Meyer Sound: „Brightside World Tour” von The Lumineers mit LEO-System

Für die Beschallung der Tour sorgte ein System der Meyer Sound LEO Family, das von der kalifornischen Firma Sound Image bereitgestellt wurde. Produktionsmanagerin Sara Full gibt uns einen Einblick

The Lumineers waren letzten Sommer mit ihrer „Brightside World Tour“ quer durch Nordamerika unterwegs. Die Band spielte mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Indie-Folk und Americana in großen Hallen und Arenen, aber auch in kleinen Baseballstadien. Für die Beschallung sorgte ein System der Meyer Sound LEO Family, das von der kalifornischen Firma Sound Image bereitgestellt wurde.

Produktionsmanagerin Sara Full, die seit 2013 eine zentrale Rolle im Team von The Lumineers spielt, betont die Schlüsselrolle der Beschallung für die Popularität der Band. „Die Musik von The Lumineers wechselt zwischen ruhigen Songs und imposanten Stücken. Diese Dynamik so einzufangen, dass sie von der ersten bis zur letzten Reihe gleichmäßig übertragen wird, ist entscheidend, um die Erwartungen der Zuschauer zu erfüllen. So werden die Fans auch in Zukunft die Konzerte besuchen. Der gemeinsame Wunsch der Band und der Crew ist es, den Sound in einer großen Arena so klingen zu lassen, dass es für das Publikum in Qualität und Klarheit mit einem Akustikkonzert vergleichbar ist. Einfach ausgedrückt, reproduziert das Meyer Sound System das, was die Band macht, und überträgt es unverfälscht auf ein großes Publikum.“

In vielen Stadien kamen Delay-Tower zum Einsatz. Foto: © Olivia Bastone

Sara Full betont dabei auch die wichtige Rolle der Firma Sound Image. „Jesse Adamson, unser Repräsentant bei Sound Image, arbeitet seit 2016 mit uns zusammen und hat dafür gesorgt, dass wir die besten Techniker mit der richtigen Ausbildung haben. Sound Image hat auch einen großartigen Job bei der Unterstützung in anderen Ländern gemacht und dabei geholfen, dass wir weltweit die gleichen Meyer Sound Lautsprechersysteme einsetzen können.“

Für den Live-Mix sorgte FOH-Ingenieur Josh Osmond, der ebenfalls seit 2013 für die Band tätig ist. „Am wichtigsten für mich ist es, überall denselben Sound zu bieten“, sagt Osmond. „Der Mix selbst ist subjektiv, und wenn die Band und ich uns einig sind, wie die Show klingen soll, dann liegt es an mir, diesen Sound so einheitlich wie möglich zu gestalten, Abend für Abend. Hier hat sich der Einsatz der Meyer Sound Systeme wirklich ausgezahlt. Mit dem linearen Phasengang der LEO Family und der Flexibilität der Compass Control Software hat Meyer Sound mir alle notwendigen Tools gegeben, um dieses Ziel zu erreichen.“ Osmond ist auch ein Fan von Meyer Sounds self-powered Technologie. „Das hat viele Vorteile, wie z.B. den geringeren Platzbedarf im Truck und auf dem Boden. Außerdem braucht man keine langen Kabel vom Verstärker am Boden zu den geflogenen Lautsprechern. Dadurch ergibt sich ein Dynamikverhalten, das andere Boxen nicht bieten können.“

Das Meyer Sound System im Detail

Meyer Sound
Das geflogene Meyer Sound-System. Foto: © Olivia Bastone

Für die meisten Shows besteht das Touring-Rig von The Lumineers aus zwei Main Arrays mit je 12 LEO über sechs LYON-M Line-Array-Lautsprechern. Die Side Arrays bestehen aus je 16 LYONs, davon acht LYON-M und acht LYON-W. Weiterhin sind zwei Hangs mit je 14 LEOPARDs im Einsatz, sechs LEOPARDs bilden das Center Array. Neun 1100-LFC werden pro Seite als Cardioid-Arrays geflogen. Für viele der Shows in den Baseballstadien wurden Delays eingesetzt. Die letzte Show im Wrigley Field in Chicago war dabei besonders anspruchsvoll, da keine Delay Tower erlaubt waren, sondern nur Groundstack-Systeme auf Rollwagen.

„Mit diesen Delay Stacks war es schwierig, die oberen Ebenen zu erreichen, so dass das Hauptsystem mehr Arbeit leisten musste, um diese Plätze zu beschallen“, sagt Osmond. „Ich habe mehrere Rückmeldungen vom Bandmanagement und von Freunden erhalten, die von diesen Bereichen aus zuhörten, und sie sagten, es hörte sich an, als ob sie unten beim FOH wären. Die Lautsprecher der LEO Family sind dafür bekannt, dass sie in Long-Throw-Situationen einen fantastischen Job machen, und sie haben sich bei dieser Show wirklich bewährt.“

AVB-Netzwerk mit Milan-Protokoll

Für die Optimierung und Signalverteilung wurden acht Galileo GALAXY Netzwerkprozessoren eingesetzt, die alle über ein AVB-Netzwerk mit dem Milan-Protokoll verbunden sind. Das vollständig redundante Netzwerk, das auf einer Quad-Core-Glasfaserverbindung implementiert ist, verfügt über ein primäres Netzwerk mit AVB und ein sekundäres Netzwerk, das AVB, RMS-Systemüberwachung und Compass Steuerung überträgt. Die Quad-Core-Verbindung ermöglicht die Kommunikation der Racks auf der rechten und linken Bühne mit dem FOH-Master-Prozessor ohne zusätzliche Switch-Hops.

„Der größte Vorteil von AVB gegenüber analogen oder AES3 ist die geringere Anzahl von Verbindungen“, sagt Ryan Cornelius, Systemingenieur der Tournee. „Ich kann unseren gesamten Drive-Signalfluss über zwei Kabel leiten. Es ist auch flexibler, da ich die GALAXY Prozessoren mit ein paar Klicks umleiten oder neue Eingänge hinzufügen kann, anstatt hinten im Rack nach Verbindungsleitungen zu suchen.“

Von links: Ryan Cornelius, Systemingenieur/Crewleiter; Josh Osmond, FOH-Ingenieur; Tyler Harris, PA-Techniker; Kevin Hu, Monitortechniker; Tucker Arbuthnot, PA-Techniker; Francois Pare, Monitor-Ingenieur Foto: © Olivia Bastone

Weitere Mitglieder der Audio-Crew:

  • Monitoringenieur Francois Pare
  • Monitortechniker Kevin Hu
  • PA-Techniker: Tyler Harris und Tucker Arbuthnot

Mehr Informationen zu den eingesetzen Systemen erhaltet ihr unter: www.meyersound.de