Das EDM-Festival „We Belong Here“ hat sich innerhalb von fünf Jahren als feste Größe in der elektronischen Musikszene etabliert.
In diesem Jahr wurde die Veranstaltung erstmals von zwei auf drei Tage erweitert. Neben Auftritten internationaler Acts wie Kaskade, Chris Lake, Gorgon City und Tiësto steht insbesondere das ganzheitliche Festivalerlebnis im Mittelpunkt.
Austragungsort ist der Virginia Beach Park in Miami, der durch seine Lage eine Verbindung von urbanem Umfeld und natürlicher Umgebung ermöglicht. Das Gelände bietet mehrere Bühnen sowie Aufenthaltsbereiche, die Besucher zum Verweilen und Erkunden einladen.
Ein zentraler Bestandteil dieses Konzepts ist das Lichtdesign von Moshe Baskin, das mit über 100 Scheinwerfern von CHAUVET Professional umgesetzt wurde. Die technische Bereitstellung erfolgte durch die Technical Arts Group.
„Ein wesentlicher Ansatz unseres Designs war, dass die Produktion nicht nur auf der Bühne stattfindet, sondern das Publikum umgibt“, erklärt Baskin. „Durch die Platzierung von Licht entlang der Hauptbühne, Wege und Strukturen entsteht der Eindruck, dass sich die Produktion um die Besucher herum entfaltet.“
Durchgängige Atmosphäre
Ziel des Produktionsteams war es, eine durchgängige Atmosphäre über das gesamte Festivalgelände hinweg zu schaffen. Beteiligt waren unter anderem Produktionsleiter Riad Feratovic, L1 Michael Salvatore sowie weitere Licht- und Laserspezialisten.
Ein weiterer Fokus lag auf der Entwicklung eines flexiblen Setups für Gast-Lichtdesigner. „Wir haben ein System mit acht unterschiedlichen Fixture-Typen und variablen Konfigurationen entwickelt, um kreative Möglichkeiten zu erweitern“, so Baskin. Gleichzeitig wurde Wert auf ein ausgewogenes Zusammenspiel von Licht, Video und Lasern gelegt. Das Lichtdesign wurde bewusst so gestaltet, dass es die Laser unterstützt und nicht überlagert.
Das Rigg
Zum Einsatz kamen unter anderem 58 motorisierte COLORado PXL Bar 16, von denen 22 im Overhead-Rig für die Ausleuchtung der Künstler installiert wurden. Durch ihre Neigefunktion konnten zudem Bühnenelemente und florale Installationen hervorgehoben werden. Weitere Geräte wurden auf Türmen positioniert, um das Gelände gleichmäßig auszuleuchten.
Ergänzt wurde das Setup durch 50 Color STRIKE M Fixtures im Back-Grid der Bühne. In Kombination mit Blindern entstand eine flächige Lichtwirkung, die insbesondere bei dynamischen Showmomenten zum Einsatz kam.
Bewusst verzichtete das Konzept auf den Einsatz von LED-Videowänden. „Der Verzicht auf große Screens ist Teil der Festivalidentität“, erläutert Baskin. „Der visuelle Fokus liegt auf Licht, Lasern und der Bühnenarchitektur.“
Dieses Zusammenspiel trägt aus Sicht des Designteams zu einer direkten und immersiven Festivalatmosphäre bei und prägt das Erlebnis für die Besucher nachhaltig.







