit „1979“ aus dem Album Mellon Collie and the Infinite Sadness wurde die Band überwiegend in Türkis- und Tealtönen beleuchtet. Dunkelrosa Uplight setzte einen zusätzlichen Akzent und hob die Musiker vom Hintergrund ab.

„Ich entscheide bei der Farbwahl meistens aus dem Bauch heraus, was ein Song benötigt“, sagt Sasso. „Ich höre einen Song und weiß manchmal sofort: Dieser Song ist blau. Bei den vergangenen Tourneen mit den Pumpkins habe ich versucht, die Zahl der Farben pro Song zu reduzieren. Für Lollapalooza habe ich das Set so monochromatisch wie möglich angelegt und nur gelegentlich eine zweite Farbe als Akzent eingesetzt.“

Vier Akte mit unterschiedlichen Bühnenbildern

Der erste Akt stellte die drei aufblasbaren Bühnenelemente mit ihrer farbigen, regenbogenartigen Seite in den Mittelpunkt. Die Videowand wurde teilweise als einfarbige Fläche eingesetzt. Dazu kamen Strobes, größere Lichtblitze oder statische Farbflächen. Die Lichtbewegungen blieben in diesem Teil der Show vergleichsweise reduziert, während Backlight die Band von hinten konturierte.

Im zweiten Akt wurden die aufblasbaren Elemente um 180 Grad gedreht und zeigten ihre schwarz-weiße Seite. Integrierte RGB-Pixel sorgten für zusätzliche Beleuchtung. Gleichzeitig wurde die Videowand in einzelne Pixelblöcke aufgeteilt und für verschiedene Effekte genutzt.

Sasso beschreibt die Videowand in diesem Abschnitt als eine Art großen Color STRIKE M. Bewegung und Strobe-Effekte nahmen gegenüber dem ersten Act zu.

Für den dritten Akt wurden die aufblasbaren Elemente abgelassen. Die Videoinhalte stammten von Linda Strawberry in Zusammenarbeit mit Videoregisseur Ben Gilbert und unterstützten die dunklere Atmosphäre der Songs. Das Lichtdesign wurde entsprechend angepasst.

Im vierten und letzten Akt kombinierte die Videowand IMAG-Bilder mit Notch-Effekten. Sasso nutzte die Lichtanlage dabei für eine breitere Palette an Farben und bewegteren Looks.

„Ab diesem Punkt waren die Regeln weitgehend aufgehoben“, sagt Sasso. Mit „Cherub Rock“, „Zero“ und „Everlasting Gaze“ folgten mehrere Songs mit hoher musikalischer Dynamik. Das Lichtdesign reagierte darauf mit einer dichteren Kombination aus Bewegung, Farbe und Strobe-Effekten.

Für die technische Umsetzung arbeitete Sasso mit Production Manager Dennie Miller sowie den beteiligten Festival- und Verleihteams zusammen.

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(Quelle: Pressemitteilung)

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